Ich hab die Nacht geträumet

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Ich hab die Nacht geträumet
Wohl einen schweren Traum.
Es wuchs in meinem Garten
Ein Rosmarienbaum.

Ein Kirchhof war der Garten,
Das Blumenbeet ein Grab,
Und von dem grünen Baume
Fiel Kron und Blüten ab.

Die Blüten tät ich sammeln
In einem großen Krug,
Der fiel mir aus den Händen,
Daß er in Stücke schlug.

Draus sah ich Perlen rinnen
Und Tröpflein rosenrot.
Was mag der Traum bedeuten?
Herzliebster, bist du tot?

Text: August Zarnack – 1820
Musik: anonym vor 1775 , die gleiche Melodie wie das Herbstlied Das Laub fällt von den Bäumen

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema: ,
Liederzeit: , (1820)
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Anmerkungen zu "Ich hab die Nacht geträumet"

Dieses Lied steht im 2. Teil von Aug Zarnacks Deutschen Volksliedern mit Volksweisen Berlin 1820 Nr 48 Es hat sich dasselbe mit vorstehender Weise nur unter den gebildeteren Ständen des Volks verbreitet Die Weise ist alt sie war lange vor dem Jahr 1777 bekannt und steht unter andern in 1 Bändchen des Feinen kleinen Almanachs Berlin und Stettin 1777 (Ludwig Erk, 1841)

"Ich hab die Nacht geträumet" in diesen Liederbüchern

In Gebrauchsliederbüchern und Kommersbüchern seit 1847 – u.a. in: *KretzschmerZuccalmaglio (1840) Bd.1 Nr.52 und Bd.2 Nr.267 — *Neue Sammlung deutscher Volkslieder (1841, Erk) — *Deutscher Liederhort (1895, Erk-Böhme Nr.207 (*vor 1775, Zarnack 1820) — *Reisert, Kommersbuch (1896), S.255 f. —  Zupfgeigenhansl (1908) — *Amft (Schlesien 1911) Nr.73 —  Schulgesangbuch für höhere Lehranstalten (1912) — Volkslieder für die arbeitende Jugend (1914) — Deutsches Lautenlied (1914) — Alpenrose (1924) — Liederbuch für die deutschen Flüchtlinge in Dänemark (1945) —