Die Lieder zu: Polenlieder (1)

Seite 1 von 2

Der polnische Aufstand 1830 / 31 (Der Polen Mai) gegen den Zaren und der Freiheitskampf des polnischen Volkes für die Wiederherstellung eines unabhängigen polnischen Staates fand in den 30er und 40er Jahren einen gewaltigen Widerhall bei allen fortschrittlichen Kräften in Europa. So auch in Deutschland. Der Aufstand begann am 29. November 1830 (daher auch „Novemberaufstand“) in Warschau. Am 8. September 1831 wurde Warschau von den russischen Truppen erobert. ( Steinitz II 1962)

Leb wohl du teures Land (Abschied von Polen 1931)

Leb wohl du teures Land das mich geboren Die Ehre ruft mich wieder fern von hier Und ach! Die süße Hoffnung ist verloren die ich gehegt, zu ruhen einst in dir Nur Übermacht konnt unsern Fall erzwingen Wir wichen nur der überlegnen Zahl Vielleicht mit Gott erhebt noch seine Schwingen der weiße Adler hoch im Sonnenstrahl Viel tausend unsrer tapfren

Auswandererlieder | Freiheitslieder | 2010


Denkst du daran mein tapferer Lagienka (5)

Denkst du daran, weh, meine Stimme zittert Und hier erblüht der Freude letzter Glanz. Ich sah im Strom der Zeiten schon verwittert den ich geflochten, unsern Lorbeerkranz Geh du mit mir, und sinkt mein Haupt darnieder Empfang ich einst den Tod als Held und Mann Dann schließe mir die müden Augenlieder Und scheidend sprich: Soldat, denkst du daran ? Diese fünfte

Freiheitslieder | 2010


Hört deutsche Brüder Polens Klage

Hört, deutsche Brüder, Polens Klage! Sie dringt an jedes Mannes fühlend Herz Wem nicht der Polen trauervolle Lage Erpresset ein Gefühl von Scham und Schmerz Den mag ich nimmer Bruder nennen Er kann für Edles nie entbrennen er machet Schand der deutschen Nation Ihm zeige jeder Biedre Spott und Hohn … Und es erscheinet bald ein schöner Mai Wo Deutsche,

Freiheitslieder | 2010


Fliege weißer Adler fliege

Fliege, weißer Adler, fliege auf zum Licht aus Grabesnacht Künde weithin deine Siege und den Ruhm der großen Schlacht! Deine Streiter sind gefallen nicht mehr deine Banner wallen Da du fliegest stolz voran weißer Aar die Siegesbahn Fliege, weißer Adler, fliege stolz mit Ostrolenkas Flug ob dein Wohl auch unterliege, das der Doppelgeier schlug btlutig trieft dein Schneegefieder aber Blut

Freiheitslieder | 1864


Heute scheid ich morgen wandr ich (Polenabschied 1832)

Heute scheid ich morgen wander ich jeder Brave weint um mich fern in unbekannten Landen fern von allen süßen Banden Vaterland, denk ich an dich An der Weichsel Heimatstrande an den Ufern liegt der Schnee Vaterland, daß ich muß scheiden muß die süße Heimat meiden tief im Herzen tut es weh Hunderttausend Kugeln pfiffen über unsern Häuptern hin Wo ich fall,  legt man

Freiheitslieder | 1859


O Freunde klaget doch mit mir (Polen darf nicht untergehn)

O Freunde klaget doch mit mir — o weh! Seht Polens Schmuck und Polens Zier —o weh! Seht, Warschau wird vom Russenschwert erobert, geplündert und zerstört O weh, o weh, o weh! Die mutige tapfere Polenschar— juhe! Die unermüdet tätig war — juhe! Sie focht wie Löwen in dem Streit und ward gelobet weit und breit Juhe, juhe, juhe! Sie riefen immer

Freiheitslieder | Politische Lieder | 1840


Noch ist Polen nicht verloren

Noch ist Polen nicht verloren in uns lebt sein Glück Was an Obmacht ging verloren bringt das Schwert zurück Skrzynecki führet uns schon entbrennt des Kampfes Hitze Polen macht sich frei von der Tyrannei Zar hat´s blut´ge Schwert gezogen schon fließt Polens Blut Doch sie sind zum Kampf geflogen Sieg und Tod ihr Mut Skrzynecki führet uns schon entbrennt des

Freiheitslieder | 1833


Weit entfernt vom teuren Vaterlande (Wir irren hier umher)

Weit entfernt vom teuren Vaterlande Weit bin ich von dir, o treuster Freund von den Brüdern, die die Sklavenbande aufzulösen sich zum Kampf vereint Mutig zogen wir vereint zum Streite Tapfer hieb für Freiheit unser Schwert Und der Sieg war stets auf unsrer Seite und wir danken Gott, der unser Flehn erhört Dein gedacht ich vor des Kampfes Hitze dein

Freiheitslieder | 1832


Brüder laßt uns gehn zusammen (G, 1917)

Brüder, laßt uns gehn zusammen in des Frühlings Blumenhaine Lasset unsre Herzen flammen hier im innigen Vereine Lieber Mai, holder Mai Winters Herrschaft ist vorbei Einst in solchen Maientagen ward ein Kleinod uns geschenket Muß das Herz nicht feurig schlagen wenn es jener Zeit gedenket? Gott verleih, Gott verleih daß uns blühe solch ein Mai Ach! es haben Feindes Mächte

Politische Lieder | 1832


Schwert kehr zurück in deine Scheide (Lied eines wandernden Polen)

Schwert kehr zurück in deine Scheide fahr wohl! verlornes Vaterhaus muß ziehn im blutbekränzten Kleide ein Bettler in die Welt hinaus Noch eine Hand voll Erde reiche du vaterländ´scher Boden mir Dann wend ich das Gesicht, das bleiche vom Schauer, der nun über dir Hinaus, hinaus in weite Ferne in welches Land mir nicht bewußt. vertrockne, Tau der Augensterne versteinre,

Heimatlieder | Politische Lieder | 1830


Meistgelesen in: Polenlieder