Argonnerwald um Mitternacht

Soldatenlieder | | 1914

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Argonnerwald, um Mitternacht
Ein Pionier stand auf der Wacht
Ein Sternlein hoch am Himmel stand
Bringt ihm ´nen Gruß aus fernem Heimatland

Und mit dem Spaten in der Hand
Er vorne in der Sappe stand.
Mit Sehnsucht denkt er an sein Lieb:
Ob er sie wohl noch einmal wiedersieht?

Und donnernd dröhnt die Artill’rie.
Wir stehen vor der Infantrie.
Granaten schlagen bei uns ein,
Der Franzmann will in unsere Stellung ‘rein.

Er frug nicht warum und nicht wie,
Tat seine Pflicht wie alle sie.
In keinem Liede ward´s gehört,
Ob er geblieben oder heimgekehrt.

Bedroht der Feind uns noch so sehr,
Wir Deutsche fürchten ihn nicht mehr.
Und ob er auch so stark mag sein,
In unsere Stellung kommt er doch nicht ‘rein.

Der Sturm bricht los, die Mine kracht,
Der Pionier gleich vorwärts macht.
Bis an den Feind macht er sich ran
Und zündet dann die Handgranate an.

Die Infantrie steht auf der Wacht,
Bis daß die Handgranate kracht,
Geht dann mit Sturm bis an den Feind,
Mit Hurra nimmt sie dann die Stellung ein.

Der Franzmann ruft: Pardon Monsieur!
Hebt beide Hände in die Höh,
Er fleht uns dann um Gnade an,
Die wir als Deutsche ihm gewähren dann.

Bei diesem Sturm viel Blut auch floß,
Manch junges Leben hat’s gekost´.
Wir Deutsche aber halten stand,
Für das geliebte, teure Vaterland.

Argonnerwald, Argonnerwald,
Ein stiller Friedhof wirst du bald!
In deiner kühlen Erde ruht
So manches tapfere Soldatenblut.

Und komm’ ich einst zur Himmelstür,
Ein Engel Gottes steht dafür:
Argonnerkämpfer, tritt herein,
Hier soll für dich der ew’ge Friede sein.

Du Pionier um Mitternacht,
Heut’ steht ganz Deutschland auf der Wacht.
In Treue fest, im Wollen rein,
Als eine neue starke Wacht am Rhein !

Nach “In Kiautschau um Mitternacht“, das in der Marine bereits um 1900 gesungen wurde.  Vergleiche auch “Steh ich in finstrer Mitternacht”. Durch H.v. Gordon 1915 umgetextet (als Pionierlied) – in vielen unterschiedlichen Versionen überliefert – die letzte Strophe ist offensichtlich nachträglich hinzugefügt worden . 1939? “Wacht am Rhein” (Es braust ein Ruf wie Donnerhall) bezieht sich auf ein älteres kriegerisches Lied von 1840, das gegen Frankreich gerichtet ist.
 auf die gleiche Melodie:  “Argonnerwald um Mitternacht”

in: Soldatenlieder-Sammlung (1914-1918 , DVA A 107804 ) — Liederbuch des jungdeutschen Ordens (ca. 1921) — Weltkriegs-Liedersammlung (1926) — Liederbuch der Fallschirmjäger (1983) —

Jetzt (1914?) gesungene Fassung bei den 25ern Pionieren ( Mainz , Otto Stückrath , handschrftl. Aufsatz S.32 , DVA A 107 805, weitere Fassungen dort DVA A 107803 ( Lied der 88er aus Mainz, als Melodie: Ich hab ein kleines Hüttle nur”) und A 107804 ) :

Wer hat denn dieses Lied erdacht?
Ein fünfundzwanzger auf der Wacht,
Der jetzt in Frankreichs Erde ruht,
Für Deutschlands Fahne floß sein Blut.

bei Stückrath , DVA 107804

Argonnerwald, um Mitternacht
Ein Infantrist steht auf der Wacht,
Ein Sternlein hoch am Himmel stand,
Bringt ihm ein‘ Gruß aus fernem Heimatland.

Und donnernd dröhnt die Artillerie,
Wir stehen vor der Infantrie,
Granaten schlagen bei uns ein,
Der Franzmann will in unsre Stellung rein.

Der Sturm bricht los, die Mine kracht,
Der Pionier steht auf der Wacht,
Bis an den Feind schleicht er heran
Und zündet gleich die Handgranate an.

Die Infantrie steht auf der Wacht,
Bis dass die Handgranate kracht.
Im Sturme geht’s dann auf den Feind,
Mit Hurra nehmen wir die Stellung ein.

Der Franzmann schreit: Pardong, Mosjöh;
Hebt beide Hände in die Höh‘,
Er flehet unsre Gnade an,
Die wir Deutschen ihm gewähren dann.

Argonnerwald, Argonnerwald,
Ein großer Friedhof bist du bald,
In deinem moos’gen Schoße ruht
So manches tapfere Soldatenblut.

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