Es geht bei gedämpfter Trommel Klang (1837)

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Es geht bei gedämpfter Trommel Klang

Es geht bei gedämpfter Trommel Klang
wie weit noch die Stätte, der Weg wie lang
O wär er zur Ruh und alles vorbei
Ich glaub´, es bricht mir das Herz entzwei

Ich hab´in der Welt nur ihn geliebt,
nur ihn, dem jetzt man den Tod doch gibt!
Bei klingendem Spiele wird paradiert
dazu bin auch ich kommandiert.

Nun schaut er auf zum letzten Mal
In Gottes Sonne freudigen Strahl;
Nun binden sie ihm die Augen zu –
Dir schenke Gott die ewige Ruh!

Es haben die Neun wohl angelegt;
Acht Kugeln haben vorbeigefegt.
Sie zittern alle vor Jammer und Schmerz –
Ich aber, ich traf ihn mitten in das Herz.

Text: Adalbert von Chamisso (1832)
Musik: Friedrich Silcher (1837)

Nach dem Dänischen von C. Andersen Zuerst gedruckt im Morgenblatt, Nr 54 vom 4 März 1835. Melodie für Männerstimmen komponiert von Fr Silcher (1837, Volkslieder für Männerstimmen, Heft 6 Nr 4)

Zweite Melodie zu "Es geht bei gedämpfter Trommel Klang"

Zweite Melodie zu
Zweistimmiger Satz

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