Balladen

Deutsche Balladen, Küchenlieder, Bänkellieder, Moritaten von Raub, Mord und Totschlag, Balladen von Mittelalter bis Neuzeit. Mehr als 200 Balladen-Lieder von Rittern, Drachen und Jungfrauen, mündlich und schriftlich überliefert aus allen Jahrhunderten, epische Erzählungen in Liedform. “Als die Römer frech geworden”, “Es waren zwei Königskinder”, “Der alte Barbarossa”, “Heinrich der Vogelsteller” und viele mehr…


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Ach Joseph lieber Joseph (Kindsmörderin)

Ach Joseph, lieber Joseph was hast du gedacht Daß du die schöne Bertha ins Unglück gebracht Ins Unglück geführet so jung und so schön Auf daß sie hat ermordet ihr einziges Kind Ach Joseph, lieber Joseph mit mir ists bald aus Denn sie werd´n mich ja führen zum Schandtor hinaus Zum Schandtor hinaus wohl auf den grünen Platz Ei da

| 1856


Ach Schiffmann lieber Schiffmann halt halt halt

Ach Schiffmann lieber Schiffmann halt halt halt halt halt Ich hab ein n Vater der hat mich lieb Der mich erlösen wird Wohl aus dem öden Schiff Der Vater angegangen kam Seine Tochter sah ihn traurig an Ach Vater ach Setz du dein Haus und Hof für mich Errette aus dem Elend mich Wohl aus dem öden Schiff Mein Haus

Liederzeit: | 1841


Ach wer will hören singen – zwei Schwestern

Ach wer will hören singen ein Lied in dieser Frist Von wunderlichen Dingen in Holland gschehen ist Von zwei Schwestern mit Sitten die ein Reich wollt verstahn die Arme tät sie bitten aber sie hats nicht tan Die Arme hätt sechs Kinder die litten Hungersnoh sie hatt ihr mehr noch minder ihr frommer Mann war tot Die Kinder weinten sehre

Liederzeit: | | 1569


Als der liebe Gott die Welt erschaffen

Als der liebe Gott die Welt erschaffen da schuf er Vögel Rindvieh und auch Affen. Und mitten in die große Welt hat er den Adam ganz alleine hingestellt als nun dieser ist allein geblieben folglich keinen Handel hat getrieben sagt, womit vertrieb er sich die Zeit? Das verschweigt des Sängers Höflichkeit Als die Langeweil den Adam plagte kam der liebe Gott

Liederzeit: | 1830


Als die Römer frech geworden

Als die Römer frech geworden simserim simsim simsim Zogen sie nach Deutschlands Norden simserim simsim simsim vorne mit Trompetenschall Terätätätäterä ritt der Generalfeldmarschall, Terätätätäterä Herr Quintilius Varus Wau, wau, wau, wau, wau Herr Quintilius Varus Schnäde räng täng, Schnäde räng täng Schnäde räng täng, de räng täng täng In dem Teutoburger Walde, Huh! Wie piff der Wind so kalte, Raben

Liederzeit: , | 1847


Als die wunderschöne Anna auf dem Breitensteine

Als die wunderschöne Anna auf dem Breitensteine saß und strählte ihre schwarzbraunen Haare so schön Sieh, da kam einmal ein Fähnrich geritten daher und sah die schöne Anna und die weinte so sehr “Ach, du wunderschöne Anna warum weinest du so sehr? Weinst du vielleicht um Geld oder weinest du um Gut” “Ich weine ja nicht um Geld und Gut

Liederzeit: | 1880


Als Heinrich jung geboren ein Pate ward gesucht

Als Heinrich jung geboren Ein Pate ward gesucht Der Vater fand auf der Straßen Wohl einen Knaben jung Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit Der Knab ließ sich erbeten Er wollte Pathen stehn Er gab dem Kind zum Geschenke Ein Rößlein jung und schön Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit Der Knabe war kein Andrer Als

| 1841


Als Odilia ein klein Kind war (Blaubart)

Als Odilia ein klein Kind war Da starb ihr Vater und Mutter ab Odilia wuchs auf und sie wurd groß Sie wuchs dem Reiter wohl in den Schoß Odilie willst du mein eigen sein Sieben Pfund Goldes werden dein Odilia dachte in ihrem Mut Die sieben Pfund Goldes wären gut Sie ging auf ihr Schlafkämmerlein Ziert sich wie eine Braut foll

Liederzeit: | | 1841


Als Schondilg noch ein klein Kind war

Als Schondilg noch ein klein Kind war da starb ihr Vater und Mutter ab. Schondilg wuchs auf und sie ward groß sie wuchs einem Ritter in seinen Schoß. “Schondilg, willst du mein Hausfrau sein? Zehn Tonnen Goldes sollen dein eigen sein.” Schondilg gedacht in ihrem Mut: Zehn Tonnen Goldes die wären gut. Schondilg gedacht in ihrem Sinn: Zehn Tonnen Gold

Liederzeit: | , | 2006


Am Ufer des Stromes da wandelten zwei

Am Ufer des Stromes da wandelten zwei Sie blickten zum Monde und seufzten dabei Da plötzlich die Dame, die reizende, spricht: 0 pflücke mir dieses Vergißmeinnicht! Rasch springt der Herr zu des Stromes Strand Schon hält er das Blümchen in seiner Hand Doch wehe, er gleitet, da liegt er im Strom Mitsamt dem Blümchen, der Galanthomme Die Dame mit einem

Liederzeit: | , | 1883



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