Liedergeschichte: Weißt du wieviel Sternlein stehen

Zur Geschichte von "Weißt du wieviel Sternlein stehen": Parodien, Versionen und Variationen.

Das Liebeslied „So viel Stern am Himmel stehen“ (1818 erstmals gedruckt) und das ältere religiöse Lied “Himmelsau Licht und blau” sind die Vorlagen gewesen für das heute noch bekannte religiöse Schlaflied „Weißt du wieviel Sternlein stehen“ des Predigers Wilhelm Hey, der einem einfachen Liebeslied ein religiöses Kinderlied gemacht hat. Dieses religiöse Umdeuten gerade von erotischen Liedern war gängige Praxis, so zB auch bei “Die Blümelein sie schlafen”. Die Zahl der Sterne als Metapher für etwas unendlich Großes kommt auch in anderen Liedern vor: In „Es stand ein Lind im tiefen Tal“ steht z. B. „Ich wünsch ihm so viel gute Zeit / so viel als Stern am Himmel sein“

Die Melodie von „So viel Stern am Himmel stehen“ ist wiederum dem Soldatenabschiedslied “O du Deutschland ich muss marschieren” von 1809 entlehnt. Heys „Sternlein-Lied“ geht also auf eine Soldatenklage zurück.

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Himmelsau, licht und blau wieviel zählst du Sternlein ohne Zahl, soviel mal sei gelobt der ewige Gott Gottes Welt, wohl bestellt wieviel zählst du Stäublein ohne Zahl, soviel mal sei gelobt der ewige Gott Sommerfeld, uns auch meld wieviel zählst du Gräslein? ohne Zahl, soviel mal sei gelobt der ewige Gott Dunkler Wald, grün gestalt´t wieviel ... Weiterlesen ... ...

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So viel Stern am Himmel stehen So viel Schäflein als da gehen In dem grünen Feld So viel Vögel, als da fliegen Als da hin und wieder fliegen So viel mal sei du gegrüßt Soll ich dich dann nimmer sehen Ach das kann ich nicht verstehen O du bittrer Scheidens Schluss Wär ich lieber schon ... Weiterlesen ... ...

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O Du Deutschland ich muß marschieren O du Deutschland ich muß fort Eine Zeitlang muß ich scheiden Eine Zeitlang muß ich meiden Mein geliebtes Vaterland Nun adje herzliebster Vater Nun adje so lebet wohl Wollt ihr mich noch einmal sehen Steigt auf jenes Berges Höhen Schaut herab ins tiefe Tal Seht ihr mich zum letztenmal ... Weiterlesen ... ...

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O du Deutschland, ich muß marschieren o du Deutschland, du machst mir Mut Meinen Säbel will ich schwingen meine Kugei die soll klingen gelten soll’s des Feindes Blut Nun ade, fahr wohl, Feinsliebchen Wein nicht die Augen rot trage dieses Leid geduldig Leib und Leben bin ich schuldig es gehört zum Erstern Gott Nun ade, ... Weiterlesen ... ...

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So viel Stern am Himmel stehen an dem güldnen blauen Zelt; so viel Schäflein, als da gehen in dem grünen, grünen Feld; so viel Vöglein, als da fliegen als da hin und wieder fliegen: so viel mal sei du gegrüsst! Soll ich dich denn nimmer sehen nun ich ewig ferne muss? Ach, das kann ich ... Weiterlesen ... ...

Ein in dieser Form in ganz Deutschland gekanntes Lied, das nur zum Theil wirkliches Volklied ist. Der Text steht zuerst im Wunderhorn II, S. 199 in zehn dreizeiligen Strophen. Daher Abdr. bei Simrock Nr. 124. Scherer, Jungbrunnen 76. Die jeweils zweite Zeile der oben stehenden...

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Gottes Sternlein glänzen wieder still und schön in ihrer Pracht Lieber Gott im Himmel oben gib mir eine gute Nacht Wachet Sternlein ich will schlafen bis die schöne Sonne lacht lieber Gott dein Kindlein hüte gib mir eine gute Nacht Schicke mir ein Englein nieder daß es mir am Bette wacht gib auch meinen lieben ... Weiterlesen ... ...

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Nun leb´ wohl, du kleine Gasse nun ade, du stilles Dach! Vater, Mutter sahn mir traurig und die Liebste sah mir nach Hier in weiter, weiter Ferne wie´s mir nach der Heimat zieht Lustig singen die Gesellen doch es ist das falsche Lied. Andre Städtchen kommen freilich andre Mädchen zu Gesicht, ach! wohl sind es ... Weiterlesen ... ...

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Weißt du wieviel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt? Weißt du wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt? Gott, der Herr, hat sie gezählet, daß ihm auch nicht eines fehlet, an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl. Weißt du wieviel Mücklein spielen in der hellen Sonnenglut? Wieviel Fischlein auch sich kühlen in ... Weiterlesen ... ...

Die Autoren von „Als der Großvater die Großmutter nahm (1885) vermuten, daß der Text schon 1816 in Heys Gedichten stand. — Die Melodie wurde erstmals 1818 gedruckt und geht zurück auf andere, ältere Volkslieder, auf die auch das Lied So viel Stern am Himmel stehen...

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O du Deutschland, du sollest mir´s gedenken Du hast mich von meinem Throne gestürzt Und die Liebe, die kann ich dir nicht schenken O du Deutschland, du sollest mir´s gedenken Brüder, drauf mit der Macht Wenn es blitzt, wenn es kracht Brüder, drauf zum Sieg Uns winkt die heiße Schlacht Drauf laßt die Fahne wallen ... Weiterlesen ... ...

Bei Steinitz II ,1962 , der den Text als „stark verderbt“ bezeichnet, aber wegen der 3. Strophe zu den Liedern von 1848/49 rechnet: „Nach dem pessimistischen Ton in Str. 3 und nach Str. 2 möchte man an die schweren Kämpfe in Baden und der Rheinpfalz im Mai 1849 denken....

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Weißt du wieviel Sternlein stehen manchem Lumpen an der Brust weißt du wieviel Bummler gehen stolz einher, sich selbstbewusst in: Arbeiter-Liederbuch (1894) Polizei und Feldgendarmen ………. möge sich die Welt erbarmen an ihrer großen Zahl Weißt du, wieviel Kinder früh aufstehen, hungrig aus ihrem Bett aufstehen …. Einsender: Nach mündlichem Vortrag von Paul Hennig, Crimmitschau, ... Weiterlesen ... ...