Willkommen o seliger Abend

Willkommen o seliger Abend

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Willkommen, o seliger Abend
dem Herzen, das froh dich genießt
Du bist so erquickend, so labend
drum sei mir recht herzlich gegrüßt

In deiner erfreulichen Kühle
vergißt man die Leiden der Zeit,
vergißt man des Mittages Schwüle
und ist nur zum Danken bereit

Wenn säuselnde Lüftchen uns kühlen
kein Horcher, kein Lauscher uns stört
dann wird unter Wonnegefühlen
der Becher der Freundschaft gelehrt

Im Kreise sich liebender Freunde
gelagert auf schwellendem Grün
verzeiht man dem fluchenden Feinde
und lässet in Frieden ihn ziehn

Drückt mir eine reizende Schöne
im traulichen Dunkel die Hand
kein Dichter beschreibt diese Szene
sie ist mit dem Himmel verwandt

Beim Widerschein himmlischer Kerzen
feiert Liebe des schönsten Triumph
da schlagen die Herzen an Herzen
und Echo ruft leise – Triumph

Willkommen, o Abend voll Milde
du schenkst dem Ermüdeten Ruh
versetzt uns in Edens Gefilde
und lächelst uns Seligkeit zu

Text: Fritz von Ludwig – 1795 zuerst (?) in Niemanns gesellschaftliches Liederbuch ( Altona und Leipzig , 1795) , „Willkommen o herrlicher Abend“, dann in Ludwigs Gedichten ( Fankfurt an der Oder , 1801). Der Verfasser war preussischer Kriegsrat , geboren 1755, gestorben 1811.
Musik: Melodie von Friedrich Franz Hurka (1799), auch von Wilhelm Gottlieb Becker

Liederthema:
Liederzeit: (1795)

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