Die Lieder zu: Lumpen (3)

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Ich ging einmal spazieren wohl durch ein kleines Dörfelein

Ich ging einmal spazieren wohl durch ein kleines Dörfelein da geseh ich ein Mädchen schön wohl auf der Haustür stehn Ich tu das erste Mädchen fragen eine Nacht bei ihr zu schlafen eine Nacht bei ihr sein in ihrem Schlafkämmerlein Eine Nacht bei mir zu schlafen das kann ich dir nicht sagen eine Nacht bei mir zu sein das kann

Verlorene Ehre | 1933


Ich hab ein Loge im Theater

Ich hab ein Loge im Theater ich hab auch ein Opernglas ich hab Equipagen und Pferde meine Mittel erlauben mir das Ich rauche die feinste Havanna zur Verdauung nach fürstlichem Fraß ich bin im Besitz eines Autos meine Mittel erlauben mir das Ich kaufe die Bücher nach Metern und schmücke damit mein Gelass Das spart mir die teuren Tapeten meine Mittel erlauben

Raub-Mord-Totschlag | 2009


Ich war noch so jung (Der Bettelvogt)

Ich war noch so jung, und war doch schon arm, kein Geld hat ich gar nicht, daß Gott sich erbarm, So nahm ich meinen Stab und meinen Bettelsack und pfiff das Vaterunser den lieben langen Tag. Und als ich dann auch kam vor Heidelberg hinan Da packten mich die Bettelvögte gleich hinten und vorne an Der eine packt mich hinten,

Gefangenenlieder | Vagabundenlieder | 1900


Ich will euch ein Liedchen singen (Seidenweberlied)

Ich will euch ein Liedchen singenhöret mich ein klein Weil anda werdet ihr gleich schon erfahrenwie ein Seidenweber arbeiten kann Die Seidenweber die seind stolzehaben immer einen frischen Mutsie treten die Schemel vom Holzeund tragen von Seid gern einen Hut Sie treten als einen um den anderndie Contremarche die springen dabeiKett und Pol die tun sie fassendas macht ihre Arbeit

Weberlieder | 2011


Ihr lieben Leute gebet acht

Ihr lieben Leute gebet acht ein Schalk hat sich ein Lied erdacht spricht: „Freiheit, schönstes Mägdelein sag an, wer mag dein Vater sein? Du bist so hehr, so stolz gesinnt fürwahr, bist keines Lumpen Kind! „Ja, ja“, so spricht die Maid dazu: „Mein Vater ist auch mehr als du.“ Der Kaiser ist ein großer Mann dem flickt die Polizei nichts

Freiheitslieder | 1859


Im Kreise froher kluger Zecher (Freiheit und Gleichheit)

Im Kreise froher, kluger Zecher wird jeder Wein zum Göttertrank denn ohne Lieder, ohne Becher bleibt man ein Narr sein Leben lang und alle Kehlen stimmen ein es leben hoch Gesang und Wein Wir Menschen sind ja alle Brüder und jeder ist mit uns verwandt die Schwester mit dem Leinwandmieder der Bruder mit dem Ordensband denn jeder Stand hat aufgehört

Politische Lieder | Trinklieder | 1810


Im tiefen Kerker

Im tiefen Kerker bin ich gefangen, die Freiheit ist mir dahingegangen. Im tiefen Kerker sperrt man mich ein, warum soll ich gefangen sein? Und vor den Richter, da soll ich treten, drei Vaterunser, die soll ich beten, drei Vaterunser, die bet‘ ich nicht, ich schau‘ dem Tod ins Angesicht. Ade, lieb Vater, ade, lieb Mutter, ade, lieb Schwester, ade, lieb

Gefangenenlieder | Lieder der Maerzrevolution 1920 | 1920


In dem kleinen Bückeburger Land

In dem kleinen Bückeburger Land Wanderstab wohl in der Hand Hat sich eine Schar von duften Kunden schon wieder zusammengefunden Und sie talften, und sie schmorten und sie lebten charmant in dem kleinen Bückeburger Land. Vater Philipp vom Gericht, der schont die alten Kunden nicht, Läßt sie wacker klopfen auf die Steine, Daß ihn’n wackeln die Arme und die Beine,

Vagabundenlieder | 1900


Jatz wolln mar gien n Franzosen (Das Spingeser Schlachtlied)

Jatz wölln mar gien n Franzosen zgögen gien Was habns denn bei ins herinan z tien Es hat sie einar blangt wir  habn sie nit verlangt so kam an iader Nar fraß ins mit Haut und Haar Dös geaht nit, eija woll, woll! in Tirol! Dö Brixner, dö larmen nit fast da habens geplündert, was d geist und wss d hast

Soldatenlieder | 1809


Jetz han i mir schon grod gnu ghaust

Jetz han i mir schon g´rod g´nu ghaust I hätt a Lust zu wondern Es is mein Treu schon völli aus Was muaß i jetzt anfangen? Drhausen laßt sich a nix mehr Es ist schon Alls vergeben Doch sagt zu mir mein gstrenger Herr: Mir hätten ´s beste Leben. Danägst sagt mir der Diener an Sollt a die Steu´r hob´u

Bauernlieder | 1800


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