Lieder von Arm und Reich

Ach wer will hören singen – zwei Schwestern

Ach wer will hören singen ein Lied in dieser Frist Von wunderlichen Dingen in Holland gschehen ist Von zwei Schwestern mit Sitten die ein Reich wollt verstahn die Arme tät sie bitten aber sie hats nicht tan Die Arme hätt sechs Kinder die litten Hungersnoh sie hatt ihr mehr noch minder ihr frommer Mann war tot Die Kinder weinten sehre

Liederzeit: | | 1569


Als ich domols twintig Johr (0 längst verschwundne Tid)

Als ich   domols twintig Johr und  ´n Louis in Hamburg wor o  da   druckst ick oft  vull   Lust de Katrein on mine Bost Doch de Deern seggt denn to mi Loot mi sin, versopnet Veeh! Si de Tid, hebb´n oft wi beide de goldne Tid gedacht 0 längst verschwund’ne Tid wie liggst du so wit, so wit! 0 längst verschwund’ne

Liederzeit: | 1904


Als ich ein armes Weib war

Als ich ein armes Weib war Zog ich über den Rhein Beschert mir Gott ein Hühnelein War ich ein reiches Weib Ging ich über die Wiese Fragten alle Leut´ Wie mein Hühnlein hieße? Bibberlein heißt mein armes Hühnelein Als ich ein armes Weib war Zog ich über den Rhein Beschert mir Gott ein Entelein War ich ein reiches Weib Ging

| 1900


Armen Barmen Bitjen Brot

Armen Barmen Bitjen Brot Schulten r ol Katt is dot Wanehr ward se grab´n uewermorgen ab´n in: Macht auf das Tor (1905)

| 1905


Auf auf ihr Kameraden (Aufruf des Schinderhannes)

Auf, auf ihr Kameraden bei finstrer Nachteszeit! Zeigt eure Heldentaten, es schlafen all bereit. All´ Richter und all Schergen und was uns schrecken kann ihr dürft euch nicht verbergen wenn ihr greift mutig an Tut euch nicht lang bedenken, eilt hin auf jenen Platz, wo in gefüllten Schränken liegt ein verborgner Schatz; erbrechet Tür und Schlösser, wo groß Paläste sein,

Liederzeit: | | 1803


Auf der See ist große Not

Up d´r See is grote Nod dar is´n Schipper blewen doot all de mit mi to Lieke gaht da schölt de Kost betalen Immer ammer Otter dammer Pirum parum puff! Trummelschläger druff! Teine, twentig, dartig… in Bremer Kinderreime 53

| 1890


Auf der Walze ist es schön

Auf der Walze ist es schön wenn die Frühlingslüfte weh´n wenn in  goldenem  Sonnenglanze die Natur im bunten Kranze feiert neu ihr Auferstehn dann ist´s auf der Walze schön Auf der Walze ist es schön, wenn vom Kopfe bis zum Zehen gut Kluft und gute Trittchen, beibt man ferne stets dem Kittchen, lässt sich keine Biene sehen dann ist’s auf

Liederzeit: | , | 1930


Beim Graben einer Grube sah (Die zwei Totenköpfe)

Beim Graben einer Grube sah Ein Totenkopf den anderen liegen Und rief: »Wer bist du, der so nah Sich darf zu meiner Gruft verfügen?« »Ich war«, sprach der, »ein Ruderknecht, Aß schwarzes Brot, trank aus den Flüssen, Schlief auf der Erde, lebte schlecht, An Schuhn und Kleidern abgerissen: Bis der erwünschte Tod mich fand, Den ich oft inniglich begehret, Der

| 1800


Biddewiddewitt mein Mann ist kommen

Biddewiddewitt mein Mann ist kommen Biddewiddewitt was mitgebracht? Biddewiddewitt ein Sack voll Kohlen Biddewiddewitt er hat´s gestohlen Biddewiddewitt er soll an Galgen Biddewiddewitt er hängt schon dran aus Siegen 1896 durch Dr. Eskuche

| 1896


Bimbam Bimbau die Glocke läutet zu Spandau

Bimbam Bimbau die Glocke läutet zu Spandau Wer ist tot? Ohnebrot. Wer läßt ihn denn begraben? Schulzens schwarze Raben bei: Simrock 239

| 1850



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Lieder von Arm und Reich, von Armut und Reichtum. Große Armut und unermesslicher Reichtum war immer schon Thema der Volkslieder und auch im Kinderreim