Freiligrath

12 Lieder von Freiligrath

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Die Kugel mitten in der Brust (Die Toten an die Lebenden)

Die Kugel mitten in der Brust, die Stirne breit gespalten, So habt ihr uns auf blut´gem Brett hoch in die Luft gehalten! Hoch in die Luft mit wildem Schrei, daß unsre Schmerzgebärde Dem, der zu töten uns befahl, ein Fluch auf ewig werde! Daß er sie sehe Tag und Nacht, im Wachen und im Traume Im Öffnen seines Bibelbuchs wie

Freiheitslieder | Lieder vom Tod | Liederzeit: | 1848


Frisch auf zur Weise von Marseille

Frisch auf zur Weise von Marseille, Frisch auf ein Lied mit hellem Ton! Singt es hinaus als die Reveille Der neuen Revolution! Der neuen, die mit Schwert und Lanze Die letzte Fessel bald zerbricht. Der alten, halben singt es nicht! Uns gilt die neue nur, die ganze! Die neue Rebellion! Die ganze Rebellion! Marsch! Marsch! Marsch! Marsch! Und wär´s zum

Freiheitslieder | Liederzeit: | 1849


Hurra du stolzes schönes Weib hurra Germania

Hurra, du stolzes, schönes Weib Hurra, Germania Wie kühn mit vorgebeugtem Leib Am Rheine stehst du da Im vollen Brand der Juliglut Wie ziehst du risch dein Schwert Wie trittst du zornig frohgemut Zum Schutz vor deinen Herd! Hurra, hurra, hurra Hurra, Germania Du dachtest nicht an Kampf und Streit in Fried´ und Freud´ und Ruh´ auf deinen Feldern, weit

Deutschlandlieder | Liederzeit: | | 1870


Ich war ich bin ich werde sein (Die Revolution)

Und ob ihr sie, ein edel Wild mit euren Henkersknechten fingt Und ob ihr unterm Festungswall standrechten die Gefangne gingt Und ob sie längst der Hügel deckt auf dessen Grün ums Morgenrot Die junge Bäurin Kränze legt – doch sag ich euch: sie ist nicht tot Und ob ihr von der hohen Stirn ‘das wehnde Lockenhaar ihr schort Und ob

Freiheitslieder | Liederzeit: | 1851


In Kümmernis und Dunkelheit

In Kümmernis und Dunkelheit,Da mußten wir sie bergen!Nun haben wir sie doch befreit,Befreit aus ihren Särgen!Ha, wie das blitzt und rauscht und rollt!Hurra, du Schwarz, du Rot, du Gold!Pulver ist schwarz,Blut ist rot,Golden flackert die Flamme! Das ist das alte Reichspanier,Das sind die alten Farben!Darunter haun und holen wirUns bald wohl junge Narben!Denn erst der Anfang ist gemacht,Noch steht bevor

Freiheitslieder | | 2006


Mein Herz ist im Hochland mein Herz ist nicht hier

Mein Herz ist im Hochland mein Herz ist nicht hier! Mein Herz ist im Hochland im wald´gen Revier. Da jag´ ich das Rotwild da folg´ ich dem Reh mein Herz ist im Hochland wo immer ich geh Mein Norden, mein Hochland, leb’ wohl, ich muss ziehn! Du Wiege von allem, was stark und was kühn! Doch wo ich auch wandre

Heimatlieder | Liederzeit: | 1835


Ob Armut euer Los auch sei – Trotz alledem (1843)

Ob Armut euer Los auch sei hebt hoch die Stirn, trotz alledem! Geht kühn dem feigen Knecht vorbei wagt´s, arm zu sein, trotz alledem! Trotz alledem und alledem trotz niederm Plack und alledem der Rang ist das Gepräge nur der Mann das Gold trotz alledem! Und sitzt ihr auch beim kargen Mahl in Zwilch und Lein und alledem gönnt Schurken

Freiheitslieder | Lieder von Arm und Reich | Politische Lieder | Liederzeit: , | , | 2006


Sie haben Tod und Verderben gespien

Sie haben Tod und Verderben gespien wir haben es nicht gelitten Zwei Kolonnen Fußvolk und zwei Batterien wir haben sie niedergeritten Die Säbel geschwungen, die Zäume verhängt tief die Lanzen und hoch die Fahnen So haben wir sie zusammengesprengt Kürassiere wir und Ulanen Doch ein Blutritt war´s, ein Todesritt wohl wichen sie unseren Hieben Doch von zwei Regimentern, was ritt

Soldatenlieder | Liederzeit: | 1870


Trotz alledem (1848)

Das war ´ne heiße Märzenzeit trotz Regen, Schnee und alledem Nun aber, da es Blüten schneit nun ist es kalt, trotz alledem Trotz alledem und alledem trotz Wien, Berlin und alledem Ein schnöder scharfer Winterwind durchfröstelt uns trotz alledem Das ist der Wind der Reaktion mit Meltau, Reif und alledem! Das ist die Bourgeoisie am Thron der dennoch steht, trotz

Freiheitslieder | Liederzeit: | 2007


Wenn weit in den Landen wir zogen umher

Wenn weit in den Landen wir zogen umher wie die Heimat, so fanden kein Plätzchen wir mehr Hast draußen auch erklommen der Wonne Gipfel du Es wird dir nimmer werden der Heimat holde Ruh Heimat, o Vaterland Nichts gleicht der lieben Heimat dem teuren Vaterland Umrauschen auch Freuden und Glanz unsern Sinn Doch immer zieht Sehnsucht zur Heimat uns hin

Auswandererlieder | Heimatlieder | Liederzeit: | 1858