Kinderreime: Erste Schritte

Erste Schritte: Alte Kinderreime


mp3 anhören CD buch

Beschlag Beschlag´s Rößle

Beschlag Beschlag´s Rößle zu Ulm steht ein Schlößle steht eine Schmiede nah dabei Schmiedle, beschlag mir´s Rößle glei Han ich Nägel zu tief rein g´schlage muß ich wieder rausser grabe aus Des Knaben Wunderhorn III. 415 laut Böhme : Beim Anziehen der ersten Schuhe: Beim Schuhanziehen wird  auf die Fußsohle des Kindes geklopft, um das Pferdebeschlagen nachzuahmen, und davon erzählt


Eins zwei drei vier fünf sechs sieben (Schuster)

Eins zwei drei vier fünf sechs sieben wo bist du so lang geblieben bei dem Schuster Tick Tick Tick der hat mir mein Schuh geflickt in: Macht auf das Tor (1905)


Gickes Gackes Eiermus Gänse laufen barfuß

Gänse laufen barfuß Gickes Gackes Eiermus Gänse laufen barfuß hinterm Ofen steht se vor den Ofen geht se hat sie Schuh, sie legt sie an hat sie keine, so kauft sie ein Paar in ” Des Knaben Wunderhorn “, III, 446, Simrock 803 in: Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1895)


Hänschen von Bach

Hänschen von Bach hat lauter gute Sach hat Schuhchen und Strümpfchen verkauft nun muß das Hänschen barfuß laufen Hierbei läßt man das Kind, nachdem ihm Schuhe und Strümpfe ausgezogen sind, auf dem Schoß tanzen bei Lewalter , mündlich aus Kassel 1911, Nr. 38


Johann spann an

Johann spann an die Katze voran den Kater vorauf den Blocksberg hinauf steig auf das Bergle fall aber nicht ´rab! O du herzliebes Zwergle brich´s Füßle nit ab! aus Volksmund , Liederfibel 8 – laut Böhme : Beim Anziehen der ersten Schuhe: Beim Schuhanziehen wird  auf die Fußsohle des Kindes geklopft, um das Pferdebeschlagen nachzuahmen, und davon werzählt man dem


Schuster bist du drinne

Schuster bist du drinne komm fein geschwind heraus mach mir ein paar Schuh und nimm dir das Maaß mach hübsche Schüchelein näh mir sie fein stepp sie mir fein sie sollen mei´m klein Töchterlein sein Knapp, knapp, knapp, knapp aus : Bergliederbüchlein von 1730 , 174 nach Böhme ” Deutsches Kinderlied und Kinderspiel ” von 1895, Böhme schreibt dazu “Beim


Schusterbu Flick mir die Schuh

Schusterbu Flick mir die Schuh Gib mir´s Leder auch dazu Es ist kein Gerber in der Stadt Der ein solches Leder hat Ein lustiger Bu Braucht oft ein paar Schuh Ein trauriger Narr Hat lang an eim Paar. in Des Knaben Wunderhorn III, 1808 – nur der erste Teil in:  Macht auf das Tor (1905)


Steig auf das Bergle (Spaziergang)

Steig auf das Bergle Fall aber nit herab O herzig liebs Schätzle Brichs Füßle nit ab! In Des Knaben Wunderhorn (1808, III) “Beim Spaziergang”


Trommel auf dem Bauch

Trommel auf dem Bauch hast ein schweren Ranzen Kannst du erst auf Stelzen gehn so kannst du auch bald tanzen in Des Knaben Wunderhorn III 1808 Anh. 74 Trommel up den Buuk Smulputt will dansen ga nig krumm, ga nig scheef Ook up den Lansen smullen, schmudeln = besudeln , also Smulputt = Schmutzfinke Lansen = Stelzen , also: kann


Wollt´ein Schmied ein Pferd beschlagen

Wollt´ein Schmied ein Pferd beschlagen wie viel Nägel muß er haben Drei, sechs, neun Jung´hol Wein! Knecht, schenk ein! Herr, trink aus! Du bist draus nach Simrock 788 , in: Macht auf das Tor (1905)



Eschenburg

Der Literaturhistoriker, Hochschullehrer und Dichter Johann Joachim Eschenburg wurde am 7. Dezember 1743 in Hamburg geboren. Er starb am  29. Februar 1820 in Braunschweig. “Weniger durch die Erzeugnisse eigenen Schaffens, sondern als Ordner und Sammler, wie sich die deutsche Literatur deren Weniger zu rühmen, hat E. sich um die Wissenschaft die anerkennenswertesten Verdienste geschaffen. Seine Lehrbücher, unter denen das „Handbuch der

Johann Philipp Becker

Johann Philipp Becker wurde am 20. März 1809 in Frankenthal geboren und starb am 9. Dezember 1886 in Genf. Er kämpfte als Revolutionär in der badischen Revolution 1849 und war einer der maßgeblichen Organisatoren der badischen Volkswehr. Später wurde er Schweizer Sozialdemokrat und führendes Mitglied der I. Internationale sowie Redakteur deren Schweizer Presseorgans. Seit den 1860er Jahren verband ihn eine enge Freundschaft mit Karl

Robert Götz

Der Komponist Robert Götz  wurde 1892 in Struthof bei Betzdorf (Sieg) geboren und starb am 15.2.1978 in Dortmund. Von ihm stammt unter anderem „Aus grauer Städte Mauern“ , die Hymne des Wandervogel , das er kurz nach dem ersten Weltkrieg und der Novemberrevolution 1918 im Alter von etwa 28 Jahren auf einen Text von Hans Riedel geschrieben hatte.  Weitere Kompositionen von ihm sind “Gebt Raum, ihr Völker,

Kinderreim: Erste Schritte

Noch mehr Kinderreime:

Abzählreime - Anziehen - Arbeiten - Bibel - Deutschnationale Propaganda - Ehe und Familie - Frau verloren - Erste Schritte - Geld und Markt - Geschwister - Gewalt - Kämmen Baden Waschen - Kettenreime - Kind und Wiege - Kindergebete - Kirche - Kitzeln - Klein und Gross - Kneipe - Kniereiter - Krankheit - Krieg und Soldaten - Küche, Essen, Trinken - Backe Backe Kuchen - Liebe - Lügenmärchen - Mädchen und Buben - Mehr Kinderreime - Musik - Nikolaus-Lieder - Pflanzen - Poesiealben - Rätsel - Reisen - Sauerkrautlatein - Schule und Lehrer - Schulfibel - Sprichworte - Tiere - Reime über Tiere - Tod und Bahre - Trostreime - Heile Heile Segen - Vornamen - Wind und Regen - Zuchtreime - Schwarze Pädagogik - Zungenbrecher -