Bremer Stadtmusikanten

Deutsches Kinderlied und Kinderspiel

| | 1897
Deutsches Kinderlied Und KInderspiel Böhme
Deutsches Kinderlied Und KInderspiel Böhme

Deutsches Kinderlied und Kinderspiel von Franz Magnus Böhme bietet auf über 750 Seiten die grösste und umfassendste Sammlung an Kinderliedern und Kinderspielen in Deutschland. „Volksüberlieferungen aus allen Landen deutscher Zunge, gesammelt, geordnet und mit Angaben der Quelle, erläuternden Anmerkungen und den dazugehörigen Melodien“  An die dreitausend Lieder und Spielreime werden mit Noten und Quellenangaben aufgeführt.  Das Buch erschien im Verlag Breitkopf und Härtel in Leipzig. (Leipzig 1897, unveränderter Neudruck Leipzig 1924 , Wiesbaden 1967)
Bei Böhme heißt es im Vorwort: „Vorliegende Sammlung bringt in größter Reichhaltigkeit volkstümliche Kinderdichtung aus allen Gauen, wo deutsche Zunge klingt und deutscher Brauch herrscht. Es sind Liedchen, Sprüche und Spiele von Kindern für Kinder, wie solche seit einem Jahrtausend und länger in der Kinderwelt lebten, durch mündliche Überlieferung sich fortgepflanzt und bis heute erhalten haben. Ausgeschlossen ist hier alle Kunstdichtung, welche von namhaften Dichtern oder Jugendschriftstellern  mit oder ohne Bezug für die Jugend zur Unterhaltung, Belehrung und Mahnung ausgesonnen ist und als „Jugendliteratur“ auf den Büchermarkt gebracht wird“
Unter dem gleichen Titel erschien 1911 in Kassel von Johann Lewalter eine Sammlung im Verlag von Karl Vietor , Hofbuchhandlung ,  “ aus Kindermund in Wort und Weise gesammelt „, mit sehr umfangreichen und sorgfältigen Anmerkungen von Dr. Georg Schläger .

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Deutsches Kinderlied und Kinderspiel im Archiv:

Pfahlspiel

Das Pfahlspiel ist ein sehr einfaches, altes Wurfspiel, das aber Arm und Hand übt. Zwei oder mehr Knaben nehmen jeder einen Stock, der an dem einen dicken und schweren Ende spitz und anderthalb bis zwei Fuß lang ist. Der eine schleudert seinen Pflock (Pfahl) in den feuchten Boden, daß er stecken bleibt. Dann sucht der […]

Ballspiel und Tanz

Im Mittelalter und Altertum war das Ballspiel mit Tanz verbunden, wie nachstehendes Liedchen aus dem 13. Jahrhundert andeutet. Daher kommt´s, daß man noch jetzt Tanzvergnügen gern „Ball“ nennt: Tanzen, reien, springen wir mit frovde und ouch mit schalle daz zimet gouten chinden wol nu schimphen (scherzen)  mit dem balle (nach Carmina Burana 182) — in […]

Ballspiel und Minne

Die Minne spielte beim Ballwerfen in der Ritterzeit und noch später eine ansehnliche Rolle und erhöhte den Zauber des Ballspiels. Statt vieler Belege nur einige aus dem 1314 entstandenen Gedicht „Wilhelm von Österreich“: Aglien dem Kinde was groze huot gesetzet mit jamer in irs herzen sal jedoch so man uf warf den bal und er […]

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