Bremer Stadtmusikanten

Wenn grün die Eichen stehen auf den Fluren

Wenn grün die Eichen stehen auf den Fluren
und alles freuet sich der schönen Zeit,
muss Wilhelm fort in fremde Länder reisen,
muss Wilhelm fort und fort muss er von hier.

Er zog hinaus zum blutigen Gefechte,
er zog hinaus und kam auch nimmermehr.
In einer Schlacht, da fand man seine Leiche:
So laut’t die Botschaft, die man trug daher.

Wir liebten uns auf immer und auf ewig.
Wir liebten uns getreu bis in den Tod
Wir liebten uns, wie sich zwei Kinder lieben.
Sein Herz war mein und ich auf ewig sein.

Einstmals saß ich vor meiner Eltern Türe,
war ganz betrübt und weint‘ gar jammervoll,
da kam ein schöner Herr daher gegangen,
mein Wilhelm war’s, es war sein Wuchs, sein Gang.

„O Wilhelm mein, wo bist du denn geblieben?
Hätt’st du geschrieben, wär ich jetzt noch dein.
O Wilhelm, warum hast du nicht geschrieben?
Rudolf ist mein und ich auf ewig sein!“

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Sentimentales Lied über den Tod im Krieg und die, die zurück bleiben

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Liederthema: Frauenlieder | Trauerlieder
Liederzeit: , (1910)
Schlagwort: |