Uhland (Ludwig)

Johann Ludwig „Louis“ Uhland, am 26. April 1787 in Tübingen geboren, war Dichter und Literaturwissenschaftler. Er starb am 13. November 1862 in Tübingen.

An jedem Abend geh ich aus

An jedem Abend geh´ ich aus hinauf den Wiesensteg. Sie schaut aus ihrem Gartenhaus es stehet hart am Weg. Wir haben uns noch nie bestellt es ist nur so der Lauf der Welt Ich weiss nicht, wie es so geschah seit langem küss ich sie. Ich bitte nicht, sie sagt nicht ja doch sagt sie […]

Liebeslieder | Liederzeit: | 1825


Bei einem Wirte wundermild

Bei einem Wirte wundermild da war ich jüngst zu Gaste. Ein goldner Apfel war sein Schild an einem langen Aste. Es war der gute Apfelbaum bei dem ich eingekehret Mit süßer Kost und frischem Schaum hat er mich wohl genähret. Es kamen in sein grünes Haus viel leichtbeschwingte Gäste Sie sprangen frei und hielten Schmaus […]

Essen und Trinken | Liederzeit: | 1811


Brautwerbungslied (16. Jahrhundert)

Wor is juwe Vader Hoenthei? »Hei is im hof und drift dat vei.« Guden dach, her Hoenthei! Hir bin ick her, und kom to deck, und dat du wollest geven meck dine dochter to der e? Dat müsten deck gar und ganz wol bescheiden, wolle vader Hoenthei, wolle moder Godegei, wolle broder Volenstolt, wolle süster Giseldrut, wolle sie dannoch sülven […]

Brautlieder | Liederzeit: | 1591


Da droben auf jenem Berge

Da droben auf jenem Berge da steht ein hohes Haus da schauen wohl alle Frühmorgen drei schöne Jungfrauen heraus Die eine die heißet Susanne die andere Anne Marei die dritte die darf ich nicht nennen weil sie es mein eigen soll sein In meines Vaters Lustgarten da stehen zwei Bäumelein das eine das traget Muskaten […]

Liebeskummer | Liederzeit: | | 1800


Dar steiht en Lindboom in jenem Dal

Dar steiht en Lindboom in jenem Dal is bawen breit und nedden schmal van Golde dree Rosen Darup sitter Fruw Nachtigall is bawen breit und nedden smal van Golde dree Rosen Gott gröde di Fruw Nachtigal Wiltu des Leveken Bade nich sien Van Golde dree Rosen Des Leveken Bade kan iker nich sien ik sien […]

Mundart, Niederdeutsch und Dialekte | Liederzeit: | | 1820


Das ist der Tag des Herrn

Das ist der Tag des Herrn Ich bin allein auf weiter Flur Noch eine Morgenglocke nur nun Stille nah und fern Anbetend knie ich hier O süßes Graun, geheimes Wehn als knieten viele ungesehn und beteten mit mir Der Himmel nah und fern, Er ist so klar und feierlich so ganz als wollt´ er öffen […]

Geistliche Lieder | Liederzeit: | 1880


Daß man den Sommer gewinnen mag

der Sommer ist fein! Heut ist auch ein frölicher Tag daß man den Sommer gewinnen mag alle ir herren mein, der Sommer ist fein! So bin ich der Winter, ich gib dirs nit recht, o lieber Sommer, du bist mein knecht! alle ir herren mein, der Winter ist fein! So bin ich der Sommer also […]

Brauchtum | Sommerlieder | Liederzeit: | 2009


Dat geit hier jegen den Samer

Dat geit hier jegen den Samer Jegen de leve Samertiet. De Kinderken gan spelen An dem Dale, dat sprak ein Wief Ach Mömken, mien leve Moder Mochte ik aldar gan Dare ik höre de Pipen Und de leven Trummen schlan? Och neen, min Dochter nichten dat Du schalt, du schalt schlapen gan. Och Mömeken min, […]

Mundart, Niederdeutsch und Dialekte | Liederzeit: | 1730


Denk ich alleweil schön Schätzlein wär mein

Denk ich alleweil denk ich alleweil schön Schätzlein wär mein jetzt seh ichs vor Augen es kann ja nicht sein Wo ich stehe wo ich gehe das Herzlein tut weh den Leuten ists zuwider wenn ich nur mit ihr geh Herzig Schätzlein bist du drinnen geh raus und mach auf es friert mich an mein […]

Liebeskummer | Liederzeit: | 1856


Denkst du noch der schönen Maientage

Denkst du noch der schönen Maientage wo die Liebe uns beseligt hat du gestandest mir auf meine Frage ja das Liebste ist dir ein Soldat bei der Nacht Die Soldaten liebtest du so sehr doch am meisten einen Schwalangscher bei der Nacht Wo du gingst, da bin ich mitgegangen und hat der Himmel hat der […]

Liebeskummer | Liederzeit: , | 1915