Bremer Stadtmusikanten

Schmitt

Georg Schmitt

| 1970

Der Komponist, Pianist und Organist Johann Georg Gerhard Schmitt wurde 1821 in Trier geboren. Er starb am 7. Dezember 1900, mit fast 80 Jahren, an einer asthmatischen Krankheit und wurde auf dem Pariser Friedhof „Père Lachaise“ beigesetzt.   
Georg Schmitts Vater spielte von 1811 bis 1832 die Domorgel in Trier. Als er starb, war sein Sohn elf Jahre alt. Nach einer zweijährigen musikalischen Ausbildung in Münster kehrte Georg Schmitt nach Trier zurück und wurde 1835 im Alter von 14 Jahren (!) Domorganist. In den folgenden Jahren kam es häufiger zu Mißstimmigkeiten mit dem Domkapitel, das ihm Unzuverlässigkeit vorwarf und sein Orgelspiel als „zu weltlich“ empfand. 1842 wurde Schmitt fristlos entlassen. Wie aus einem Bittstellerbrief des Organisten an das Domkapitel hervorgeht, wurde ihm „unsittlicher Umgang“ mit einer „frivolen Dirne“ vorgeworfen. Nach vergeblichem Versuch, in das Berliner Musikkonservatorium aufgenommen zu werden, absolvierte Schmitt in Trier den Militärdienst und ging 1845 nach Paris.


Dort wurde sein Schaffen von Hector Berlioz, Gaspare Spontini und anderen Komponisten der italienischen Oper beeinflußt, und er lernte Jacques Offenbach kennen. In Paris erteilte Schmitt im Hause der spanischen Königin Maria Christina Klavierunterricht und spielte in der Hofkapelle Napoleons III. 1847 heiratete der gebürtige Trierer Leontine Pau de Saint-Martin, mit der er fünf Kinder bekam. Während des Revolutionsjahres 1848 mußte Schmitt Paris verlassen und nahm eine Organistenstelle in New Orleans an. Als er im darauffolgenden Jahr nach Paris zurückkehrte, wurde er Organist in St. Sulpice.


Nach Kriegsausbruch 1870 reiste Schmitt drei Jahre durch Italien, wo ihm Papst Pius IX. den Gregoriusorden für seine Verdienste um die Kirchenmusik verlieh. Zurück in Paris, wurde der angesehene Musiker Organist in St. Joseph und St. Germain de Près und kehrte später wieder an den Ausgangspunkt seiner Pariser Organistentätigkeit in St. Sulpice zurück.


„Das Andenken an meine Vaterstadt wird in mir fortleben bis zum letzten Hauch“, soll Schmitt im Gedenken an Trier noch kurz vor seinem Tod geäußert haben. Heute erinnern in Trier ein Reliefbild an seinem Geburtshaus in Zurlauben und der Platz vor der Kaiser-Wilhelm-Brücke, 1921 auf seinen Namen getauft, an Georg Schmitt. Das Mosellied aus dem Jahre 1842 ist wohl sein bekanntestes Werk. (Quelle: http://user.cs.tu-berlin.de/~merkury/schmitt/schmitt05.htm)

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O sehet hin o sehet hin (das Münchener Pulvermagazin)

O sehet hin o sehet hin das Münchener Pulvermagazin es hat gepufft, es hat geknallt daß es bis Regensburg erschallt Es flog in d´Luft, o sehet hin das Münchener Pulvermagazin Das Ganze tat ein böser Bu er hatte längst schon keine Ruh im ganzen Land war er bekannt Stanislaus Schmidt war er genannt Sechs Schuh, […]

Sängerkrieg von Trarbach

Von Landschaften der Rheingegend erfuhr besonders das Moselland dichterische Verherrlichung und gab Veranlassung zu einem Liede. das im weitesten Sinne zum Volksliede geworden ist. dem „Moselliede“ von Theodor Reck , komponiert von Georg Schmitt von Trier.  Die Geschichte des Reckschen Moselliedes wie der Mosellieder überhaupt ist aufs engste verknüpft mit der des sogen. ersten Sängerkrieges von Trarbach“. Im September 1845 […]

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