Nun bricht aus allen Zweigen das maienfrische Grün

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Nun bricht aus allen Zweigen
das maienfrische Grün,
die ersten Lerchen steigen
die ersten Veilchen blüh´n.
und golden liegen Tal und Höh´n:
O Welt, du bist so wunderschön
im Maien!

Und wie die Knospen springen
da regt sich’s allzumal;
die muntern Vögel singen
die Quelle rauscht ins Tal;
und freudig hallt das Lustgetön:
O Welt, du bist so wunderschön
im Maien!

Wie sich die Bäume wiegen
im lieben Sonnenschein!
Wie hoch die Vögel fliegen
ich möchte hinterdrein;
möcht‘ jubeln über Tal und Höh’n:
O Welt, du bist so wunderschön
im Maien!

Text: Julius Rodenberg (vor 1860)
Musik: a) Ludwig van Beethoven (1770-1827) — b) Gg. Schmitt — c) A. Billeter ()
Die Melodie wurde von der Arbeiterbewegung mehrfach für neue Texte verwendet.

Anmerkungen zu "Nun bricht aus allen Zweigen das maienfrische Grün"

Gedicht von Jul v Rodenberg um 1860. Das Thema zu Variationen von Beethoven hat schon Zuccalmaglio einer von ihm gedichtete Ballade Ach Schiffer lieber Schiffer angepaßt (s. Kretzschmer Volkslieder I Nr 102)

"Nun bricht aus allen Zweigen das maienfrische Grün" in diesen Liederbüchern

u.a. in Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895) — Deutscher Jugendklang (ca 1900) — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Des Rennsteigwanderers Liederbuch (1907) — Hamburger Jugendlieder (1922) — Der freie Turner (1913) – Lieder für höhere Mädchenschulen (1919) — Berg Frei (1919) –

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