Ballspiele

Zu diesem einfach deutschen Spiele dient ein großer Gummiball oder eine mit Luft gefüllte Rinderblase. Die Spieler, welche sich mit den Händen anfassen, bilden einen Kreis. Einer steht als Balltreiber in der Mitte. Dieser stößt, während er die Hände auf dem Rücken hält, mit dem Fuße den Ball und sucht ihn zwischen den Beinen der ... Weiterlesen ... ...


Bällchen läuft nun fort von mir Bällchen komm zurück zu mir immer läuft´s mit leichtem Sinn wie ein Hündchen her und hin Text: ohne Angabe – Musik: auf die Melodie von Ward ein Blümlein mir geschenket – in Lieder- und Bewegungsspiele (1922) ...


Im Mittelalter erschien das Ballspiel auch für Erwachsene so unentbehrlich, daß man in den Städten besondere Ballhäuser errichtete, in denen man bei ungünstiger Witterung sich diesem Vergnügen hingeben konnte. In Universitätsstädten wurden die Ballhäuser namentlich von Studenten fleissig besucht. Fischart schildert in seinem Gargantua diese Gebäude als gewaltige Bauwerke ohne Stockwerke und Zimmer. Sie waren ... Weiterlesen ... ...


Ein anderes Ballspiel, das der gelehrte Italiener Äeneas Sylvius (später Papst ) bei der Kirchenversammlung 1438 in Basel sah, schildert er so: „Auf den grünen Rasenplätzen der Stadt, besetzt mit Eichen und Ulmen von reichem Schatten, tummelt sich die Schwar der Jünglinge zur Erholung und Spiel. Hier üben sie Wettlauf, Kampfspiel und Pfeilschießen. Einige zeigen ... Weiterlesen ... ...


Über ein Ballspiel, wie es zu Konstanz zur Zeit des Konzils (1414-1418) getrieben ward, berichtet der Italiener Poggio in einem an seinen Landsmann Nicoli gerichteten Briefe: „Sie spielen nicht wie bei uns, sondern Mann und Frau wirft sich, je nachdem man sich am liebsten hat, einen Ball voll Schellen zu. Alles rennt dann, ihn zu ... Weiterlesen ... ...


Die Minne spielte beim Ballwerfen in der Ritterzeit und noch später eine ansehnliche Rolle und erhöhte den Zauber des Ballspiels. Statt vieler Belege nur einige aus dem 1314 entstandenen Gedicht „Wilhelm von Österreich“: Aglien dem Kinde was groze huot gesetzet mit jamer in irs herzen sal jedoch so man uf warf den bal und er ... Weiterlesen ... ...


Im Mittelalter und Altertum war das Ballspiel mit Tanz verbunden, wie nachstehendes Liedchen aus dem 13. Jahrhundert andeutet. Daher kommt´s, daß man noch jetzt Tanzvergnügen gern „Ball“ nennt: Tanzen, reien, springen wir mit frovde und ouch mit schalle daz zimet gouten chinden wol nu schimphen (scherzen)  mit dem balle (nach Carmina Burana 182) — in ... Weiterlesen ... ...


Jeder Mitspieler wählt sich einen Baum als Standmal. Einer war übrig, der keinen Baum hat. Er steht in der Mitte und hat die Aufgabe, den Ball wie beim Fußball fortzustoßen und möglichst einen besetzten Baum zu treffen. Der bedrohte läßt den Ball aber nicht so weit herankommen, daß er den Baum berührt, sondern stößt ihn ... Weiterlesen ... ...


Das Bällchen das will wandern von einem Kind zum andern und wünschen einen guten Tag guten Tag, guten Tag Immerfort kehrst du Bällchen wieder sing ich meine frohen Lieder Innig freut das Bällchen sich inniglich erfreut es mich Text: Friedrich Fröbel – Musik: R. Kohl – in Lieder- und Bewegungsspiele (1922) ...


An diesem Spiele können 6 – 20 Knaben teilnehmen, die sich in zwei Parteien teilen: die Schlag- und die Fangpartei; die zu ersten gehören heißen Herren, die der letzteren Diener. Außer dem Schlag- und Laufmale, welche oft 20 – 30 Meter voneinander entfernt sind, gibt´s bei diesem Spiele noch ein drittes Mal, das etwa 6 ... Weiterlesen ... ...


Es spielen die Kinder so gern mit dem Ball so lustig, so fröhlich so artig sind all Kommt, Bällchen , zum Kinde kommt laßt euch besehn ihr seid ja so niedlich so rund und so schön Text: A. Köhler – Musik: auf die Melodie „Kommt ein Vogel geflogen“ in Lieder- und Bewegungsspiele (1922) ...


Hoch hinauf Hoch hinauf schwinget sich mein Bällchen auf und geschwind fängt das Kind es sich wieder auf Bällchen du gefällst mir sehr kommst stets wieder zu mir her bleib nur hier, still bei mir ja das rat ich dir Text: anonym ? Musik: auf die Melodie von Hänschen klein – in Lieder- und Bewegungsspiele (1922) ...


Jetzt kommt das Bällchen zu dir jetzt kommt es wieder zu mir zu dir zu zu dir zu mir Es wechselt den Ort in einem fort auf unser Wort Text: Friedrich Fröbel – Musik: R. Kohl – in Lieder- und Bewegungsspiele (1922) ...


Kommt Bällchen zum Kinde kommt laßt euch besehn ihr seid ja so niedlich so rund und so schön Text: A. Köhler – Musik: auf die Melodie Der Winter ist kommen – in Lieder- und Bewegungsspiele (1922) ...


Spiel ähnlich wie Mützenball , aber: Je der zehnte aus einer Schar wird so lange ausgestoßen, bis der von dem letzten ausgezählten Paar zuletzt Übrigbleibende der König wird. Dieser nimmt den Ball aus der Grube in der Mitte des Spielkreises und spricht zielend: So nimmt er, so nimmt ihn der König so trifft er, so trifft ... Weiterlesen ... ...


Eine größere Gesellschaft von unbestimmter Zahl stellt sich auf einem ebenen, freien Platze in einem Kreise auf. Die Spieler verteilen sich in der Umfangslinie des Kreises in möglichst gleiche Entfernungen. Jeder bezeichnet seinen Standpunkt durch einen Stein und das Spiel, das ein beständiger Kampf aller gegen alle ist, beginnt. Einer wirft den Ball irgend einem ... Weiterlesen ... ...


Lieber Nachbar paß hübsch auf sieh mein Bällchen kommt im Lauf kommt von mir jetzt hin zu dir bringt nen schönen Gruß von mir Text: Verfasser unbekannt ? Musik: auf die Melodie von Ward ein Blümlein mir geschenket – in Lieder- und Bewegungsspiele (1922) ...


Nach der Zahl der Mitspieler werden Löcher in die Erde gegraben, aber nicht im Kreise herum wie beim Morenjagen , sondern in gerader reihe. Jeder wirft nun der Reihenfolge nach den Ball auf die Erde hin. Wem dabei der Ball in seine eigene Grube geschlagen werden kann, der muß ihn seinem eiligst entfliehendem Nebenmanne (Nachbarn) ... Weiterlesen ... ...


Dieses Kinderspiel aus Schwaben ist die einfachste Form vom Sauball, daran ja auch der Name „Mockel“ (die Sau) erinnert. Ein im Kreise stehender sucht mit seinem Stabe den Möckel oder Nickel (sei es ein Ball , ein Fußpunt , Stein, etc…) in eins der auf dem Umfange des Kreises gelegenen und von den Gespielen bewachten ... Weiterlesen ... ...


Alle Mitspielenden legen ihre Mützen (Mädchen ihre Taschentücher) in eine Reihe auf die Erde. Einer, der vorher durch das Los dazu bestimmt wurde, legt seine Mütze an die erste Stelle, tritt dann vor das unterste Ende der Mützenreihe und wirft aus einiger Entfernung den Ball in eine beliebige Mütze. Der Eigentümer muß den Ball aufnehmen, ... Weiterlesen ... ...


Paß nur auf Paß nur auf fange mir mein Bällchen auf sieh, es flieget hin und her immer kreuz und immer quer Bald fliegt´s dort und bald fliegt´s hier hier zu mir und hin zu dir her – hin – her – hin – her – hin Text: Verfasser unbekannt – Musik: auf die Melodie ... Weiterlesen ... ...


Auf einen Stein in der Mitte des Spielplatzes oder auf einen in die Erde geschlagenen Pfahl wird das Prellholz gelegt: das ist ein fußlanges, flaches und breites Holzstück, das eine kleine Vertiefung hat, in welche man den Ball legt. Die Spielenden stehen im Halbkreise umher. Einer tritt als Schläger in die Mitte und tut mit ... Weiterlesen ... ...


Die Knaben je nach gleicher Größe teilen sich in Paare. Welchen von zweien der Reiter werden soll, entscheidet das Losen, was entweder durch Auszählspruch oder durch Aufwerfen eines Geldstückes oder Messers geschieht. Die Reiter auf ihren Pferden bilden einen Kreis und werfen sich den Ball zu. Dieser muß geschickt und sorgfältig aufgefangen werden, weil davon ... Weiterlesen ... ...


Auf einem ebenen Platze graben die Mitspielenden mit ihren Schlägstöcken soviel Grübchen im Kreise, als Kameraden sind, dazu in der Mitte des Spielkreises noch eine Hauptgrube, welche der Morenkessen heißt. Darin liegt ein Holzklötzchen oder der Spielball, genannt More (= Sau) , auch Bockerlis und Tugge. Die Spieler halten das Ende ihrer Stöcke in die ... Weiterlesen ... ...


Dieses mittelalterliche Spiel war vermutlich ein dem „Studum“ oder „Morenjagen“ ähnliches Stoßballspiel oder , wie Rochholz (386) glaubt, ganz das selbe Spiel , nur mit anderem Namen. — Ulrich von Lichtenstein erwähnt in seinem “ Frauendienst “ (26,16) den „Ball Schaggun „. Ebenso nennt ihn das Buch der Rügen ( Haupt ´s Zeitschrift 2, 59) ... Weiterlesen ... ...


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