Liederlexikon: Böhmen

| 1970

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Die böhmische Kultur ist in ihrer Vielfalt geprägt von deutschen, tschechischen und jüdischen Einflüssen. Es war stets eine europäische Region, in der religiöse und ethnische Gegensätze aufeinander trafen und reiche Wechselwirkungen erzeugten.
Das etwa 50.000 km² große Böhmen im historisch gewachsenen Dreiländereck zwischen Tschechien, Österreich und Deutschland ist heute Teil der Tschechischen Republik. Im Nordosten grenzt es an Polen, im Osten an die Region Mähren, im Süden an Österreich, im Südwesten und Westen an Deutschland (Bayern und Sachsen). Es wird begrenzt durch den Böhmerwald (im Südwesten um österreichischen Mühlviertel und Bayern), das Erzgebirge (nordwestliche Grenze zu Sachsen), die Sudeten (nördliche und nordöstliche Grenze zur Oberlausitz und zu Schlesien), die Böhmisch-Mährische Höhe (östliche Grenze zu Mähren und südliche zum Waldviertel) 
Begrenzt wird dieser “Landschaftskessel” auch durch die Flüsse Moldau (Vltava), Elbe (Labe) (bis zur Grenze mit Deutschland). In letztere mündet auch die Eger (Ohře).
(http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hmen)



"Böhmen" im Archiv:

Wlasta (Valaska) . Ende des Matriarchats in Böhmen

Unter Libussa’s Frauenzimmern aber war eine Jungfrau, mit Namen Wlasta (etliche nennen sie Valaska). Dieselbe hatte einen hohen Geist, war eine rechte Mannin und konnte dazu wahrsagen. Derselben hatte Libussa ihre anderen Frauenzimmer auf ihrem Todbette, samt dem Schlosse Libus, befohlen. Als sie aber das Schloß in ihre Verwahrung genommen, dachte sie höher zu steigen und mehr Gewalt zu überkommen.

Libussa und Primislaus (Libuše und Přemysl)

Als Krokkus, der zweite heidnische Fürst der Böhmen, starb, hinterließ er keinen männlichen Erben, sondern drei Töchter, welche Zauberinnen und Wahrsagerinnen waren. Die älteste hieß Bela, oder, wie einige schreiben, Brela, welche das Schloß Brelum erbauet, die andere Tetcha oder Techa (auch Therba und Therbiza von einigen genannt), die jüngste aber Libussa. Tetcha soll noch das Schloß Thetin oder Diewin

Der ungetreue Vormund (Durings Erle)

Als diese Dinge nun alle gestillt (die Erzählung schließt sich unmittelbar an die vorhergehende), setzte sich Neklan auf den fürstlichen Stuhl nieder und fragte nach des Wlatislaus Gesinde. Unter andern wurde ihm gesagt, daß Zbislaw, Sohn des Wlatislaus, ein Knäblein von zwölf Jahren, im Dorfe Bitozewes bei einem Weibe heimlich gehalten würde; denselben ließ Neklan für sich bringen. Und als er

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