Liederlexikon: Cl. Weber

| 1970

„Herr Lehrer Edel, damals in Roth , hatte beim Aufnehmen der Melodien eine schwere Aufgabe. Es war ein glücklicher Zufall, dass, nachdem Herr Edel in den Krieg gezogen war, Herr Weber in die Nähe von Hambach kam. Ohne Grund wurde er zu Kriegsbeginn vom Mlilitär aus Metz ausgewiesen und fand Unterkunft bei seinen Verwandten in Saargemünd.

Da wir uns schon von lange her kannten, spazierte er gerne nach Hambach, und dies um so lieber, weil er sich hier ruhiger und sicherer fühlte, als in Saargemünd, wo ihm eine Fliegerbombe das Klavier in Stücke schlug, während er in der andern Ecke des Zimmers stand. Unsere Mussestunden benutzten wir nun eifrigst, um den alten Sängern und Sängerinnen am Orte zu lauschen, ihnen ihre alten Lieder mit grösstmoglicber Genauigkeit nachzuschreiben und so der Fachwelt zu erhalten, als bleibendes Dokument lothringischer Art und Kultur. Wie uns aus Wort und Weise dieser Lieder nur Erdgeruch entgegenströmt, so umwebt die Bilder, die sie anheimelnd begleiten, echte lothringische Heimatluft.  Nichts fremdes, bis ins kleinste Motiv; Heimattand und Heimatliebe.“
( Louis Pinck , am Schluß übertrieben pathetisch in: Verklingende Weisen , 1926)




"Cl. Weber" im Archiv:

Es waren einmal zwei Bauerssöhn (vor 1926, Lothringen)

Es waren einmal zwei Bauerssöhn
die hatten Lust in den Krieg zu gehn
wohl ins Soldatenleben

Sie haben sich noch eins bedacht
Und haben sich auf die Reise gemacht
„Nach Hause wollen wir reisen

Sie [...]

Schäfer sag wo willst du weiden

Schäfer sag, wo tust du weiden?
Draußen im Feld auf grüner Heiden
tun die lustigen Schäfer weiden
und ich sag: es bleibt da bei:
Lustig ist die Schäferei!

Schäfer sag, was tust du essen?

Es reist ein Knab wohl über den Rhein (Der grausame Bruder)

Es reist ein Knab wohl über den Rhein
bei einem Graf da kehrt er ein
Sei mir gegrüsst Makgraf am Rhein
wo hast du denn dein adeliges Schwesterlein

Was fragst du nach meinem Schwesterlein
Sie soll [...]


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