Bremer Stadtmusikanten

Liederbuch des jungdeutschen Ordens

| 1921

Liederbuch des jungdeutschen OrdensDas Liederbuch des jungdeutschen Ordens , herausgegeben vom jungdeutschen Verlag Cassel , ohne Jahrgang, nach September 1921. Gedruckt in der Buchdruckerei und Verlagsanstalt MAX EISENHARDT in Kassel , Orleanstraße 1, Fernruf:5058 .
Das Büchlein enthält auf ca. 100 Seiten die Texte von Liedern, die an „die Taten deutscher Helden“ ( so im Vorwort) erinnern sollen.
Der Jungdeutsche Orden war ein 1920 gegründeter Bund, der sich an den Deutschen Orden des Mittelalters anlehnte, antisemitisch und antibolschewistisch war, und die „Reinheit des deutschen Blutes“ schützen wollte. Er hatte mindestens 37.000 Mitglieder. Die Auflage des Liederbuchs betrug 1925 allerdings bereits 200.000 Exemplare .
Die meisten Neudichtungen in diesem Liederbuch sind ein völkisch-deutsches Rachegemisch, das die militärische Niederlage des ersten Weltkrieges nicht ertragen kann, die Dolchstoßlegende behauptet und einen „heiligen Eid“ der Rache schwört. Die „Jungdeutschen“ versuchten das Mittelalter wiederzubeleben. Und auffallend oft ist in diesen Liedern von phallischen Symbolen die Rede: vom „schwellen“, vom „stossen“, vom „deutschen Geschlecht“, vom „aufrecht stehen“ – siehe dazu das großartige Buch “ Männerphantasien “ von Klaus Theweleit . (Antisemitismus)

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"Liederbuch des jungdeutschen Ordens" im Archiv:

Auf den Bergen die Burgen im Tale die Saale

Auf den Bergen die Burgen im Tale die Saale die Mädchen im Städtchen einst alles wie heut Ihr werte Gefährten wo seid Ihr zur Zeit mir, ihr Lieben, geblieben? Ach, alle zerstreut Die einen, sie weinen die andern, sie wandern die dritten noch mitten im Wechsel der Zeit auch viele am Ziele zu den Toten […]

Im Krug zum grünen Kranze

Im Krug zum grünen Kranze da kehrt ich durstig ein Da saß ein Wandrer drinnen am Tisch beim kühlen Wein Ein Glas ward eingegossen, Das wurde nimmer leer! Sein Haupt ruht auf dem Bündel Als wärs ihm viel zu schwer. Ich tät mich zu ihm setzen, Ich sah ihm ins Gesicht, Das schien mir gar […]

Des Morgens zwischen drein und vieren (um 1870?)

Des Morgens zwischen drein und vieren Da müssen wir Soldaten marschieren Die Gäßlein auf und ab. Mein Schätzel sieht herab. Trala la la la, Trala la la la. Mein Schätzel sieht herab Mit Sack und Pack stehn schon die Leute ei da geht es mit Gesang in die Weite Frisch vorwärts Mann für Mann die Trommler […]

Es ist ein Ros entsprungen

Es ist ein Ros entsprungen Aus einer Wurzel zart. Wie uns die Alten sungen, Aus Jesse kam die Art Und hat ein Blümlein bracht, Mitten im kalten Winter, Wohl zu der halben Nacht. Das Röslein das ich meine, Davon Jesaias sagt: Maria ist’s, die Reine, Die uns das Blümlein bracht. Aus Gottes ew’gen Rat Hat […]

Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein

Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein, bei einer Frau Wirtin, da kehrten sie ein. „Frau Wirtin, hat Sie gut Bier und Wein? Wo hat sie ihr schönes Töchterlein?“ „Mein Bier und Wein ist frisch und klar, mein Töchterlein liegt auf der Totenbahr´“ Und als sie traten zur Kammer hinein, da liegt sie in […]

Strömt herbei ihr Völkerscharen

Strömt herbei, ihr Völkerscharen zu des deutschen Rheines Strand; wollt ihr echte Lust erfahren o so reichet mir die Hand. Nur am Rheine will ich leben nur am Rhein geboren sein, wo die Berge tragen Reben und die Reben gold´nen Wein! Mögen tausend schöne Frauen locken auch mit ihrer Pracht, wo Italiens schöne Auen wo […]


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