Liederlexikon: Böhme

| 1827

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Franz Magnus Böhme wurde am 11. März 1827 in Willerstedt bei Weimar geboren und starb am 18. Oktober 1898 in Dresden, er war Schulmusiklehrer in Dresden, aber vor allem bedeutender Volksliedforscher und -sammler. Von 1878 an lehrte er Musikgeschichte und Kontrapunkt am Hoch´schen Konservatorium in Frankfurt/Main.  Seine wichtigsten Veröffentlichungen zum Volkslied und zur Volksmusik sind:




"Böhme" im Archiv:

Wlasta (Valaska) . Ende des Matriarchats in Böhmen

Unter Libussa’s Frauenzimmern aber war eine Jungfrau, mit Namen Wlasta (etliche nennen sie Valaska). Dieselbe hatte einen hohen Geist, war eine rechte Mannin und konnte dazu wahrsagen. Derselben hatte Libussa ihre anderen Frauenzimmer auf ihrem Todbette, samt dem Schlosse Libus, befohlen. Als sie aber das Schloß in ihre Verwahrung genommen, dachte sie höher zu steigen und mehr Gewalt zu überkommen.

Libussa und Primislaus (Libuše und Přemysl)

Als Krokkus, der zweite heidnische Fürst der Böhmen, starb, hinterließ er keinen männlichen Erben, sondern drei Töchter, welche Zauberinnen und Wahrsagerinnen waren. Die älteste hieß Bela, oder, wie einige schreiben, Brela, welche das Schloß Brelum erbauet, die andere Tetcha oder Techa (auch Therba und Therbiza von einigen genannt), die jüngste aber Libussa. Tetcha soll noch das Schloß Thetin oder Diewin

Der ungetreue Vormund (Durings Erle)

Als diese Dinge nun alle gestillt (die Erzählung schließt sich unmittelbar an die vorhergehende), setzte sich Neklan auf den fürstlichen Stuhl nieder und fragte nach des Wlatislaus Gesinde. Unter andern wurde ihm gesagt, daß Zbislaw, Sohn des Wlatislaus, ein Knäblein von zwölf Jahren, im Dorfe Bitozewes bei einem Weibe heimlich gehalten würde; denselben ließ Neklan für sich bringen. Und als er

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