Noch ist Polen nicht verloren

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Noch ist Polen nicht verloren

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Noch ist Polen nicht verloren
in uns lebt sein Glück
Was an Obmacht ging verloren
bringt das Schwert zurück
Skrzynecki führet uns
schon entbrennt des Kampfes Hitze
Polen macht sich frei
von der Tyrannei

Zar hat´s blut´ge Schwert gezogen
schon fließt Polens Blut
Doch sie sind zum Kampf geflogen
Sieg und Tod ihr Mut
Skrzynecki führet uns
schon entbrennt des Kampfes Hitze
Polen macht sich frei
von der Tyrannei

Wo sind die gepriesnen Horden
die der Welt gedräut?
Polens Blut ist heiß geworden
daß es sie nicht scheut
Skrzynecki führet uns
schon entbrennt des Kampfes Hitze
Polen macht sich frei
von der Tyrannei

Weißer Adler, teurer, fliege
deinen Flug voll Ruhm
Dann wird unser Land durch Siege
Freiheits-Heiligtum
Skrzynecki führet uns
schon entbrennt des Kampfes Hitze
Polen macht sich frei
von der Tyrannei

Text: Verfasser unbekannt , Übersetzung der ersten vier Zeilen der Polnischen Nationalhyme von Jozef Wybicki (1747-1822), danach eigenständiger Text eines anonymen Verfassers.
Musik: Melodie der Polnische Nationalhymne – auch als Dombrowski-Marsch (D. Mazurek) – bezeichnet, stammt wahrscheinlich von M. Oginski,“der eine bekannte, wohl im Volk entstandene Melodie eines Mazurek benutzte“ (Steinitz)

Anmerkungen zu "Noch ist Polen nicht verloren"

Dieses Polenlied stammt aus dem Jahre 1792, wurde dann 1830 im Polenaufstande wieder erneuert und seitdem in Deutschland besonders 1848/49 viel gesungen. Der Original-Text von Wybicki erfuhr schon um 1800 starke Veränderungen (u. a. fielen zwei Strophen weg). Nach seiner Melodie sind viele politische und Gesellschaftslieder gedichtet worden. Text hier nach einer Sammlung „Vaterländische Lieder“, Offenbach bei Brünet, 1833, S 125. Melodie nach F. Schanz, Liederbuch, 1888, auch in vielen andern Musikaliensammlungen gedruckt.

* Statt Cosciusko (spr. Koschjuschko), d. i. der alte Held und Polenanführer 1792 (gestorben 1817), sang man 1848 Skrzynecki (spr. Scritschinetzschki) (Volkstümliche Lieder der Deutschen, 1895)

"Noch ist Polen nicht verloren" in diesen Liederbüchern

in Badischer Liederhort (1910) , mit der Angabe „aus Schallstadt , Amt Freiburg , mündlich“ (nach 1900) – Handgeschriebenes Liederbuch aus Oppau , Rheinpfalz (1857), bei Heeger : Polenlieder aus der Rheinpfalz (1917, dort „Ohnmacht“ statt „Obmacht“) – Vaterländische Lieder (1833) daher Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895, dort: Kosziuszko statt Skrzynecki ) — Angaben nach Steinitz II (1962)

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