Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan

Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan

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Zweite Melodie:

Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan

Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan?
Es geht ja vorüber und schaut mich nicht an;
Es schlägt seine Äuglein wohl unter sich,
Und hat einen andern viel lieber als mich.

Das macht ihr stolzer, hoch mütiger Sinn,
Daß ich ihr nicht schön und nicht reich genug bin;
Und bin ich auch nicht reich, so bin ich doch so jung, so jung,
Herzallerliebstes Schätzele, was kümm’r ich mich den d’rum?

Die hohen, hohen, Berge, das tiefe, tiefe Tal,
Jetzt seh ich mein Schätzele zum allerletzten Mal;
Die stillen, stillen Wasser, sie haben keinen Grund,
Laß ab von der Liebe, sie ist dir nicht gesund.

Text: Verfasser unbekannt – aus Schwaben ( und Mähren?) –
Musik: bei Erk, Deutscher Liederhort, Nr. 123 „Es ist alles umsonst“: vielfach mündlich von der Bergstrasse und aus dem Odenwald ( Großhausen , Reinheim , Alsbach ) – auch Bearbeitung von Friedrich Silcher

In Deutscher Liederhort (1856, „Es ist alles umsonst“) findet sich eine längere Fassung des Liedes:

ER:
Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan
sie geht ja vorüber und schaut mich nicht an
sie schlägt ihre Äuglein wohl unter sich
und sieht einen Andern viel lieber als mich

Das macht wohl ihr stolzer hochmütiger Sinn
daß ich ihr nicht schön und nicht reich genug bin
Ei bin ich nicht gar reich so bin ich doch fromm
herztausendes Schätzchen was scher ich mich drum

Ich will mir mein Herze nicht länger so quäln
und will mir ein ander schön Schätzchen erwähln
Wohl außer den Augen wohl außer dem Sinn
herzallerschönst Schätzchen fahr immer nur hin

Fahr immer nur hin ich halte dich nicht
ich hab meinen Sinn auf ein Andre gericht
ich hab die Gedanken von dir gewandt
ach hätt ich dich niemals ja niemals gekannt

Sie:
Ach junger Geselle ich rate dir nicht
die Berge sind hoch du steigest sie nicht
Er:
Wie hoch sind die Berge wie tief ist das Tal
jetzt seh ich mein schönst Schätzchen zum allerletzten Mal

Sie:
Geh junger Geselle ich rate dir nicht
die Wasser sind tief du schwimmest sie nicht
Er:
Wie tief sind die Wasser sie haben kein Grund
laß ab von der Liebe ´s ist Alles umsonst

Und wenn sich der Hase tut fangen den Hund
und eine Muskat muß wiegen sechs Pfund
und wenn ein Mühlstein schwimmt über den Rhein
so sollst du auch länger Feinsliebchen mir sein

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1856)

Region: , , , , ,

Zweite Melodie zu "Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan"

Zweite Melodie zu
Melodiefassung in: Deutscher Liederhort, Nr. 123

Anmerkungen zu "Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan"

Vgl Ludwig Erk : Volkslieder Band III, Heft 1, S. 74 Nr 67 –
Varianten im Text: 1: Ei was hab ich meinem Schätzlein zu Leide gethan — 2,1: Das macht wohl ihr Hochmut, ihr eigener Sinn, weil ich ihr… — 3,1: Ich will mir nicht länger mein Herze mehr quäln — 4,4: viel besser wir hätten uns niemals gekennt — 6,4: so stehts um die Liebe s ist Alles umsonst — 7,4: so sollst du auch wieder wiedrum Herzliebchen mir sein –

"Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan" in diesen Liederbüchern

u.a. in: Deutscher Liederhort (1856, Nr. 123) — Allgemeines Deutsches KommersbuchFeuerwerker-Liederbuch (1883) — Deutsch-Österreichisches Studentenliederbuch (1888) — Liederbuch Postverband (1898) — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Des Rennsteigwanderers Liederbuch (1907) — Zupfgeigenhansl (1908) — Alte und neue Lieder (ca. 1914, 4. Heft) — Berg Frei (1919) – Weltkriegs-Liedersammlung (1926) — Liederbuch des Thüringerwald-Vereins (1927) — Wie´s klingt und singt (1936) —