Im tiefen Wald im Dornenhag

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Im tiefen Wald im Dornenhag

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Im tiefen Wald im Dornenhag
Da schläft die Jungfrau hundert Jahr
Es schläft die Flieg an der Wand
In dem Schloß Hund und Roß
Es schläft wohl auf dem Herd der Brand

Der Ritter zog sein Schwerdt da frisch
und hieb  sich ab das Dorngebüsch
und ging hinein in´s Königshaus
in´s Kämmerlein zum Bettelein
Küßt auf den Mund die schlafende Braut

Da wacht das schöne Mägdelein
Schenkt ihm ihr feines Ringelein
Die Flieg erwachet an der Wand
In dem Schloß Hund und Roß
Auf dem Herd erwacht der Feuerbrand

Text: Verfasser unbekannt – vermutlich von Zuccalmaglio
Musik: Als ich bei meinen Schafen wacht

als „Der Wecker“ in Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen (1841 , Band II, „am Niederrhein gesungen – zur Brunhilde-  oder Dornröschen – Sage“) – Siehe auch das Kinderlied „Dornröschen war ein schönes Kind
Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895, „von Zuccalmagio selbst..?)

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1841)
Schlagwort: | |
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Anmerkungen zu "Im tiefen Wald im Dornenhag"

Mitgeteilt von Zuccalmaglio in Kretzschmers Volkslieder II 29 In seinem handschriftlichen Verzeichnis hat Zuccalmaglio bemerkt: Wurde um 1830 noch in Odenthal am Niederrhein gesungen. Die Dornröschen- oder Brunhilde.Sage hängt mit der Siegfried-Sage und dem Sonnencultus zusammen. Die Melodie, welche Zuccalmaglio beifügt, ist die altkatholische Volksweise Als ich bei meinen Schafen wacht (s. Bäumker I Nr 162) aus dem Kölner Gesangbuch 1623 u Liederhort III 654. Dadurch wird auch der Text in seinem Ursprung sehr verdächtig und mag Erfindung von Zuccalmaglio sein. (Böhme, Volkstümliche Lieder der Deutschen, 1895)

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