Wenns Mailüfterl weht

Wenn´s Mailüfterl weht
s´geht im Wald drauss der Schnee
da heb´n die blau´n Veigerln
die Köpferln in d´Höh
und d´Vöglern, die g´schlaf´n
ham durchs Winterszeit
die wer´n wieder munter
die wer´n wieder munter
und singen voll Freud

Und blühn amol d’Rosen
is s‘ Herz nimmer trüb,
denn d´ Rosenzeit ist auch
die Zeit für die Lieb´
nur d´Rosen, die blühen
schon frisch alle Jahr,
aber d´Lieb nur amol
aber d´Lieb nur amol
und nacha is gar

Jed´s Jahr kommt der Frühling
is d´Winter vorbei
der Mensch aber hat nur
an anzigen Mai
die Schwalberln flieg´n fort
doch sie ziehn wieder her
nur der Mensch, wenn er fortzieht
nur der Mensch, wenn er fortzieht
der kommt nimmermehr

Text: Anton Freiherr von Klesheim  (vor 1849)
Musik: Joseph Kreipl (1853)

Der Text ursprünglich im österreichischen Dialekt, auch in Norddeutschland gesungen. Der Originaltext siehe unten.
in Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895, Nr. 250)

Zweite Melodie zu "Wenns Mailüfterl weht"

Zweite Melodie zu Wenns Mailüfterl weht
Zweistimmige Fassung mit Akkorden

Dritte Melodie zu "Wenns Mailüfterl weht"

Dritte Melodie zu Wenns Mailüfterl weht
Originaltext vom "Mailüfterl" in Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895)

"Wenns Mailüfterl weht" in diesen Liederbüchern

u.a. in Allgemeines Deutsches KommersbuchFeuerwerker-Liederbuch (1883) — Neues Liederbuch für Artilleristen (1893) — Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895) —  Großes Volks-Liederbuch (ca. 1900) — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Gesellenfreud (1913 , dort als „Volkslied“) — Deutsches Lautenlied (1914) — Was die deutschen Kinder singen (1914) — Berg Frei (1919) — Liederbuch des jungdeutschen Ordens (ca. 1921) — Alpenrose (1924, 1+3) — Weltkriegs-Liedersammlung (1926)

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