Bremer Stadtmusikanten

Schönster Schatz willst mir´s erlauben

Schönster Schatz, willst mir´s erlauben
eine kleine Viertelstund
deinen Rosenmund zu küssen
eh die Nachtpatroulle kommt

Meinen Rosenmund zu küssen
Ei das kann ja wohl geschehen
doch zuvor mein Liebster musst du’s wissen
ob wir hier auch sicher stehen

Nein, mein Kind, ist nicht zu trauen
sieh, was kommt von fern daher?
und es blitzen schon die Helme
scheint als obs Patroulle wär

Guten Abend, Kameraden
und ich hoff, dass ihr  mich kennt
Ihr werd´t mich doch nicht verraten (arretieren)
denn die Lieb hat mich verblend´t

Keine Gnad hast du zu hoffen
du musst mit uns auf die Wacht
denn was brauchst du hier zu karessieren
bei so später finsterer Nacht

Nun ade, geliebtes Mädchen
nun ade Schatz lebe wohl
Ich bin jetzt gefangen worden
und muss folgen der Patrol

Würd´s so jedermann ergehen
ei, dann hört das Lieben auf
keiner wird zu Mädchen gehen
jeder bleibt dann hübsch zu Haus

Mein Vater war ein Schäfer
meine Mutter liebte mich
denn ich war so jung so hübsch so zärtlich
alle Mädchen küsste mich

Text und Musik: Verfasser unbekannt

Die ganze Geschichte erinnert an Lili Marleen ( Schon naht der Posten… es kann drei Tage kosten …)
in Schwäbisches Soldaten-Liederbuch () –

Etwas andere Version in: Erotische Volkslieder aus Deutschland (1910 , aus Gießen ) —

Ach, schönster Schatz, erlaube mir doch nur eine Viertelstund
Deinen Rosenmund zu küssen, Eh die Nachtpatrouille kommt
Meinen Rosenmund zu küssen, Ei, das kann ja wohl geschehn
Aber liebster Schatz, du mußt es wissen, Ob wir hier auch sicher stehn
Was blickt dort in der Ferne, Und was kommt von ferne her?
Sieh, es blitzen schon die Helme, Grad, als wenns Nachtpatrouille wär
Guten Morgen, Kameraden, und ich hoff, Daß mich ein jeder kennt
Und ihr werd´t mich doch nicht arretieren, weil die Lieb mich hat verblend´t
Keine Gnad’ hast du zu hoffen, Du mußt mit uns auf die Wacht
Denn was hast du denn zu karessieren bei so später Mitternacht
Ach, wenn es jedem so ginge, Ei, da hört ja alles Lieben auf
Keiner traut sich mehr zu seinem Liebchen, Jeder bebt und bleibt zu Haus!

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Liederthema: Gefangenenlieder | Soldatenlieder
Liederzeit: (1910)
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