Kinderspiele: Ringel Rangel Rosen

Ringel Rangel Rosen: Alte Kinderspiele

Böhme nennt in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel diese Art auch „Kinderreigen mit Niederfallen“ oder „Kinderreigen mit Niederkauern“. Weiter führt er aus: „Alle die vorgeführten Ringelreigen werden von Altertumsforschern (Müllenhoff , Mannhardt etc) für Überreste alter Opfertänze gehalten. Daraus erklärt sich wohl das Niederbeugen oder Niederfallen im Kinderreigen, das vormals bei gewissen Zeremonien der Götteranrufung, ähnlich wie das Knien beim Gebet, stattgefunden haben mag.“


Anne Marie fall auf die Knie

Anne Marie fall auf die Knie steh wieder auf mach einen Lauf Wasche die Hände trockne sie ab Steck sie in die Seite Ringel-Rangel-Reite in: Macht auf das Tor (1905)


Eierkranz Eierkranz

Eierkranz Eierkranz was gilt die Schanz Drei Batzen Das Göckelchen liegt auf der Mauer es schlägt zwölf Auer (Uhr) Hähne krähen Hühner legen Kikeriki aus Oberdiebach bei Bacharach am Rhein , 1896 in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897)


Kling Kling Glöckchen wir treten auf die Kette

Kling Kling Glöckchen Wir treten auf die Kette daß die Kette klingt Wer ist das schöne Mädchen das so schöne singt So klar wie ein Haar hat gelebet sieben Jahr sieben Jahr sind um Die Schöne hat sich umgedreht hat einen schönen Kranz beschert Ringel Ringel Rosenkranz morgen gehn wir auf den Tanz Ausführung: Die Kinder (Mädchen) bilden mit gefaßten


Reihe Reihe Rose

Reihe Reihe Rose Büewe trage Hose Maidle trage Kranzele tiri tiri tanzele mündlich aus Dammkirch und Banzenheim (Ober- Elsaß ) in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897)


Reihe Reihe Rose

Reihe Reihe Rose d´Kiechle sin geblose un wenn mei Müeter ken Kiechle bacht so mach i de Bündel un sa guet Nacht Schlepperle Schlepperle Hupsasa aus dem Unter – Elsaß , 1895 – bei den Schlußsilben sitzen alle nieder , vergleiche den ähnlichen Text in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897)


Rengala Rengale Raia

Rengala Rengale Raia Katzla uf der Straie Misla auf´m Holderbusch schreia alle husch husch husch mündlich aus Bitschweiler-Thann (Ober-Elsaß) , nach Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1895)


Ringel Ringel Dorne (Berlin, 1895)

Ringel Ringel Dorne Wer sitzt in diesem Korne Da sitzt ne schöne Jungfrau drin die kann man nicht zu sehen krieg´n Das Tor ist geschlossen Der Schlüssel ist zerbrochen Schöne Jungfrau komm heraus und such dir einen andern aus aus Berlin , bei Mannhardt , 494 – Ebenso in Treblin und Joachimsthal – in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897)


Ringel Ringel Reihe (1796)

Ringel Ringel Reihe sind der Kinder dreie sitzen auf dem Holderbusch schreien alle: Musch Musch musch Es sitzt ne Frau im Gartenhaus mit sieben kleinen Kinderlein Was essens gern? Fischelein Was trinkens gern? Rothen Wein Setzt euch nieder in: Gräter , Bragur III. 245 (1796) , Grimm , Kindermärchen (1819) II s. 15 , Simrock 827


Ringel Ringel Reihe (1804)

Ringel Ringel Reihe sind der Kinder dreie sitzen auf dem Holderbusch schreien alle: Musch Musch musch Es sitzt eine Frau im Ringelein mit sieben kleinen Kindelein Was essen´s gern? Fischelein Was trinken´s gern? Roten Wein Sitzt nieder! Sitzt nieder! Ausführung: Die Kinder bilden mit gefaßten Händen einen Kreis und gehend (singend) im Kreisnachstellgange. In der Mitte hockt eine Gruppe: 1


Ringel Ringel Rose (1885)

Ringel Ringel Rose Butter in der Dose Schmalz in dem Kasten morgen woll´n mer Fasten übermorgen Lämmchen schlachten das soll sagen: Mäh Am Schluß des Reigens setzen sich die Kinder. Variation von „Ringel Rangel Rose“: Aus Westfalen , 1885 (durch E. Wolfram ). Ähnliche Texte mündlich aus Siegen , aus Schleswig und gedruckt bei Zimmer Nr. 1, in Deutsches Kinderlied und


Kinderspiel: Ringel Rangel Rosen

Böhme nennt in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel diese Art auch „Kinderreigen mit Niederfallen“ oder „Kinderreigen mit Niederkauern“. Weiter führt er aus: „Alle die vorgeführten Ringelreigen werden von Altertumsforschern (Müllenhoff , Mannhardt etc) für Überreste alter Opfertänze gehalten. Daraus erklärt sich wohl das Niederbeugen oder Niederfallen im Kinderreigen, das vormals bei gewissen Zeremonien der Götteranrufung, ähnlich wie das Knien beim Gebet, stattgefunden haben mag.“

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