Bremer Stadtmusikanten

In der deutschen Literatur der 1830er Jahre spielen die Polenlieder, an denen fast alle bedeutenden Dichter jener Zeit beteiligt sind, eine wichtige Rolle. Die bisher beste Sammlung: „Polenlieder deutscher Dichter. Der Novemberaufstand“, gesammelt und herausgegeben von Stanislaw Leonhard in zwei Bänden (Krakau 1911, 1917) enthält Gediohte von A. von Chamisso , E. Geibel , Fr. Grillparzer , An. Grün , Fr. Hebbel , G. Herwegh , K. von Holtei , Just. Kerner , N. Lenau , E. Ortlepp , A. v. Platen , Gustav Schwab , K. Simrock , L. Uhland , K.H.W. Wackernagel und zahlreichen anderen Verfassern.
Bei vielen Verfassern wird ausdrücklich der polnische Kampf mit dem Kampf des deutschen Volkes um Freiheit und Einheit verbunden (vgl. z.B. G. Herwegh, „Polens Sache — deutsche Sache!“)
Ein weiteres Werk, daß sich mit Polenliedern beschäftigt, ist “ Fritz Heeger , Polenlieder aus der Rheinpfalz . Blätter zur bayerischen Volkskunde, V, 1917)

Der polnische Aufstand 1830 / 31 (Der Polen Mai) gegen den Zaren und der Freiheitskampf des polnischen Volkes für die Wiederherstellung eines unabhängigen polnischen Staates fand in den 30er und 40er Jahren einen gewaltigen Widerhall bei allen fortschrittlichen Kräften in Europa. So auch in Deutschland. Der Aufstand begann am 29. November 1830 (daher auch „Novemberaufstand“) in Warschau. Am 8. September 1831 wurde Warschau von den russischen Truppen erobert. ( Steinitz II 1962)

„Als für die Polen alles aus war, strebte die deutsche Bevölkerung wenigstens danach, ihr Mitgefühl zu zeigen und erwies den polnischen Truppen auf ihrer Wanderung durch Mitteleuropa nach Frankreich eine so große Gastfreundschaft, wie nur möglich. Überall wurden sie, warm empfangen ; fast jede deutsche Stadt hatte ihren Ausschuß, der Geld für die Polen sammelte und für ihr Weiterkommen sorgte.  (Georg Brandes, Hauptströmungen der Literatur des 19. Jahrhunderts. III, S.356f)

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Polenlieder im Archiv:

Fordere niemand mein Schicksal zu hören

Ford´re niemand mein Schicksal zu hören dem das Leben noch wonnevoll winkt ja, wohl könnte ich Geister beschwören die der Acheron besser verschlingt Aus dem Leben mit Schlachten verkettet aus dem Kampfe mit Lorbeer umlaubt hab ich nichts, hab ich gar nichts gerettet als die Ehr´ und das alternde Haupt Keine Hoffnung ist Wahrheit geworden […]

Denkst du daran mein tapferer Lagienka

Denkst du daran mein tapferer Lagienka daß ich dereinst in unserm Vaterland an Eurer Spitze, nah bei Dubienka viertausend gegen sechzehntausen stand Denkst du daran, wie ich vom Feind umgeben mit Mühe nur die Freiheit uns gewann ich denke dran, ich danke dir mein Leben doch du Soldat, Soldat, denkst du daran? Denkst du daran […]

Der Polen Mai

Der polnische Aufstand 1830 / 31 gegen den Zaren und der Freiheitskampf des polnischen Volkes für die Wiederherstellung eines unabhängigen polnischen Staates fand in den 30er und 40er Jahren einen gewaltigen Widerhall bei allen fortschrittlichen Kräften in Europa. So auch in Deutschland. Der Aufstand begann am 29. November 1830 (daher auch „Novemberaufstand“) in Warschau. Am […]


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