Schwarze Pädagogik

Schwarze Pädagogik und Zuchtreime: Das „böse“ Kind, das nicht gehorchen will, drastische Texte, Lieder, Reime, Märchen und Sagen

Bist bös gah twuschen de Gös Bist got kummst up´n Schot in: Macht auf das Tor (1905) ...


Bist du bös gah mank des Göös bist du got kumm up min Schoot bei Simrock 68 ...


Bist du nicht mein Liebchen schläfts du nicht bei mir Gibst du mir kein Küßchen was tu ich dann mit dir? bei Simrock 75 ...


Es war einmal ein Kind eigensinnig und tat nicht, was seine Mutter haben wollte. Darum hatte der liebe Gott kein Wohlgefallen an ihm und ließ es krank werden, und kein Arzt konnte ihm helfen, und in kurzem lag es auf dem Totenbettchen. Als es nun ins Grab versenkt und die Erde über es hingedeckt war, ... Weiterlesen ... ...


Der Besen, der Besen! Was macht man damit? Man kehret die Stuben Die Rute, die Rute! Was macht man damit? Man klopfet die Buben. Warum nicht die Mädchen? Das wär eine Schand´ Die folgen schon von selber und spinnen Gewand (Warum nicht die Mädchen ne Schand wäre das Die folgen schon selber die Mädchen, die ... Weiterlesen ... ...


Der Müller will mahlen das Rädchen geht rum mein Kind ist verzürnet weiß selbst nicht warum „wird gesagt, wenn das Kind schlechter Laune ist“ – so Lewalter , mündlich aus Kassel um 1911 , Nr. 66  – dort unter “ Zuchtreime “ – vorher schon in Der Kinder Lustfeld (1827) ...


Am Strand der Saale, besonders in der Nähe von Jena, lebte ein wilder und böser Riese; auf den Bergen hielt er seine Mahlzeit, und auf dem Landgrafenberg heißt noch ein Stück der Löffel, weil er da seinen Löffel fallen ließ. Er war auch gegen seine Mutter gottlos, und wenn sie ihm Vorwürfe über sein wüstes ... Weiterlesen ... ...


Es saß einmal ein Mann mit seiner Frau vor der Hausthür, und sie hatten ein gebraten Huhn vor sich stehen und wollten das zusammen verzehren. Da sah der Mann wie sein alter Vater daher kam, geschwind nahm er das Huhn und versteckte es, weil er ihm nichts davon gönnte. Der Alte kam, that einen Trunk ... Weiterlesen ... ...


In der Kirche des Dorfes Groß-Redensleben, ein Stunde von Seehausen, befindet sich gleich beim Eingange links vor der Thüre an einem steinernen Pfeiler eine hölzerne, schwarz angestrichene Tafel, welche folgende Inschrift hat: Sieh, sieh, Du böses Kind, Was man hier merklich find’t, Eine Hand, die nicht verwes’t, Weil der, deß sie geweßt, War ein ungerathenes ... Weiterlesen ... ...


Ach ein schlimmer Zug der Zeit ist die Unverträglichkeit die nur keift, wenn andere lachen und sich mal gemütlich machen Die des Lebens finstere Seite eifrig sucht mit großer Freude die mit Willen im Verdruß findet einen Hochgenuß Solche Leute sind zu meiden denn ihr Lebenszweck ist Streiten und das Ende gant gewiß führt zu ... Weiterlesen ... ...


Dreilirum Dreilarum Use Trienchen will starven Wi willt er begraven Mit Kringeln und Klaben mit vuller Musik denn sunt wi se quit (auf ein weinerliches Kind ) in Bremer Kinderreime 47 in: Macht auf das Tor (1905) ...


Ei Ei Pupille schweigst du nicht stille dann geb ich dir du Sünderlein die Ruthe vor dem Hinterlein aus Homberg ( Hessen ) durch Dr. Eskuche in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel – 1895 dort unter Wiegenlieder ...


Eia Brumsuse! Wer wohnt in düssem Huse? Der ohl Mann, de mit de Fidel umgeit unn all de  unartigen Kinner schleit bei Simrock 70 und daselbst 208 ...


Eia in Suse de Pracher steit in´n Huse wohl mit siem groten leddern Sack wo he de Kinder ´rinne stak de nich willt ruhig slapen he makt den Sack all´ apen siehe auch: Eia Popeia – Pracher = niederd. Bettler in: Bremer Kinderreime 2 ...


Eia Popeia der Winter is kamen O harr de ohl Mann de lütt Deern man nahmen Se kauk em de Kohl un röer em de Grütt Wat weer dem ohle Mann de lütt Deren nich nütt! bei: Simrock 228 bei Böhme ist dieses Gedicht unter Wiegenlieder eingeordnet, was aus heutiger Sicht verwundert. Ein alter Mann ... Weiterlesen ... ...


Einmal geschenkt wiedergenommen Dreimal in die Hölle gekommen „Hat das Kind einem anderen etwas geschenkt und verlangt es später wieder zurück. sagt man diesen Reim:“ bei Lewalter , mündlich aus Kassel um 1911 , Nr. 57  – dort unter “ Zuchtreime “ auch in Kasseler Kinderliedchen (1891, Nr. 28) ...


Es regelet es schneielet es geht ein kühler Wind da schlafen alle Vögelein und alle arme Kind Es regnet Regentropfen böse Buben muß man klopfen die braven legt man ins Seidenbett die bösen in  die Dornenheck die braven werden in der Kutsche gefahren und die bösen in die Donau getragen Volksmund – Rochholz 302 – ... Weiterlesen ... ...


Es regnet es tropfet die Bueben muß man klopfen die Mädlen in ein seidnes Bett die Bueben in eine Dornenheck´ auch in: Macht auf das Tor (1905) ...


Es war ein fauler Schäfer ein rechter Siebenschläfer den kümmerte kein Schaf Da ist der Wolf gekommen, und hat ihm weggenommen die Schaf und auch den Schlaf Diese kleine Liedchen wird auf die dritte Melodie von Schlaf Kindlein Schlaf gesungen. bei: Der Kinder Lustfeld (1827) —  Simrock 242 , aus “ Macht auf das Tor “  – 1905 ...


Es war einmal ein Kater der brummte täglich sehr. Da sprach zu ihm sein Vater: „Komm, Söhnchen, einmal her!“ # Und als das Söhnchen zu ihm kam der Vater einen Maulkorb nahm Und steckt` ihm Maul und Nas` hinein damit er lerne freundlich sein. Da lief er sehr beschämt umher und brummte gar nicht mehr ... Weiterlesen ... ...


Es war einmal ein kleines Mädchen, das war eigensinnig und vorwitzig, und wenn ihm seine Eltern etwas sagten, so gehorchte es nicht; wie konnte es dem gut gehen? Eines Tages sagte es zu seinen Eltern: „Ich habe so viel von der Frau Trude gehört, ich will einmal zu ihr hingehen: die Leute sagen, es sehe ... Weiterlesen ... ...


Fritz war ein herzensguter Junge Und Lernen war ihm nur ein Spiel Doch auf den Wohlschmack seiner Zunge Hielt leider Fritzchen gar zu viel Ihm that´s im Erd und Himbeersuchen Von allen Jungen keiner nach Und traun! er war um ein Stück Kuchen Geklettert auf das Rathhausdach Mit Diebstahl hätt er sein Gewissen Um alle ... Weiterlesen ... ...


Gott im Himmel es beginnt jetzt ein neuer Tag hilf mir denn daß ich dein Kind heute bleiben mag daß ich niemand tu ein Leid fromm und folgsam sei meine lieben Eltern heut und auch dich erfreu in Großheppacher Liederbuch (1947) ...


Hans hou di nid und stich di nid es isch ke Dokter hie und wenn di housch und wenn di stichsch so sisch´s mit dir vorby in: Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1895) ...


Hans war im Kinderrocke schon Ein ungezogner Knabe Keck sprach er allen Menschen Hohn Das war so seine Gabe Manch Gängelband riß er entzwei zum Herzeleid der Zofe Entwischte dann und war er frei so schwärmt er wild im Hofe Mit seiner Kraft wuchs auch sein Mut Sein Ungestüm sein Toben Kein Nachbar war dem Buen ... Weiterlesen ... ...


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