Moritaten

Moritaten wurden von Bänkelsängern auf Strassen und Plätzen vorgetragen, oft in Verbindung mit Bildern, die zu den einzelnen Strophen gezeigt wurden. Nicht selten waren Verbrechen das Thema der Lieder und in der Regel endete die letzte Strophe mit einer Art Moral wie z.B. „Drum Mensch bezähme deine Triebe…..“ oder „Und die Moral von der Geschicht….“. Die heutige Bildzeitung führt dieses Genre in gewisser Weise fort.

»Es ist wunderbar, daß der Mensch durch Schreckliches immer aufgeregt sein will. Es ist an Mord und Totschlag noch nicht genug, an Brand und Untergang; die Bänkelsänger müssen es an jeder Ecke wiederholen. Die guten Menschen wollen eingeschüchtert sein, um hinterdrein erst recht zu fühlen, wie schön und löblich es ist, frei Atem zu holen.« (Johann Wolfgang von Goethe)

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Nikolaus, ein Mann aus Polen
Von Charakter hundsgemein
Liebte heimlich und verstohlen
Eines Schusters Töchterlein
Bei dem wie im Bild ihr seht
Er als Geselle [...] ...


Mariechen saß weinend im Garten
Im Grase lag schlummernd ihr Kind
In ihren blonden Locken
Spielt leise der Abendwind
Sie saß so still und träumend


Bolle reiste jüngst zu Pfingsten
nach Pankow war sein Ziel,
da verlor er seinen Jüngsten
ganz plötzlich im Gewühl;
ne volle halbe Stunde
hat er [...] ...


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