Fingerspiele

Fingerspiele – Spiele mit den Finger und Händen für und mit Kleinkindern: „Der Glaube der alten Deutschen, jeder Finger sei einer besondern Gottheit heilig, spricht sich noch in später Christenzeit aus, so in einem „Auszug Kaiserlicher Rechten. Eydts zu gebrauchen“ von 1643: „Bei dem ersten, das ist der Daumen, ist zuo verstehen Got der Vatter, beim andern Got der Sohn, bei dem triten der hl. Geist. Die andern zwei leisten Finger in der Handt zeigent vnder sich. Der ein bedeut die köstliche Sell, das sie geboren ist vnder der Mänschheit, vnd der fünffte, Kleinfinger, bedütet den Leib, als der ist der kleiner zuo schetzen gegen der Sell“. (Eskuche / Lewalter: Kasseler Kinderliedchen, 1891)

Ein Fingerspiel, um das Kind zu Lachen zu bringen. Man läßt den gespreizten Finger erst ihm vor dem Gesicht herumstreifen und kitzelt es dann damit: Brumm brumm lache nich wies mi dien Täne nich laat se nich seen! oder Kiek unnern Himmel un lache nich! Kügele Kügele unterm Dach Wer schwätzt oder lacht wer die ... Weiterlesen ... ...


Da hast ´nen Taler geh auf den Markt Kauf dir ´ne Kuh Kälbchen dazu das Kälbchen hat ein Schwänzchen Dideldideldänzchen Mündlich aus Sachsen – bei Simrock (1848, Nr. 11) Die Mutter berührt die offene Hand des Kindes, als ob sie ihm Geld hineinzähle, beim letzten Wort aber kitzelt sie die Handfläche. auch in Macht auf ... Weiterlesen ... ...


Da kommt´s Mäusel kriecht (fährt) in´s Häusel kribbe krabbele bei Schleicher 94, bei Dunger 21 , Stöber 55, Fiedler 23 ...


Das ist der Daumen der schüttelt die Pflaumen der liest sie auf der trägt sie nach Haus und der kleine Schelm ißt sie alle, alle auf In ganz Deutschland verbreitet , mündlich aus Thüringen, aber auch bei E. Meier 34, Fiedler Nr. 28, Simrock 25, Englisch bei Halliwell Nr. 146, Schottisch bei Chambres 46 , Dunger 25 ... Weiterlesen ... ...


Das ist die Mutter lieb und gut das ist der Vater mit frohem Mut das ist der Bruder schlank und groß das ist die Schwester mit dem Püppchen auf dem Schoß das ist das Kindchen klein und zart das ist die Familie von guter Art (die letzten beiden Zeilen auch: „Das ist das Kindlein , ... Weiterlesen ... ...


Der Dümelimng hau e Ferksche gegolden (gekauft) Der Leckjeng hau e dudt gedoh (gestochen) Der Langmann hau et etge Schaaf (Schrank) gelaht (gelegt) der Johann hau de Putese (Würste) gemacht En de schelme Piphans hau alles opgeiße (aufgegessen) bei Simrock 31 — nach Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897) — Fingermärchen nennt Böhme darin diese Art von ... Weiterlesen ... ...


Der ist der Dum, Und der ißt gern Pflum Der sagt: wo nehme? Der sagt: stehle! Und der sagt: wenn i noch so klein wär, Tät i doch kein PfIum stehle! in Kinderlieder aus des Knaben Wunderhorn (1913, Anhang) ...


Der ist in´s Wasser gefallen der hat ihn wieder heraus geholt der hat ihn in´s Bett gelegt der hat ihn zugedeckt und der kleine Schelm da hat ihn wieder aufgeweckt bei Simrock (1848, Nr. 27) — Kasseler Kinderliedchen (1891, Nr. 9) — in: Macht auf das Tor (1905) Die vermutlich älteste schriftliche Aufzeichnung vor 1810 lautet: ... Weiterlesen ... ...


Der Turm, der Turm der wackelt im Sturm die oberste Spitze bricht ab vergleiche “ Die vermauerte Königstochter „ ...


Der war in den Busch gegangen der hat ein Häschen gefangen der hat es heimgebracht der hat es gebraten der dick Buta hat alles gepappt bei Simrock 35 Fingermärchen nennt Böhme viele der Fingerspiele und schreibt dazu: Bei jeder Zeile deutet man auf einen Finger, indem man mit dem Daumen beginnt und von jedem Finger ... Weiterlesen ... ...


Man klemmt die Nase eines anderen Kindes mit dem Zeigefinger und Mittelfinger so, dass es schmerzt und sagt dann: „Eben habe ich deine Nase abgemacht!“ Dann steckt man den Daumen zwischen die beiden Finger (derselben Hand) und zeigt so die abgedrehte Nase. in Frankfurter Kinderleben (1929, Nr. 79) ...


Dümlingsken ga na Bedde Ick hebbe noch nit giäten Ga bi Moders Schiäpken (Schrank) Mein Moder wellt nit hewwen klein Snäppken well et seggen bei Simrock 32 Fingermärchen nennt Böhme viele der Fingerspiele und schreibt dazu: Bei jeder Zeile deutet man auf einen Finger, indem man mit dem Daumen beginnt und von jedem Finger eine ... Weiterlesen ... ...


Bei den folgenden Versen streichelt man die Handinnenfläche des Kindes und kitzelt sie zuletzt (bzw. krabbelt mit den Fingern): Einen Taler in der Hand Kannst dir kaufen Sand und Land Haus und Hof, Pferd und Kuh und ein kleines Füllen dazu bei Simrock (1848, Nr. 15) ...


Es läuft ein Maus die Mauer auf bei Fischart , Gargantua … c. 25 Spiel mit Kleinkindern, wo die Finger wie eine kleine Maus zum Gesicht des Kindes hinauf krabbeln ...


Es saßen zwei Täubchen auf einem Dach das eine flog fort das andere flog nach das erste kam wieder das zweite kam wieder Text und Musik: anonym – Volksweise in Lieder- und Bewegungsspiele (1922) ...


Es sitzen zwei Tauben auf einem Dach die eine flog weg die andre flog weg die eine kam wieder die andre kam wieder da saßen sie alle beide wieder ( Das Erheben und Krümmen der beiden Zeigefinger darzustellen ) in: Macht auf das Tor (1905) ...


Es sprachen einst die Fingerlein wir wollen nicht zu Hause sein heut wollen wir spazieren gehn und uns die schöne Welt besehn Erst gingen sie zum Wiesengrund und pflückten sich manch Blümlein bunt dann stiegen sie den Berg hinan und schauten sich die Gegend an Auf einem Fußweg, steil und schmal marschierten sie hinab ins ... Weiterlesen ... ...


Farken stäken, Wuten maken in den groten Käkel kaken wiek wiek wiek wiek! in Oldenburger Kinderreime 91 Farken steken , Water kaken morgen will wi Wuste maken wiek wiek wiek wiek! Bremer Kinderreime Nr. 32 ...


Fünf Engel haben gesungen Fünf Engel kommen gesprungen Der erste bläst das Feuer an der andre stellt das Pfännel dran der dritte schütt´das Süppchen ´nein der vierte tut brav Zucker drein Der fünfte sagt: ´s angericht Iß, mein Kindchen, brenn dich nicht! bei Simrock , 80 Feuf Engeli händ gsunge Feuf Engeli chömed gsprunge ´s ... Weiterlesen ... ...


Fünf Männlein sind in den Wald gegangen die wollten den Osterhasen fangen Der erste war so dick wie ein Faß Der brummte immer: Wo ist der Has? Wo ist der Has? Der Zweite rief: Da Da Da! ist er ja, ist er ja! Der dritte war der Längste aber auch der Bängste der fing an ... Weiterlesen ... ...


Hast einen Taler, kauf dir was kauf dir ein großes Tintenfaß geh in die Stadt und kauf eine Kuh und ein kleines Kälbchen dazu mündlich aus Sachsen ...


Himmel Bindel Bindelstock wieviel Hörner hat der Bock wieviel Finger stehen? Hinter dem Rücken des Kindes werden einige Finger ausgestreckt, deren Zahl das Kind dann (vergeblich) zu raten versucht Hättest du die drei genommen wärst du glücklich vongekommen bei Lewalter , mündlich aus Kassel um 1911 , Nr. 46 „Das, wenn man will, endlose Rätselliedchen, ... Weiterlesen ... ...


Himpelchen und Pimpelchen die gingen auf einen Berg. Fäuste mit hochgereckten Daumen steigen hoch Himpelchen war ein Heinzelmann Linker Daumen wackelt und Pimpelchen ein Zwerg Rechter Daumen wackelt Sie blieben lange da oben sitzen Daumen abwinkeln und wackelten mit den Zipfelmützen Beide Daumen wackeln Doch nach vierundzwanzig Wochen sind sie in den Berg gekrochen Daumen verschwinden ... Weiterlesen ... ...


ik well en Fiärksken stiäken van sestien Wiäken Dat hiät siewen Schiepel Hawer friäten dat sall segen: Quick, quick, quick! bei Simrock 5 ...


Maus Maus wo ist die Maus Im alten Haus Wo ist das alte Haus? abgebrannt Wo ist der Brand? In dem Bach Wo ist der Bach? Der Ochs hat ihn ausgesoffen Wo ist der Ochs? Im wilden Wald Wo ist der wilde Wald? Die Axt hat ihn abgehauen Wo ist die Axt? In der Schmiede ... Weiterlesen ... ...


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