Nachtigall ich hör dich singen

Volkslieder » Liebeslieder

Nachtigall ich hör dich singen

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Nachtigall, ich hör dich singen
´s Herz im Leib möcht mir zerspringen
Komme du und sag mir wohl
wie ich mich verhalten soll
wie ich mich verhalten soll

Nachtigall, ich seh dich laufen,
An das Bächlein gehst du saufen,
Du tunkst dein kleines Schnäblein ein,
Meinst, es wär der beste Wein.
Meinst, es wär der beste Wein.

Nachtigall, wo ist gut wohnen?
Bei der Linde, an der Dohnen,
Bei der schön Frau Nachtigall:
„Grüß mein Schatz viel tausendmal
Grüß mein Schatz viel tausendmal“

„Lass dein Herz in zwei einteilen
komm zu mir, ich will dir´s heilen
Schlag nur alles aus dem Sinn
Lass die Lieb nur fahren bin“

Lass die Lieb nur immer fahren
was fragst du nach solchen Narren
Die sich so viel bilden ein
Meinen, dass sie die schönsten sein

Lass nur nach mit dem Stolzieren
wirst nicht lange mich vexieren
Hast nicht Ursach, stolz zu sein
Schau nur in dein Herz hinein

Ich bin still, hab wohl geschwiegen
dieweil du bist so hoch gestiegen
aber jetzt ist alles aus
der Vogel ist geflogen aus

anderer Schluß:

Hast gemeint, du wollst mich fangen
dieses war nur dein Verlangen
aber nun ist Alles aus
ich such mir ein Andre aus

Text und Musik: Verfasser unbekannt

Vielfach mündlich, aus dem Brandenburgischen (Berlin, Brandenburg, Trebbin, Oderberg), Clevischen, Bergischen, Hessen-Darmstädtischen (Dreieichenhain), Franken, Schlesien etc. Mit Benutzung von fliegenden Blättern aus den Jahren 1750, 1786, 1801 u. 1806. Vgl. L. Erk, Volkslieder. B. I, H. 1, S. 25, Nr. 25.

Die Melodie a) aus der Rheinpfalz — b) aus Lothringen (1918) – c) in Die deutschen Volkslieder mit ihren Singweisen (1843) –  d) – Vielfach mündlich, aus dem Brandenburgischen (Berlin, Brandenburg, Trebbin, Oderberg), Clevischen, Bergischen, Hessen-Darmstädtischen (Dreieichenhain), Franken, Schlesien (1856)

Liederthema:
Liederzeit: (1750)
Schlagwort: |
Region: ,

Zweite Melodie zu "Nachtigall ich hör dich singen"

Zweite Melodie zu
in Verklingende Weise, Lothringen 1926: Vorgesungen von Frau Herbeth-Forschel . Melodie aufgenommen von Cl. Weber am 11. September 1918

Dritte Melodie zu "Nachtigall ich hör dich singen"

Vierte Melodie zu "Nachtigall ich hör dich singen"

Vierte Melodie zu
in Deutscher Liederhort (1856, Nr. 159) Melodie mündlich, aus dem Brandenburgischen, Clevischen, Hessen-Darmstädtischen, aus Franken

Anmerkungen zu "Nachtigall ich hör dich singen"

  • 1, 3. Komme doch (nur) und sag mirs bald. –
  • 2, 3. du tunkst dein etc. – tunkst dein kleines Schnäbelein, meinst es ist etc. (Flieg. Bl. um 1750.) –
  • 3, 1. Nachtigall, hier ist gut wohnen.
  • 3, 3 u. 4. Vgl. Liederhort. S. 290. (Str. 3.)
  • 3, 4. grüß mein Schatz zu tausendmal. (1750.) –
  • 4, 1. Ich will mein Herz in zwei Stück theilen. –
  • 5, 2. weg mit solchen Hochmutsnarren. –
  • 6, 4. schäm dich in dein Herz hinein! – Vgl. Liederhort. S. 296. –
  • 7, 4. ich seh mir ein Schönre aus – der Vogel ist geflogen aus. (1750.) –
  • 7a. Es freut (reut?) mich mein junges Leben, das mit solcher Lieb umgeben; das ich so viel leiden muß, ach das ist ein schwere Buß! –
    Deine Schönheit hat mich gebunden, ich hab deine Lieb empfunden; deine Lieb und Süßigkeit hat mir oft mein Herz erfreut. (1750.)

"Nachtigall ich hör dich singen" in diesen Liederbüchern

u.a. in: Vgl. Büsching u. von der Hagen, „Sammlung Deutscher Volkslieder.“ S. 203; im Melodienheft S. 23. – Unsinnig umgeformt findet sich die Melodie wieder bei Kretzschmer. I, 492. (laut Erk im Liederhort) – Die deutschen Volkslieder mit ihren Singweisen (1843, Melodie 3) —  Deutscher Liederhort (1856, Nr. 159) —  Zupfgeigenhansl (1908, Melodie 1 aus der Rheinpfalz) — Deutsches Lautenlied (1914) – Verklingende Weisen I ( Lothringen, 1926, Melodie 2: Vorgesungen von Frau Herbeth-Forschel . Melodie aufgenommen von Cl. Weber am 11. September 1918.“)

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