Die Lieder zu: Polenlieder (1)

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Der polnische Aufstand 1830 / 31 (Der Polen Mai) gegen den Zaren und der Freiheitskampf des polnischen Volkes für die Wiederherstellung eines unabhängigen polnischen Staates fand in den 30er und 40er Jahren einen gewaltigen Widerhall bei allen fortschrittlichen Kräften in Europa. So auch in Deutschland. Der Aufstand begann am 29. November 1830 (daher auch “Novemberaufstand”) in Warschau. Am 8. September 1831 wurde Warschau von den russischen Truppen erobert. ( Steinitz II 1962)

Polenlieder Favoriten:

Leb wohl du teures Land (Abschied von Polen 1931)
Denkst du daran mein tapferer Lagienka (5)
Fliege weißer Adler fliege
Heute scheid ich morgen wandr ich (Polenabschied 1832)
Polens Sache deutsche Sache
O Freunde klaget doch mit mir (Polen darf nicht untergehn)
Noch ist Polen nicht verloren
Weit entfernt vom teuren Vaterlande (Wir irren hier umher)
Hört deutsche Brüder Polens Klage
Brüder laßt uns gehn zusammen (G, 1917)

Brüder laßt uns gehn zusammen (E, 1848)

Brüder, laßt uns gehn zusammen in des Frühlings Blumenhaine Lasset unsre Herzen flammen auf im innigen Vereine Lieber Mai, holder Mai Winters Herrschaft ist vorbei Einst in solchen Maientagen ward ein Kleinod uns geschenket Muß das Herz nicht höher schlagen wenn es jener Zeit gedenket? Gott verleih, Gott verleih daß uns blühe solch ein Mai Ach, es haben Feindes Mächte längst

Freiheitslieder | 1848


Brüder laßt uns gehn zusammen (G, 1917)

Brüder, laßt uns gehn zusammen in des Frühlings Blumenhaine Lasset unsre Herzen flammen hier im innigen Vereine Lieber Mai, holder Mai Winters Herrschaft ist vorbei Einst in solchen Maientagen ward ein Kleinod uns geschenket Muß das Herz nicht feurig schlagen wenn es jener Zeit gedenket? Gott verleih, Gott verleih daß uns blühe solch ein Mai Ach! es haben Feindes Mächte

Politische Lieder | 1832


Denkst du daran mein tapferer Lagienka

Denkst du daran mein tapferer Lagienka daß ich dereinst in unserm Vaterland an Eurer Spitze, nah bei Dubienka viertausend gegen sechzehntausen stand Denkst du daran, wie ich vom Feind umgeben mit Mühe nur die Freiheit uns gewann ich denke dran, ich danke dir mein Leben doch du Soldat, Soldat, denkst du daran? Denkst du daran wie wir bei Krakau schlugen

Freiheitslieder | 1825


Denkst du daran mein tapferer Lagienka (5)

Denkst du daran, weh, meine Stimme zittert Und hier erblüht der Freude letzter Glanz. Ich sah im Strom der Zeiten schon verwittert den ich geflochten, unsern Lorbeerkranz Geh du mit mir, und sinkt mein Haupt darnieder Empfang ich einst den Tod als Held und Mann Dann schließe mir die müden Augenlieder Und scheidend sprich: Soldat, denkst du daran ? Diese fünfte

Freiheitslieder | 1895


Fliege weißer Adler fliege

Fliege, weißer Adler, fliege auf zum Licht aus Grabesnacht Künde weithin deine Siege und den Ruhm der großen Schlacht! Deine Streiter sind gefallen nicht mehr deine Banner wallen Da du fliegest stolz voran weißer Aar die Siegesbahn Fliege, weißer Adler, fliege stolz mit Ostrolenkas Flug ob dein Wohl auch unterliege, das der Doppelgeier schlug btlutig trieft dein Schneegefieder aber Blut

Freiheitslieder | 1864


Fordere niemand mein Schicksal zu hören

Ford´re niemand mein Schicksal zu hören dem das Leben noch wonnevoll winkt ja, wohl könnte ich Geister beschwören die der Acheron besser verschlingt Aus dem Leben mit Schlachten verkettet aus dem Kampfe mit Lorbeer umlaubt hab ich nichts, hab ich gar nichts gerettet als die Ehr´ und das alternde Haupt Keine Hoffnung ist Wahrheit geworden selbst des Jünglings hochklopfende Brust

Soldatenlieder | 1825


Heute scheid ich morgen wandr ich (Polenabschied 1832)

Heute scheid ich morgen wander ich jeder Brave weint um mich fern in unbekannten Landen fern von allen süßen Banden Vaterland, denk ich an dich An der Weichsel Heimatstrande an den Ufern liegt der Schnee Vaterland, daß ich muß scheiden muß die süße Heimat meiden tief im Herzen tut es weh Hunderttausend Kugeln pfiffen über unsern Häuptern hin Wo ich fall,  legt man

Freiheitslieder | 1859


Hört deutsche Brüder Polens Klage

Hört, deutsche Brüder, Polens Klage! Sie dringt an jedes Mannes fühlend Herz Wem nicht der Polen trauervolle Lage Erpresset ein Gefühl von Scham und Schmerz Den mag ich nimmer Bruder nennen Er kann für Edles nie entbrennen er machet Schand der deutschen Nation Ihm zeige jeder Biedre Spott und Hohn … Und es erscheinet bald ein schöner Mai Wo Deutsche,

Freiheitslieder | 1832


In Warschau schwuren Tausend auf den Knien

In Warschau schwuren Tausend auf den Knien: Kein Schuß im heil´gen Kampfe sei getan Tambour, schlag an! Zum Blachfeld laßt uns ziehen Wir greifen nur mit Bajonetten an! Und ewig kennt das Vaterland und nennt mit stillem Schmerz sein viertes Regiment Und als wir dort bei Praga blutig rangen Hat von uns keiner einen Schuß getan Und als wir dort den

Freiheitslieder | Schuster | 1832


Leb wohl du teures Land (Abschied von Polen 1931)

Leb wohl du teures Land das mich geboren Die Ehre ruft mich wieder fern von hier Und ach! Die süße Hoffnung ist verloren die ich gehegt, zu ruhen einst in dir Nur Übermacht konnt unsern Fall erzwingen Wir wichen nur der überlegnen Zahl Vielleicht mit Gott erhebt noch seine Schwingen der weiße Adler hoch im Sonnenstrahl Viel tausend unsrer tapfren

Auswandererlieder | Freiheitslieder | 1931


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