Goethe (Johann Wolfgang von)

57 Lieder von Goethe (Johann Wolfgang von)

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Ich stand auf hohem Berge

Ich stand auf hohem Berge sah runter ins tiefe Tal Ein Schifflein sah ich schweben darin drei Grafen warn. Der jüngste von den Grafen der in dem Schifflein saß gab mir einmal zu trinken aus einem venedischen Glas “Ach Mädchen, du wärst schön genug, wärst Du nur ein wenig reich; fürwahr, ich wollt Dich nehmen, wär´n wir einander gleich.” Er

Liebeskummer | Lieder von Arm und Reich | Liederzeit: | , | 1544


Ich stand auf hohem Berge (Elsaß 1771)

Ich stand auf hohem Berge sah in den tiefen Rhein. Ein Schifflein sah ich schweben ein Schifflein sah ich schweben, drei Grafen saßen drein. Der juengste von den Grafen, hub auf sein römisch Glas tät mir damit zu trinken “Feinslieb, ich biet dir das!” “Was tust du mir zu trinken, was bietst du mir den Wein? Ich muß ins Kloster

Balladen | Liebeskummer | Liederzeit: | | 1771


Im Felde schleich ich still und wild

Im Felde schleich ich still und wild, Lausch mit dem Feuerrohr. Da schwebt so licht dein liebes Bild, Dein süßes Bild mir vor. Du wandelst jetzt wohl still und mild Durch Feld und liebes Tal. Und ach, mein schnell verrauschend Bild, Stellt sich dir’s nicht einmal? Des Menschen, der in aller Welt Nie findet Ruh noch Rast, Dem wie zu

Jägerlieder | Liederzeit: | 1800


Im Nebelgeriesel im tiefen Schnee (Zigeunerlied)

Im Nebelgeriesel, im tiefen Schnee Im wilden Wald, in der Winternacht Ich hörte der Wölfe Hungergeheul Ich hörte der Eulen Geschrei Wille wau wau wau Wille wo wo wo wito hu Ich schoß einmal eine Katz´ am Zaun Der Anne, der Hex ihre schwarze Katz Da kamen des Nachts sieben Wehrwölf zu mir Es waren sieben Weiber vom Dorf Wille

Scherzlieder | Liederzeit: | | 1771


In allen guten Stunden (Bundeslied)

In allen guten Stunden erhöht von Lieb und Wein, soll dieses Lied verbunden von uns gesungen sein. Uns hält der Gott zusammen der uns hierher gebracht. Erneuert unsre Flammen er hat sie angefacht So glühet fröhlich heute seid recht von Herzen eins! Auf, trinkt erneuter Freude dies Glas des echten Weins! Auf in der holden Stunde stosst an und küsset

Trinklieder | Vereinslieder | Liederzeit: | 1775


Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht? Kennst du es wohl? Dahin! Dahin möcht´ ich mit dir, O mein Geliebter, ziehn. Kennst du das Haus? Auf Sälen ruht sein Dach Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach

Wanderlieder | Liederzeit: | 1780


Kleine Blumen kleine Blätter

Kleine Blumen, kleine Blätter Streuen mir mit leichter Hand Gute junge Frühlingsgötter Tändelnd auf ein luftig Band Zephyr, nimm´s auf deine Flügel Schling´s um meiner Liebsten Kleid Und dann tritt sie für den Spiegel Mit zufriedener Munterkeit Sieht mit Rosen sich umgeben Sie wie eine Rose jung Einen Kuß, geliebtes Leben Und ich bin belohnt genu(n)g Schicksal, segne diese Triebe

Liebeslieder | Liederzeit: | 1775


Künstlers Abendlied

Ach, das die innre Schöpfungskraft durch meinen Sinn erschölle dass eine Bildung voller Saft ‘ aus meinen Fingern quölle! Ich zittre nur, ich stottre nur und kann so es doch nicht lassen ich fühl, ich kenne dich, Natur und so muss ich dich fassem Bedenk’ ich dann, wie manches Jahr sich schon mein Sinn erschliesset wie er, wo dürre Haide war,

Heimatlieder | Liederzeit: | 1800


Liebe Kindlein kauft ein (Nürnberger Spielwarenhändler)

Liebe Kindlein kauft ein Hier ein Hündlein hier ein Schwein Trommel und Schlägel ein Reitpferd ein Wägel Kugel und Kegel Kistchen und Pfeifer Kutschen und Läufer Husar und Schweizer Nur ein Paar Kreuzer ist Alles dein Kindlein kauft ein Aus Goethe ‘s Jahrmarkt in: Der Kinder Lustfeld (1827)

Kinderreime | | 1827


Mein Mädchen ward mir ungetreu (Rettung)

Mein Mädchen ward mir ungetreu,Das machte mich zum Freudenhasser;Da lief ich an ein fließend Wasser,Das Wasser lief vor mir vorbei Da stand ich nun verzweifelnd, stumm,Im Kopfe war mirs wie betrunken,Fast wär ich in den Strom gesunken,Es ging die Welt mit mir herum. Auf einmal hör ich was, das rief –Ich wandte just dahin den Rücken –Es war ein Stimmchen

Gedichte | | 2012