Kinderreime: Zuchtreime

Zuchtreime: Alte Kinderreime


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Bist bös

Bist bös gah twuschen de Gös Bist got kummst up´n Schot in: Macht auf das Tor (1905)


Bist du bös gah mank des Göös

Bist du bös gah mank des Göös bist du got kumm up min Schoot bei Simrock 68


Bist du böse beiß in die Klöße

Bist du böse beiß in die Klöße Bist du gut beiß in den Zuckerhut “wenn das Kind unartig ist, so sagt man dieses Sprüchlein” – so Lewalter , mündlich aus Kassel um 1911 , Nr. 67  – dort unter ” Zuchtreime “ Ähnlich lautet der Reim, wenn ein Kind dem anderen “böse ist”, nämlich: Ich bin dir böse “Beiß in die Klöße!”


Bist du nicht mein Liebchen

Bist du nicht mein Liebchen schläfts du nicht bei mir Gibst du mir kein Küßchen was tu ich dann mit dir? bei Simrock 75


Das eigensinnige Kind

Es war einmal ein Kind eigensinnig und tat nicht, was seine Mutter haben wollte. Darum hatte der liebe Gott kein Wohlgefallen an ihm und ließ es krank werden, und kein Arzt konnte ihm helfen, und in kurzem lag es auf dem Totenbettchen. Als es nun ins Grab versenkt und die Erde über es hingedeckt war, so kam auf einmal sein


Der Bastian steigt auf einen Ast

Da Wastl staigt af´s Nastl ´s Nastl bricht ao fallt da wastl vom Nastl in Bao Warst nit affigstige Warst nit aobe gfalle Hest main Schwesta gheirat Warst main Schwoaga woarn Hest a kloanes Haisl kriägt daß d´a Goaß kinnst hoaben aus Österreich bei Schottky Wastl = Sebastian Nastl = Nast bzw. Ast Goaß = Ziege


Der Besen und die Rute

Der Besen, der Besen! Was macht man damit? Man kehret die Stuben Die Rute, die Rute! Was macht man damit? Man klopfet die Buben. Warum nicht die Mädchen? Das wär eine Schand´ Die folgen schon von selber und spinnen Gewand (Warum nicht die Mädchen ne Schand wäre das Die folgen schon selber die Mädchen, die Mädchen) Text: anonym , Volkslied


Der du mit Wohlgefallen (An den lieben Gott)

Der du mit Wohlgefallen Die guten Kinder siehst, Und auch ihr armes Lallen, Ihr Stammeln nicht vergißt: Vernimm mich kleinen Knaben! Ich möchte gern von dir Ein recht gut Herz noch haben; Gib, lieber Gott, es mir! Ich habs noch nicht; gewisslich! Ich mache ja so oft Papa, Mama verdriesslich, Und weine noch so oft. Jetzt möcht’ ich auch wol


Der Müller tut mahlen

Der Müller tut mahlen das Rädle geht ´rum mein Kind ist erzürnet weiß selbst nit warum in Des Knaben Wunderhorn Anh. 96 , bei Simrock 74 , Nach Liederfibel 13, es ist der Anfang aus K. Blumauers “Veilchen” , Macht auf das Tor (1905) auch: De Müller wott mahle sis Redli gaht herum Mis Chindli is hässig und weiß nüd


Der Müller will mahlen

Der Müller will mahlen das Rädchen geht rum mein Kind ist verzürnet weiß selbst nicht warum “wird gesagt, wenn das Kind schlechter Laune ist” – so Lewalter , mündlich aus Kassel um 1911 , Nr. 66  – dort unter ” Zuchtreime ” – vorher schon in Der Kinder Lustfeld (1827)



Kinderreim: Zuchtreime

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