Häschen in der Grube

Häschen in der Grube
saß und schlief
Armes Häschen bist du krank,
dass du nicht mehr hüpfen kannst?
Häschen hüpf!

Häslein in der Grube
nickt und weint
Doktor komm geschwind herbei
und verschreibe ihm Arznei.
Häschen schluck

Häslein in der Grube
hüpft und springt
Häschen bist du schon kuriert?
Hui das rennt und galoppiert!
Häschen hopp!

Häslein hintern Bäumen
nickt und lacht
Liebes Häslein nicht so schnell,
nimm mich mit zum frischen Quell,
Häslein hüpf!

Text: vermutlich Friedrich Fröbel (um 1840), Umbildung des traditionellen Kinderspiels vom Nix in der Grube
Musik: Verfasser unbekannt

„Der Text vom Häschenspiel ist offenbar eine Nachbildung des Spiels „Nix in der Grube“ , die durch Fröbel um 1840 entstand, wird aber in ganz Deutschland und in Böhmen durch Kinder gesungen, so dass Sammler das Spiel für Volksgut aufgenommen.“ Kindergärtnerinnen haben den Text noch erweitert und Melodievarianten angebracht. (in: Deutsches Kinderlied und Kinderspiel, 1897)

u.a. in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897) — Was die deutschen Kinder singen (1914) — Kindervolkslieder (1920) —

Liederthema:
Liederzeit: vor 1840 : Zeitraum:
Orte: , ,
Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: „Häschen in der Grube“ geht zurück auf ein altes Kinderspiel, das zumeist unter dem Titel „Nix in der Grube“ gespielt wurde.

Singen hält jung - Gitarre: 100 Volkslieder und Schlager
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Anmerkungen zu "Häschen in der Grube"

Böhme (1897) führt zu diesem alten Kinderspiel drei (!) Melodien an: Die erste auf „Wer die Gans gestohlen hat“ (zweite Melodie), die zweite als „in Thüringen gehört“ und die dritte aus Nauheim bei Limburg , Hanau etc“. siehe auch  weitere Versionen von diesem Lied und  das entsprechende Kinderspiel

"Häschen in der Grube" in diesen Liederbüchern

siehe auch:  Fölsing : Erziehungsstoffe (1846) — Fliedners Liederbuch —  J. Stangenberger Sing- und Spiellieder (1883) —  Simrock —  Wegener 73; Zimmer 39; Handelsmann 105; Dunger 310; Frischbier 310 aus Könisgberg (dort „Armes Mädchen bist du krank“) ; Volkmer 43; Jakob Nr. 239; Hruschka 446 –