Bremer Stadtmusikanten

Liederlexikon: Soldatenlieder-Sammlung

| | 1914

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Das Deutsche Volksliedarchiv in Freiburg wurde im Frühjahr des Jahres 1914 gegründet. Unmittelbar nach Beginn des Ersten Weltkrieges begann der Leiter dieser Einrichtung, Professor John Meier, mit dem Aufbau von Kriegssammlungen. Entsprechend dem Gründungszweck des Archivs, nämlich deutsch­sprachige Volkslieder zu sammeln, dokumentieren und zu erforschen, standen dabei lyrische Texte im Vordergrund. Neben einer Zeitungsausschnittsammlung mit Kriegsgedichten (14.000 Gedichte) wurde mittels einer Fragebogen-Aktion damit begonnen, Soldatenlieder empirisch zu erheben.

Eingeleitet wurde diese Aktion mit Genehmigung der Heeresleitung und mit Unterstützung des Verbandes Deutscher Vereine für Volkskunde. Aufgrund von mehreren hundert Briefeinsendungen (Sign. Sl) wur­den – allerdings erst nach Ende des Ersten Weltkrieges – archivalische Liedbelege angefertigt (Sign. A 106413 bis 109416).

Das Bremer Ensemble „Die Grenzgänger“ veröffentlichte im Mai 2014 ein Album mit Liedern aus dieser Sammlung. „Maikäfer Flieg“ wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet, der Titel „Wenn der Tod tanzt (Aspirin)“ war auf Platz 1 der Liederbestenliste.




"Soldatenlieder-Sammlung" im Archiv:

Gaudeamus igitur

Gaudeamus igitur Juvenes dum sumus Post jucundam juventutem Post molestam senectutem Nos habebit humus! Vita nostra brevis est, Brevi finietur Venit mors velociter Rapit nos atrociter Nemini parcetur. Ubi sunt qui ante Nos in mundo fuere? Vadite ad superos Transite ad inferos Hos si vis videre. Vivat academia Vivant professores Vivat membrum quodlibet Vivant membra quaelibet Semper sint in flore!

Weint mit mir ihr nächtlich stillen Haine

Weint mit mir, ihr nächtlich stillen Haine, zürnet nicht ihr morschen Totenbeine, wenn ich euch, ja, wenn ich euch, wenn ich euch in eurer Ruhe stör! Denn es wohnt allhier in euer Mitte sanft und still ein Mädchen voller Güte. Ach! von ihr entfernt zu sein, ist schwer. Sie versprach, des Nachts mir zu erscheinen sich mit mir auf ewig

Da droben auf jenem Berge

Da droben auf jenem Berge da steht ein hohes Haus da schauen wohl alle Frühmorgen drei schöne Jungfrauen heraus Die eine die heißet Susanne die andere Anne Marei die dritte die darf ich nicht nennen weil sie es mein eigen soll sein In meines Vaters Lustgarten da stehen zwei Bäumelein das eine das traget Muskaten das andre Feinsnägelein Muskaten und

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