Bremer Stadtmusikanten

Kinderreime: Kind und Wiege

Kind und Wiege: Alte Kinderreime

Reime zu Bett und Wiege, von Kindermädchen und Eltern für die Kinder, auch Reime der Kinder

Karl Simrock in “Das deutsche Kinderbuch”:
“Nach den ersten drei Monaten die man das dumme Vierteljahr nennt, beginnt man mit den Kindern zu spielen, um sie zu unterhalten, Das erste ist, daß man sie fragt: Wie groß ist das Kind?, worauf sie ihre Größe mit ausgestreckten Ärmchen anzuzeigen gelehrt werden. Oder man fragt sie: Wie stehen dem Kindchen die Sinne?, worauf sie die Händchen fortbewegen müssen, daß man die Antwort, die Sinne stehen ihm kraus bald so bald so errät. Ähnlich ist die Frage: Wo ist das Trutzköpfchen?


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Achti – i des Bett mach di

Achti – i des Bett mach di Rüni – i des Bett schlüni in: Macht auf das Tor (1905)


Als die Braut zur Kirche ging

Als die Braut zur Kirche ging war sie bunt geflochten als sie wieder raußer kam hatt´ sie ´ne junge Tochter Reist der Vater nach Engelland holt dem Kind ein Wickelband Als der Vater wiederkam war das Kind gestorben Hab ich dir´s nicht gleich gesagt bleib bei deiner Wiegen nimm den Fuchsschwanz in die Hand und wehr damit die Fliegen “Wenn


Als Gott der Herr geboren war (Ein Wahrheitslied)

Als Gott der Herr geboren war Da war es kalt Was sieht Maria am Wege stehn? Ein Feigenbaum Maria laß du die Feigen noch stehn Wir haben noch dreißig Meilen zu gehn Es wird uns spät. Und als Maria ins Städtlein kam Vor eine Tür Da sprach sie zu dem Bäuerlein Behalt uns hier Wohl um das kleine Kindelein Es


As de Brut to Kark ging

As de Brut to Kark ging do har se nix to don as se wedder rut kam har se´n jungen Sohn Hans reit nach Engelland hal sin Kind´n Windelband Engelland wer verslaten Slotel wer im Loch afbraken aus Holstein , bei Mannhardt 688, bei Böhme unter Wiegenlieder


Biga Baga Habermus

Biga Baga Habermus d´Gäns gehn barfuß Barfuß gehn sie hintrem Ofa stehn sie d´Katz legt Stiefel a springt in den Brunna findt a Kind wie solls heiße Zucker uff die Geiße Wer solls hewe? Schnieder und alte Wewa wer soll´s Windla wasche? alti, alti Lumpatsche aus Oschweier bei Colmar . in: Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1895)


Busch ein, busch ein, mein Kindelein

Busch ein, busch ein, mein Kindelein Schlaf ein, schlaf ein, mein Töchterlein Schlaf ein in guter Ruh Drück die Äuglein zu nach Dunger , Nr. 12


Buschä Kindke buschä Botta is ni tuschä

Buschä Kindke buschä Botta is ni tuschä (zu Hause) Muttä is de Bohne plante Bottä is de Hoppe ranke aus Ostpreußen – Frischbier 11


Butti heie Wiegeli stoß

Butti heie Wiegeli stoß über ds Jahr isch ds Meiteli groß über ds Jahr cha´s sälber loufe und uf em Märit Chirseli choufe uf em Märit Chirseli choufe = auf dem Markt Kirschen kaufen in: Macht auf das Tor (1905)


D´Engele hans Bedd gemacht

D´Engele hans Bedd gemacht d´Federn flieje runder All Dag do schlofe sie z´Nacht do sinn sie munder Wäre sie nidd munder z´Nacht wer hätt denn min Kind bewacht in: Macht auf das Tor (1905)


Da ist es fest

Streichel- und Kosereim, bei dem die entsprechenden Teile des Gesichtes berührt werden: Da ist es fest (Stirn) Da ist es hohl (Augenhöhlen) Da ist es voll (Nase) Da rutscht es in den Stall bei Simrock 20


Elsässische Kinder und Wiegenlieder

Elsässische Kinder und Wiegenlieder , mitgeteilt von Ratgeber im Jahrbuch für Geschichte, Sprache und Literatur in Elsaß-Lothringen I, 1885 S.82. Wieder andere in derselben Zeitschrift 1890 , S. 135-137, mitgeteilt von Eber. Nach andere im jahrbuch des historisch-literarischen Zweigvereins des Vogesenclubs. Diese alle (und noch viel mehr) dienten Böhme für sein Sammelwerk: Deutsches Kinderlied und Kinderspiel von 1895

Schlaf Kindlein Schlaf

In zahlreichen Variationen überliefertes Schlaflied für Kinder.  Bemerkenswert die leider nur als Fragment überlieferte Fassung von 1611, in der die Mutter – und nicht der Vater – die Schafe hütet. Die heute bekannte Melodie steht zuerst bei Johann Friedrich Reichardt: “Lieder für Kinder” aus Campe´s Kinderbibliothek I (Hamburg 1781, mit der Überschrift “Fietchens Wiegenlied, ihrer Puppe vorzusingen”. Der ursprüngliche Text

Lieder für Kinder

In Reichardts ” Lieder für Kinder ” aus Campe´s Kinderbibliothek I ( Hamburg 1781 ) erschien erstmals die heute noch bekannte Version von “Schlaf Kindlein schlaf”. Damals mit der Überschrift “Fietchens Wiegenlied, ihrer Puppe vozusingen”. Der Text von Heinrich Campe , 1799 gedruckt , beginnt “Schlaf, Kindchen, schlaf! Da draußen ist ein Schaf”

Kinderreim: Kind und Wiege

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