Liederlexikon: Wegener

| 1970

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WegenerDer Sprachwissenschaftler und Pädagoge Hugo Paul Theodor Christian Philipp Wegener (Prof. Dr. phil.)wurde am 20.07.1848 in Neuhaldensleben geboren und starb am 15.03.1916 in Greifswald. Der Sohn eines Konrektors und späteren evangelischen Pfarrers studierte selbst zunächst evangelische Theologie und Philosophie in Marburg, später dann klassische und germanische Philologie in Berlin bevor er 1872 zunächst als wissenschaftlicher Hilfslehrer arbeitete. und sich besonders mit den Beständen der in der Zeitzer Stifts-Bibliothek befindlichen Handschriften beschäftigte. Später wurde er dann Schuldirektor des Gymnasiums seiner Heimatstadt Neuhaldensleben. Man berief ihn 1898 zum Direktor des Gymnasiums in Greifswald , dort leitete er seit 1902 auch das Pädagogische Seminar für Lehramtskandidaten und übte beide Ämter bis zu seinem Tode aus.


Er widmete sich umfangreichen Forschungen zur Volkssprache und zu niederdeutschen Dialekten , legte frühzeitig eine Vielzahl von unterschiedlichen Sammlungen für das Sprachgebiet an und leistete durch sprachtheoretische und sprachgeschichtliche Untersuchungen einen bedeutenden Beitrag zur volkskundlichen Erforschung des “Magdeburger Landes”.  Wegener betonte die eminente Wichtigkeit der Dialekte als “baustein zur construction der sprachgeschichte” und setzte sie in ihrer Bedeutung und Wertigkeit zur Erforschung der deutschen Stammesgeschichte anderen Sprachen, auch den klassischen, gleich. Wegeners Wirken und seine Bedeutung als Linguist und Pädagoge wurden erst in jüngster Zeit neu entdeckt und angemessen gewürdigt.  (Uni Magdeburg)



  1. Volkstümliche Lieder aus Norddeutschland (1879/80)
    besonders dem Magdeburger Lande und Holstein , nach eigenen Sammlungen v. Carstens und Pröhle , Leipzig


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Buko von Halberstadt (Zerbst)

Bukko von Halberstadt bring doch meinem Kinde was mit Was soll ich ihm bringen Rote Schuh mit Ringen schöne Schuh mit Gold beschlagen die soll unser Kindchen tragen Hurraso Burra fort Wagen und schön Schuh sind fort stecken tief im Sumpfe Pferde sind ertrunken Hurrah schrei nicht Reitersknecht warum fährst du auch so schlecht Altes Volkslied auf Burchard Bischof von

Es war einmal ein Bauernsohn der wollte schon

Es war einmal ein Bauernsohn, Bauernsohn Ja, ja, ja, Der war so jung und wollte schon, Hm da ra da ta Da geht er hält zur Nächbars Dirn Ja, ja, ja Und da wollt er sein Glück probiern Hm da ra da ta Dö Dirn, dö läßt an leisen Fist Ja, ja, ja Der Bua, der mant a Seufzer is´s

Häschen in der Grube

Häschen in der Grube (oder auch “Häslein in der Grube”) ist ein altes Versteckspiel der Kinder und ist in mehreren Varianten überliefert – Text und Musik: Verfasser unbekannt  , Böhme schreibt in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897): “Der Text vom Häschenspiel ist offenbar eine Nachbildung des Spiels “Nix in der Grube” , die durch Fröbel um 1840 entstand, wird aber

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