Küchenlieder

Küchenlieder: Anders als Moritaten nicht für den öffentlichen Vortrag gemacht sondern oft von Dienstmädchen oder Köchinnen bei der Hausarbeit gesungen.  Lieder der bürgerlichen Salonmusik, meist von zweit- oder drittrangigen Verfassern im romantisierenden Volkston geschrieben. Sentimental, kitschig, nicht selten von Mädchen bzw. Frauen, von betrogener Liebe und unerfüllten Sehnsüchten handelnd. Vorläufer des deutschen Schlagers.


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Als ich einmal an einem Kirchhof vorbeiging

Als ich einmal an einem Kirchhof vorbeiging da wo so viele Gräber sind da stand eine Seel an einem Stein sie rief von Herzen das Grab hinein “Steh auf o Leib hier ist die Seel hier ist die Seel, verklaget dich” “Ist das die Seel die vor acht Jahren aus diesem Leben ist gefahren” “Wenn du sahst die Leut in

Liederzeit: | 1928


An einem Fluß der rauschend schoß (Das Waisenkind)

An einem Fluß, der rauschend schoß ein armes Mädchen saß. Aus ihren blauen Äuglein floß Manch Tränchen in das Gras. Sie wand aus Blumen einen Strauß Und warf ihn in den Strom. Ach, guter Vater, rief sie aus, Ach. lieber Bruder, komm! Ein reicher Herr gegangen kam Und sah des Mädchens Schmerz, Sah ihre Tränen, ihren Gram, Und dies brach

Liederzeit: | 1781


Aus deinen blauen Augen strahlt die Liebe

Aus deinen blauen Augen strahlt die Liebe aus deinem Herzen süße sanfte Triebe ach wenn du wüßtest wie ich dich liebte könnt´ ich doch ewig, ewig bei dir sein Denk ich an dich, so muß mein Herze brechen von deiner Liebe darf ich ja nicht sprechen die süßen Liebe, die heißen Triebe von der gerührt mir fast das Herze bricht

Liederzeit: | 1936


Der süße Wilhelm saß auf grüner Au

Der süße Wilhelm saß auf grüner Au Und seine Braut Lenor’ auf seinem Schoß Da wand sie sich aus seinen Armen los: Sieh hier, sieh dort den kalten Abendtau! Nimm hin den Abschiedskuß mein Trauter! Ich muß gehn. Leb wohl, du süßer Wilhelm, leb wohl, auf Wiedersehn Und als sie früh an ihrem Fenster stand Da hörte sie die helle Dorfschalmei

Liederzeit: | 1817


Die arme Mutter und sechs Kinder

Die arme Mutter und sechs Kinder In ganzen Haus kein Stückchen Brot Es ist so recht ein strenger Winter Der Vater, der ist lang schon tot Das eine Kind schreit, weil es friert Eins hälts vor Hunger nicht mehr aus Das dritte schreit nach seinem Vater Sie müssen aus der Wohnung raus Das sind Gefühle, die man nicht vergessen kann

Liederzeit: | , | 1900


Eduard und Kunigunde

Eduard und Kunigunde liebten treu und zärtlich sich Sehnlich harrten sie der Stunde Wo das Licht der Sonne wich O dann blüthen ihre Freuden Durch der Liebe Wonn´ Genuß und kein herber Kelch der Leiden Mengte sich in ihren Kuß Doch der Drang nach Reichtum stürzte Nur zu bald dies große Glück Das was ihre Tage würzte Schwand nun schnell

Liederzeit: | , | 1820


Ein verrückter Schwerenöter (Lindemann)

Ein verrückter Schwerenöter ist mein Freund der Lindemann weil der Mensch, das leid´ge Küssen absolut nicht lassen kann Sieht er nur ein hübsches Mädchen gleich ist er dahinter her drückt ihr auf ein Dutzend Küsse wenn nicht etwa gar noch mehr Ganz egal, wo er sie findet ob sie groß ist oder klein Ach was hab ich schon geredet “Mensch

| 1900


Einst ging bei hellem Mondenschein ein Jäger auf die Jagd

Einst ging bei hellem Mondenschein ein Jäger auf die Jagd Er ging in seinen Wald hinein er ging in seinen Tod Sein Mädchen, das ihm lieber war Als alles, alles auf der Welt ging ohne Furcht vor der Gefahr ihm heimlich nach ins Feld Sie ging ihm nach, sie eilt´ im nach und dacht in ihrem Sinn “Von Wald zu Wald,

Liederzeit: | 1900


Es ging ein Gärtner-Mädchen

Es ging ein Gärtner-Mädchen Tief sinnend und allein; Sie sprengte unverdrossen Ihr Blumenbeet, doch flossen Auch helle Thränen drein. Verlaßner Wilhelm, seufzte Sie ihrem Liebsten nach, O könnt’ ich, wie im Garten Der Blumen, deiner warten, Du Herzens Wilhelm, ach! Am kriegerischen Rheine Verwelkest du vielleicht, Und wimmerst um Erbarmen, Indeß kein Mensch dir Armen Ein Tröpfchen Labung reicht. Vom

Liederzeit: | | 1841


Es war einmal ein Mädchen

Es war einmal ein Mädchen die hüt´ am Kamm die Küh die hüt´ sie wohl im Sommer als wie im Frühling früh Sie war ihr Lebtag lose und gar von Herzen gut Und wie eine Pfingstrose war´n ihre Wangen rot. Sie hütet an dreißig Stücke so mutterseelenallein Und jedes hatt’ eine Glocke als wie der größte Topf. Hoch auf dem

Liederzeit: | 1890



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