O du Deutschland ich muß marschieren (1815)

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O du Deutschland ich muß marschieren (1815)

O du Deutschland, ich muß marschieren
o du Deutschland, du machst mir Mut
Meinen Säbel will ich schwingen
meine Kugei die soll klingen
gelten soll’s des Feindes Blut

Nun ade, fahr wohl, Feinsliebchen
Wein nicht die Augen rot
trage dieses Leid geduldig
Leib und Leben bin ich schuldig
es gehört zum Erstern Gott

Nun ade, herzliebster Vater
Mutter, nimm den Abschiedskuß
Für das Vaterland zu streiten
mahnt es mich nächst Gott zum Zweiten
daß ich von euch scheiden muß

Auch ist noch ein Klang erklungen
mächtig mir durch Herz und Sinn
Recht und Freiheit heißt das dritte
und es treibt aus eurer Mitte
mich in Tod und Schlachten hin

O wie lieblich die Trommeln schallen
und die Hörner blasen drein
Fahnen wehen frisch im Winde
Roß und Männer sind geschwinde
und es muß geschieden sein

O du Deutschland ich muß marschieren
o du Deutschland, du machst mir Mut
Meinen Säbel will ich schwingen
meine Kugel, die soll klingen
gelten soll’s des Feindes Blut

Text: Ernst Moritz Arndt – 1815  (1769-1860), , Umdichtung eines Volksliedes von 1809. Die Originalfassung von „O du Deutschland ich muss marschieren“ wurde auf die Melodie gesungen, die Vorlage für „Weißt du wieviel Sternlein stehen“ war.
Musik: Friedrich Silcher (1789-1860)

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Liederzeit: vor 1815 : Zeitraum:
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Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: Das Liebeslied „So viel Stern am Himmel stehen“ (1818 erstmals gedruckt) und das ältere religiöse Lied “Himmelsau Licht und blau” sind die Vorlagen gewesen für das heute noch bekannte religiöse Schlaflied „Weißt du wieviel Sternlein stehen“ des Predigers Wilhelm Hey, der einem einfachen Liebeslied ein religiöses Kinderlied gemacht hat. Dieses ... weiter lesen

Letzte Aktualisierung am 13.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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