Kinderspiele


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Apfelhüpfen

Nach einem schwebenden Bissen hüpfen, das war ein schon den Griechen bekanntes und von Mönchen im 13. Jahrhundert geübtes Scherzspiel, indem sie einen Apfel, eine Feige etc an ein Band befestigten und dieses wieder mit dem anderen Ende an einen Baumast, eine waagerechte Stange banden, so daß die Frucht in Scheitelhöhe sich befand, und nun einer nach dem anderen durch

| 1400


As ik hier dat erstemal war (Schwalbe)

Schwalbensprache: As ik hier dat erstemal war, dat letztemal war War dat Vatt vull, war dat Vatt vull: As ik wedderkam, ik wedderkam War all verschlikkert, verschlakkert, verschlie—rt! in: Macht auf das Tor (1905)

| 1905


Auf dem Berge auf dem Berge

Die Kinder bilden einen Kreis und singen – * Beim anderen Liedchen, mit dem ersten verbunden, werden die dem Texte entsprechenden Bewegungen gemacht. Letzteres wurde im Nassauischen als “Kegeljungenliedchen” gehört, wenn ” alle Neune ” getroffen waren – Beim zweiten Texte eine Variante aus Kassel – , so Böhme 1897 in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel – Auf dem Berge auf

| 1897


Auf dem Berge Sinai

Auf dem Berge Sinai da sind so viele Mädchen Püppchen wiegen Püppchen wiegen heißa wie sie Püppchen wiegen Auf dem Berge Sinai da sind so viele Knaben Peitschen knallen Peitschen knallen heißa wie sie Peitschen knallen Auf dem Berge Sinai da sind so viele Damen Schleppen tragen Schleppen tragen heißa wie sie Schleppen tragen Auf dem Berge Sinai da sind

| | 1913


Ausgehöhlter Kürbis

Der obere Teil des Kürbisses wird als Deckel losgelöst und der Kürbis dann ausgehöhlt. Auf einer Seite werden Augen, Mund und Nase hineingeschnitten. Abends benutzen ihn die Kinder, indem sie eine Kerze hineinstecken, als Gespensterlaterne. so steht´s bei Lewalter . mündlich aus Kassel 1911 , “Deutsches Kinderlied und Kinderspiel”, Nr. 126

| 1911


Ballhäuser

Im Mittelalter erschien das Ballspiel auch für Erwachsene so unentbehrlich, daß man in den Städten besondere Ballhäuser errichtete, in denen man bei ungünstiger Witterung sich diesem Vergnügen hingeben konnte. In Universitätsstädten wurden die Ballhäuser namentlich von Studenten fleissig besucht. Fischart schildert in seinem Gargantua diese Gebäude als gewaltige Bauwerke ohne Stockwerke und Zimmer. Sie waren gewöhnlich 90 Fuß lang, 30

| 1500


Ballspiel mit Eisenring

Ein anderes Ballspiel, das der gelehrte Italiener Äeneas Sylvius (später Papst ) bei der Kirchenversammlung 1438 in Basel sah, schildert er so: “Auf den grünen Rasenplätzen der Stadt, besetzt mit Eichen und Ulmen von reichem Schatten, tummelt sich die Schwar der Jünglinge zur Erholung und Spiel. Hier üben sie Wettlauf, Kampfspiel und Pfeilschießen. Einige zeigen ihre Kraft im Steinstoßen, andere

| 1438


Ballspiel um 1400

Über ein Ballspiel, wie es zu Konstanz zur Zeit des Konzils (1414-1418) getrieben ward, berichtet der Italiener Poggio in einem an seinen Landsmann Nicoli gerichteten Briefe: “Sie spielen nicht wie bei uns, sondern Mann und Frau wirft sich, je nachdem man sich am liebsten hat, einen Ball voll Schellen zu. Alles rennt dann, ihn zu haschen, und wer ihn bekommt,

| 1418


Ballspiel und Minne

Die Minne spielte beim Ballwerfen in der Ritterzeit und noch später eine ansehnliche Rolle und erhöhte den Zauber des Ballspiels. Statt vieler Belege nur einige aus dem 1314 entstandenen Gedicht “Wilhelm von Österreich”: Aglien dem Kinde was groze huot gesetzet mit jamer in irs herzen sal jedoch so man uf warf den bal und er einem in die hant wart,

| 1314


Ballspiel und Tanz

Im Mittelalter und Altertum war das Ballspiel mit Tanz verbunden, wie nachstehendes Liedchen aus dem 13. Jahrhundert andeutet. Daher kommt´s, daß man noch jetzt Tanzvergnügen gern “Ball” nennt: Tanzen, reien, springen wir mit frovde und ouch mit schalle daz zimet gouten chinden wol nu schimphen (scherzen)  mit dem balle (nach Carmina Burana 182) — in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897)

| 1300



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