Die Lieder zu: Wandervogel (1)

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Lieder des Wandervogel, bürgerliche Jugendbewegung, um die Jahrhundertwende 1900 gegründet. Zum Wandervogel siehe auch “Bündische Jugend

Wandervogel Favoriten:

Unsre Fahne zerrt der Wind
Vorwort: Der Liederfreund (1949)
Nerothers Tod im Kazett (Robert Ölbermann)
Die Dämmerung fällt wir sind müde vom Traben
Die Oberbrücker haben eine saubere Zunft
Kameraden wann sehn wir uns wieder (In der Kneipe am Moor)
Am Ural fern von der Heimat
Lappland du Land der Elche
Wilde Gesellen vom Sturmwind durchweht
Märkische Heide

Am Ural fern von der Heimat

Am Ural, fern von der Heimat sitzen Kosaken am Feuerschein der eine spielt die Balalaika und die andren stimmen mit ein Ossa, Ossa, schöne Stadt am Kama dich sahn wir lange nicht mehr Ossa, Ossa, schöne Stadt am Kama wie fiel der Abschied uns so schwer johei, johei jo, johei, johei jo Am Himmel, da leuchten die Sterne der Wolf

Bündische Jugend | 1930


Bub und Spinne gingen in den Wald

Bub und Spinne, Bub und Spinne gingen in den Wald da warn dem Bub da warn dem Bub die Beine kalt Di holla di, Di Holla ho di ho di holla holla di, holla holla ho di hola di di holla ho di holla holla hi ha ho Da macht die Spinne ein Feuer an damit der Bub sich wärmen

Bündische Jugend | 1908


Das Regiment Forcade hat nie ein Feind besiegt

Das Regiment Forcade hat nie ein Feind besiegt Obschon seit fünfzig Jahren Im Wind sein Banner fliegt Es brachte jeder Feldzug ihm neue Ehr’ und Ruhm Und König Friedrich sagte “Das nenn ich Heldentum” Und will ich Helden sehen Seh ich dies Regiment Doch Kriegesglück ist launisch Nacht ist´s, und Hochkirsch brennt Von allen Grenadieren Steht auch nicht einer mehr

Bündische Jugend | Soldatenlieder | 1906


Der Schnee zerrrann es schmolz das Eis

Der Schnee zerrrann , es schmolz das Eis die blauen Glocken läuten die Bäume stehen schleierweiß gleich festgeschmückten Bräuten Das Eichhorn springt und turnt gewandt auf maiengrünen Eichen Es zog der Frühling in das Land die Wandervögel streichen Es zieht der Schuster seinen Draht sobald der Morgen dämmert beim Lämpchen hockt er abends spat und sticht und zieht und hämmert

Bündische Jugend | Frühlingslieder | Schuster | Wanderlieder | 1890


Der Wind weht über Felder (des Kaisers Reiterei)

Der Wind weht über Felder ums regennass´ Gezelt Der Kaiser stürmt gen Geldern, Seine Reiter ziehn ins Feld Taritara, Taritarei Wir sind des Kaisers Reiterei. Taritara, Taritarei Wir sind des Kaisers Reiterei Es zieht in langen Reihen das zweite Regiment Zu zweien und zu dreien der Hauptmann reit am End Taritara, Taritarei Wir sind des Kaisers Reiterei. Taritara, Taritarei Wir

Soldatenlieder | 1921


Die blauen Dragoner

Die blauen Dragoner, sie reiten Mit klingendem Spiel durch das Tor, Fanfaren sie begleiten Hell zu den Hügeln empor. Die wiehernden Rosse, sie stampfen, Die Birken, die wiegen sich lind, Die Fähnlein auf den Lanzen Flattern im Morgenwind. Morgen, da müssen sie reiten, Mein Liebster wird bei ihnen sein. Morgen in alle Weiten Morgen, da bin ich allein. Die blauen

Kriegserziehung im Kaiserreich | Soldatenlieder | 1914


Die blauen Dragoner sie reiten

In “Die blauen Dragoner sie reiten” wird aus der Sicht eines Mädchens in romantisierender Form zu Beginn des ersten Weltkriegs besungen, wie die Soldaten in den Krieg ziehen. Das Lied entstand in der allgemeinen Kriegsbegeisterung jener Tage (siehe dazu den Themenschwerpunkt: “Kriegserziehung im Kaiserreich”). Interessanterweise taucht es in der Weltkriegs-Liedersammlung von 1926 nicht auf, es wurde hier dennoch unter Kriegslieder aufgenommen, weil

Lied und Erster Weltkrieg | Soldatenlieder | 1915


Die Dämmerung fällt wir sind müde vom Traben

Die Dämmerung fällt wir sind müde vom Traben, Die Straßen sie haben der Steine gar viel laßt sie für heute allein Es ist uns bestimmt mit brennenden Füßen die Unrast zu büßen die tags uns ergriff bald Kameraden ist Ruh Wer weiß, wo der Wind uns morgen schon hinweht wo keiner mehr mitgeht der Bruder uns ist bald sind wir

Abendlieder | Bündische Jugend | 1933


Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm

Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm, Der Regen durchrauschte die Straßen. Und durch die Glocken und durch den Sturm, Gellte des Urhorns blasen. Das Büffelhorn, das so lang geruht, Veit Stoßperg nahm´s aus der Lade. Das alte Horn, es brüllte nach Blut Und wimmerte: “Gott genade!” Ja, gnade dir Gott, du Ritterschaft! Der Bauer stund auf im Lande, Und tausendjährige Bauernkraft

Bündische Jugend | Politische Lieder | 1923


Die Oberbrücker haben eine saubere Zunft

Die Oberbrücker haben eine saubere Zunft harum ditscharum dischrum schrum schrum am Bruchweg halten sie Zusammenkunft harum ditscharum schrum schrum Eschenskier, Birkenskier, schrum schrum schrum Bambusstöcke, Haselstöcke, schrum, schrum, schrum Bei Tag und bei der Nacht durch Pulverschnee und Harscht mit den Latten, mit den glatten mit den schrum schrum schrum Die Oberbrücker nehmen keinen Zunftgenossen an der nicht zwanzig

Ski-Lieder | 1932


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