Die Lieder zu: Kolonialismus (1)

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Am Waterberg am Waterberg

Am Waterberg am Waterberg im heissen Sonnenbrand liegt eine deutsche Heldenschaar zur Rast im Wüstensand in treuer Wacht die Posten stehn sie halten scharf “Lug aus!” dass nicht der Feind bricht ungesehn vom Dorn´nbusch wild heraus von durst´gen Lippen schmachtend haucht es in die Fern hinein Lieb Vaterland, lieb Heimatland sollst mir gegrüsset sein Da plötzlich, horch! Alarm erklingt es

Soldatenlieder | 1904


De kölsche Kappesboore (Kongo-Polka)

De kölsche Kappesboore die han kein Arbeit mih zick durch die neu Stadtmoore ehr Gähde sin futtüh Der Chress, et Nies un and’re die trecke fott vun Huus: Noh Afrika se wand’re met ihrem Brassel us. Dat Port´monee voll Füß su rofe se: Adjüss! Heut sehn wir uns zum allerletztenmal jetzt geht’s nach Afrika, jetzt gehts nach Afrika heut seh’n

Auswandererlieder | Mundart, Niederdeutsch und Dialekte | Schuster | 1885


Die armen Heiden jammern mich

Die armen Heiden jammern mich denn groß ist ihre Not ach lieber Gott erbarme mich sie sind in Sünden tot Sie beten stumme Götzen an sie knien vor Holz und Stein und wissen nicht in ihrem Wahn daß du bist Gott allein Text: Gustav Knak (1849) Musik: Johann Friedrich Reichardt (1752-1869) in Großheppacher Liederbuch (1947)

Geistliche Lieder | 1849


Ein Mann der sich Kolumbus nannt

Ein Mann, der sich Kolumbus nannt, Widewidewitt bum bum. War in der Schiffahrt wohlbekannt, Widewidewitt bum bum. Es drückten ihn die Sorgen schwer, Er suchte neues Land und Meer. Gloria, Viktoria, widewidewitt juchheirassa. Gloria, Viktoria, widewidewitt bum bum. Als er den Morgenkaffee trank, Da sprang er fröhlich von der Bank Denn schnell kam mit der ersten Tram Der span’sche König bei

Bündische Jugend | Scherzlieder | 1936


Ein Negerknab in Kamerun

Ein Negerknab in Kamerun wußt nichts von Sport und Spiel trank täglich sich in Palmwein duhn bis er vom Stengel fiel Er ehrt auch nicht den Missionar der treulich seiner Pflicht ihm Tugend predigte fürwahr er schnitt ihm ein Gesicht Den Assessor aus Altona der in dem Land regiert dem stahl er seinen Panama ganz dreist und ungeniert Da sprach

Fussball-Lieder | 2009


Herr Schultz ein Mann aus Spree-Athen

Herr Schultz´, ein Mann aus Spree-Athen Wollt jüngst sich auch die Welt ansehn Auf! ruft er. Auf nach Kamerun, Dort will ich unter Palmen ruhn! Der Schwiegermutter paßt es nicht Sie machte ein sehr schief Gesicht jedoch Frau Schultze sprach: Nanu Wir haben ja det Jeld dazu So kamen Schultzes denn per Bahn Zu Hamburg in der Frühe an Der

Moritaten | 1900


I bin Soldat und han an Bart

I bin Soldat, vallera und han an Bart, vallera und han an Säbel und a G´wehr was werd mei Muadder sage wenn i aus´n Feldzug heimkomme dua und dua an Bart heimtrage “Hab isch du denn mei Jeggerli mei Bua?” “Ha, ja, i bin dei Bua i bin dei Jeggerli, dei Bua und han an Bart dazua” I bin Soldat,

Soldatenlieder | 1915


Ich weiß einen Lindenbaum stehen (Auf Feldwache)

Ich weiß einen Lindenbaum stehen In einem tiefen Tal Den möchte ich wohl sehen Nur noch ein einziges Mal Ich weiß zwei blaue Augen Und einen Mund so frisch und rot O grüner Klee, o weißer Schnee O schöner Soldatentod Zu Hause auf den Feldern Da liegt der Schnee so weiß Zu Hause in den Wäldern Da hängt das blanke

Liebeskummer | Soldatenlieder | 1911


In Chinesien

In Chinesien, in Chinesien lebte einst ein holdes Wesjen, und in dieses war verliabet so ein Großmogul aus Tiabet. Refrain: Quum quai qualli-muni-täiti-muni-nassi, quum quai quia quum quai qua; quum quai qualli-muni-täiti-muni-nassi, quum quai quia quum quai qua, nikodemo tschamma, tschamma ching quai qua, nikodemo tschamma, tschamma ching quai qua. Ching-chang, ching-chang putzkallewitz Killi-jankang, killi-killi-jankang-kau; ching-chang, ching-chang putzkallewitz killi-jankang, killi-killi-jau;

Moritaten | Scherzlieder | 1934


In Chinesien in Chinesien (Der große Fürst von Tiabet)

In Chinesien, in Chinesien lebte einst ein holdes Wesien und in dieses war verliabet einst der große Fürst von Tiabet Dieses war ein großer Fürschte Menschen fraß er wie die Würschte und sie ward seine Frau schlug er sie ganz braun und blau Und als ein Sohn ihm ward geboren schnitt er ab ihm beide Ohren fraß ihn auf mit

Moritaten | Scherzlieder | 1900


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