Die Lieder zu: Grubenunglück (1)

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Grubenunglück Favoriten:

Horch was tönet aus dem Schachte welch ein Unglück ist geschehn
Die toten Bergleute in Hausdorf in Schlesien
Der Bergmann schürft im tiefen Schacht
Jetzt schlafen wir den langen Schlaf (Die toten Knappen sprechen)
Nicht weit von Dortmund liegt eine Zeche (Minister Stein)
Mit schwachen Armen bleichen Wangen (Das Bergmannskind)

14% Dividende

Flammen schlagen aus dem Schacht Schachthaus stürzt in Schutt und Scherben Drunten in der Grubennacht Rast der Tod und sät Verderben. Tja, wenn auch die Grube brennt Tja, wenn auch die Menschheit flennt: Sicher sind vierzehn Prozent ! Menschen frißt die heiße Glut, frißt zweihundertsechzig Herzen. Menschen wälzen sich im Blut, Menschen winden sich in Schmerzen. Tja, wenn auch die

Arbeiterlieder | Lieder der Maerzrevolution 1920 | 1926


Der Bergmann schürft im tiefen Schacht

Der Bergmann schürft im tiefen Schacht beim Lämpchenschein in dunkler Nacht Ein schweres Los denn oftmals droht dem wackren Knappen bittrer Tod Der giftigen Gase Todesgraus löscht schnell das Lebenslichtlein aus Es zog gar oft durch Berges Auen Blitzschnell des Todes dunkles Grauen Jäh wurden sie dahingerafft die froh bisher für uns geschafft und trostlos und verlassen stehn die liebend

Bergmannslieder | Lieder vom Tod | 1930


Die toten Bergleute in Hausdorf in Schlesien

151 Tote, 40 Verletzte! Über 100 der ermordeten Bergknappen stammten allein aus dem kleinen Hausdorf. Fast in jedem Hause ist ein Mann zu beklagen. In einem sind es neun! Eine Familie verlor an die kapitalistische Profitwirtschaft allein drei Angehörige mit einem Schlage. Das ganze Dorf war tage- und nächtelang ein fürchterliches Jammertal, während profitgierige Filmmenschen nach Kräften ihr Kapital aus

Zeitgeschehen | 1930


Horch was tönet aus dem Schachte welch ein Unglück ist geschehn

Horch was tönet aus dem Schachte welch ein Unglück ist geschehn 200 brave Bergmannsknappen fanden, fanden schon den frühen Tod Des Morgens um halb sechse steigt der Bergmann in den Schacht seinen Brüdern ” Glück auf ” zu wünschen als das Unglück schon geschah Rettet euch, Brüder, ihr seid verloren rettet euch, Brüder, in der Not Schlagende Wetter sind eingetroffen

Arbeitslieder-Handwerkerlieder | Bergmannslieder | 1936


Jetzt schlafen wir den langen Schlaf (Die toten Knappen sprechen)

Jetzt schlafen wir den langen Schlaf Der Herrgott wird uns wecken Und wird all unser Erdenleid Mit seiner Lieb`bedecken.- Wir fuhren aus dem tiefen Schacht Ein in des Todes lichte Nacht Still, ohne Schrei und Schrecken. Wir sind wohl wie ein Haufen, der Beherzt am Feind geblieben. Nun sorgt für unsre Lieben! Wir haben unser Leben lang Mit Stöhnen, Fluchen

Bergmannslieder | 1930


Mein Vater ist Bergmann und ich bin sein Sohn

Mein Vater ist Bergmann, und ich bin sein Sohn, mit Kummer und Sorgen, so werd ich groß. Als Knabe, da mußt ich unter die Erd, da mußte ich fahren mit Wagen und Pferd, da mußte ich fahren mit Wagen und Pferd. Und eines Tages, da hat es gekracht. Ich hörte ein Wimmern tief unten im Schacht. Ich kannte die Stimme,

Bergmannslieder | 1900


Mit schwachen Armen bleichen Wangen (Das Bergmannskind)

Mit schwachen Armen, bleichen Wangen ein Kindlein steht vorm Bergmannshaus da tritt, das Herz voll heißem Bangen sein Mütterlein zu ihm hinaus Die Locken streichelt sie dem Kinde das fröhlich spricht im Abendschein: Ach, Mütterl horch, die Glocken läuten jetzt kehrt der Vater wieder heim Ach, Mütterl horch, die Glocken läuten jetzt kehrt der Vater wieder heim Jedoch des Schicksals

Bergmannslieder | Lieder vom Tod | 1850


Nicht weit von Dortmund liegt eine Zeche (Minister Stein)

Nicht weit von Dortmund liegt eine Zeche, Genannt wird sie Minister Stein 136 Knappen büßten dort ihr Leben ein 136 Knappen büßten dort ihr Leben ein Es war des morgens früh um sechse, Da fuhr der Steiger die Grub hinab Seinen Kam’raden Glückauf zu wünschen, Doch das Unglück brach herab. Rettet euch Brüder, ihr seid verloren Rettet euch Brüder, euer

Arbeiterlieder | Bergmannslieder | Moritaten | 1925


Wir graben unsere Gräber (Lied der Bergarbeiter)

Wir graben unsere Gräber wir schaufeln selbst uns ein. Wir müssen Totengräber und Leich in einem sein. Nur lustig eingefahren, geh fort, wem`s nicht gefällt. Sind andere da in Scharen. Es geht ums Geld, ums Geld. Verkrümmt , verdreckt, zertreten was kommt ihr nicht herein? Der Pfarrer wird schon beten, wenn unsere Kinder schrein. Die Zeit wird sich erfüllen, wir

Arbeiterlieder | Bergmannslieder | 1927


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