Komponisten: Silcher (Friedrich)

Mehr als 100 Lieder von Friedrich Silcher im Volksliederarchiv. Silcher, der Dichter, Komponist, Herausgeber, Musikpädagoge, Konzertdirigent und Pfleger des Volksliedes und des volkstümlichen Chorgesanges. Am 27. Juni 1789 erblickte Friedrich Silcher im Schulhaus zu Schnait im Remstal als Sohn des Lehrers Karl Johann Silcher das Licht der Welt.

O Tübingen, du teure Stadt!
bin deiner Weisheit voll und satt!
Ade, ihr alten Mauern!
Aus ist es mit dem Trauern!
Und aus wohl mit dem blanken Geld
doch in der weiten, freien Welt
lebt stets der Bursche munter.
Juchei, ins Tal hinunter
Juchei, ins Tal hinunter

Der Neckar rauscht, die Sonn nicht steht
der Wind […]

Wanderlieder | , | 1862


O sanfter, süßer Hauch
Schon weckest du wieder
mir Frühlingslieder
bald blühen die Veilchen auch

Text: Ludwig Uhland (1787-1862)
Musik: Friedrich Silcher (1789-1860)

u.a. in Deutscher Jugendklang (ca 1900)

Frühlingslieder | | 1862


Die Winde wehen
das Ruder knarrt
die Segel blähen
sich schon zur Fahrt.
Ach, wache mir, Madonne
der Gnadenmilde voll!
Du Land der stillen Wonne
ach Heimat, lebe wohl!

Beim Windesbrausen
in düsterer Nacht
mit bangem Grausen
die Mutter wacht.
O segne sie, Madonne
der Gnadenmilde voll!
Im Heimatland voll Wonne
o Mutter, lebe wohl!

Die Schwester […]

Lieder zur See | 1860


Zu dir zieht´s mi hin
wo i geh und wo i bin;
hab kei Rast und hab kei Ruh
bin a trauriger Bua.
Wenn i d´Wölkerl au bitt:
„Neht´s mi auf, nehmt´s mi mit!“
fliegens fort mit em Wind
und lassen traurig mi dahint´!
La la la la la la….

Und i weiss no wie heut

Mundart, Niederdeutsch und Dialekte | 1860


Zu Augsburg steht ein hohes Haus
nah bei dem alten Dom,
da tritt an hellem Morgen aus
ein Mägdelein gar fromm;
Gesang erschallt
zum Dome wallt
die liebe Gestalt

Dort, vor Mariä heilig Bild
sie betend niederkniet,
der Himmel hat ihr Herz erfüllt
und alle Wahrheit flieht:
„O Jungfrau rein!
Lass mich allein!
dein eigen sein!“

Alsbald […]

Liebeskummer | Marienlieder | | 1860


Mir ist´s zu wohl ergangen
drum ging´s auch bald zu End
jetzt bleichen meine Wangen
das Blatt hat sich gewend´t!

Die Blumen sind erfroren
erfroren Veil‘ und Klee;
ich hab‘ mein Lieb verloren
muss wandern tief im Schnee.

Das Glück lässt sich nicht jagen
von jedem Jägerlein
mit Wagen und Entsagen
muss drum gestritten sein.

Text: Julius Viktor […]

Trauerlieder | 1860


Ade du liebes Städtchen,
ade ihr lieben Mädchen,
von euch muß ich jetzt fort
an einen andern Ort.

Euch, die mir Wohlgefallen,
Laß ich mir jetzt abmalen,
Bald weiß, bald rot, bald rosenrot,
Jetzt ist also die Mod.

Wie oft sind wir zusammen
In Kompagnie gegangen
Im schönen Mondenschein,
Im schönen Mondenschein.

Friedrich Silcher (1789—1860)

Abschiedslieder | 1860


Könnt ich Löwenmähnen schütteln
mit dem Zorn und Mut der Jugend
wie gewaltig wollt ich rütteln
an des Tages blasser Tugend
an dem Trug der Feigen, Matten
wer will ihre Namen nennen?
die der Väter Heldenschatten
nur als Leichenschatten kennen

Eisen galt in meinen Tagen
Horch ich diesen Stundenweisern
hör ich sagen, fragen, klagen
Eisern sei […]

Deutschlandlieder | | 1856


Ich weiss eine friedliche Stelle
im schweigenden Ozean,
krystallhell schäumt die Welle
zum Felsengestade hinan.
Im Hafen erschaust du kein Segel
keines Menschen Fusstritt am Strand;
vieltausend Vögel
hüten das einsame Land

Sie sitzen in frommer Beschauung
kein einz’ger versäumt seine Pflicht,
gesegnet ist ihre Verdauung
und flüssig als wie ein Gedicht.
Die Vögel sind all‘ […]

Scherzlieder | 1854


Maidle, laß dir was verzähle
gib mer auf dei Herzle acht
Ist es au gut eingemacht?
´s wär halt doch vielleicht zu stehle
Und des weißt du selber gut
´s Herz ist mehr als a Vermöge
Und gar viel ist dran gelege
wenn mer des verliere tut
Lalalalalalalala….

Ganz was anders, liebes Schätzle
ist es aber, […]

Liebeslieder | 1854