Lieder vom Tod

Siehe auch Lieder für Beerdigungen


Abend ists die Sonne ist verschwunden

Abend ist’s, die Sonne ist verschwunden und der Mond strahlt Silberglanz: so entfliehn des Lebens schönste Stunden fliehn vorüber wie ein Tanz Bald entflieht des Lebens bunte Scene und der Vorhang rollt herab aus ist unser Spiel: des Bruders Träne fließet dann auf unser Grab Bald vielleicht, mir weht, wie Westwind leise, eine stille Ahnung zu schließ ich dieses Lebens Pilgerreise fliehe in das Land der Ruh Werd’t ihr

Liederzeit: | 1801


Alles fügt sich und erfüllt sich

Alles fügt sich und erfüllt sich musst es nur erwarten können und dem Werden deines Glückes Jahr und Felder reichlich gönnen. Bis du eines Tages jenen reifen Duft der Körner spürest und dich aufmachst und die Ernte in die tiefen Speicher führest Text: Christian Morgenstern Musik: Eva Lippold geschrieben während ihrer Haft in den Zuchhäusern Jauer und Waldheim

Liederzeit: | 1935


Alles ist vergänglich

Alles ist vergänglich es währt eine kurze Zeit Wir alle müssen weichen die Armen wie die Reichen wohl in die Ewigkeit Keiner wird verschonet Keiner kommt davon: Fürsten, Potentaten finden keine Gnaden Müssen alle dran Ich und du und alle müssen vor Gericht müssen hören und sehen mit Seufzen und mit Flehen was der Richter spricht Heut gehst du spazieren

Liederzeit: | 1900


Als der Sandwirt von Passeier Insbruck (Andreas Hofer)

Als der Sandwirt von Passeier Insbruck hat mit Sturm genommen, die Studenten, ihm zur Feier mit der Geigen mittags kommen, laufen alle aus der Lehre ihm ein Hochvivat zu bringen, wollen ihm zu seiner Ehre seine Heldentaten singen. Doch der Held gebietet Stille spricht dann ernst: „Legt hin die Geigen! Ernst ist Gottes Kriegeswille wir sind all‘ dem Tode eigen.

Liederzeit: | | 1812


Als ich ein Junggeselle war (Tod von Basel)

Als ich ein jung Geselle war, nahm ich ein steinalt Weib; ich hatt sie kaum drei Tage, Ti-Ta-Tage da hat´s mich schon gereut. Da ging ich auf den Kirchhof und bat den lieben Tod: Ach lieber Tod zu Basel, Bi-Ba-Basel hol mir mein´ Alte fort! Und als ich wieder nach Hause kam, mein Alte war schon tot; ich spannt die

Liederzeit: | | 1600


Am Brünnelein im Walde wie traulich war´s zu zwein

Am Brünnelein im Walde wie traulich war´s zu zwei´n am Brünnlein im Walde, da steh ich ganz allein hab meinen Schatz verloren nur durch ein einzig Wort er konnt mir nicht vergeben, zog in die Ferne fort Nun ist er wieder kommen, am Brünnlein tat ich stehn er ging an mir vorüber, hat mich nicht angesehn Hat nicht die Reu´

Liederzeit: | | 1936


Anno neun da bin i gstandn

Anno neun da bin i gstandn z´allererst bei Innsbruck glei war´n die Bub´n g´nua vorhanden schaut´s, i war halt a dabei Nacha bin i abi ganga dort nach Kusstoan in d´Stadt Doch bald hätten´s mi dort g´fangen hätt i nit mei Stutzerl g´habt Bin ins Zillertal a kemma stand ja bei der Ziller Bruck doch lang konnt´n wir uns nit

Liederzeit: | , | 1810


Aus deinen blauen Augen strahlt die Liebe

Aus deinen blauen Augen strahlt die Liebe aus deinem Herzen süße sanfte Triebe ach wenn du wüßtest wie ich dich liebte könnt´ ich doch ewig, ewig bei dir sein Denk ich an dich, so muß mein Herze brechen von deiner Liebe darf ich ja nicht sprechen die süßen Liebe, die heißen Triebe von der gerührt mir fast das Herze bricht

Liederzeit: | 1936


Bedenk mein lieber Postumus

Bedenk, mein lieber Postumus wie flüchtig zieh´n die Jahre! bald wirst du Greis, bald wirst du krumm bald schützt kein Sacrificium vor Totenhemd und Bahre Zum Altar magst du Tag für Tag drei Hektabomben füren, den grimmen Pluto rührt es nicht er liess schon manchen grössern Wicht als dich hinab spazieren Uns allen, die im Erdenland sich bücken oder brüsten,

Liederzeit: | 1900


Beim Graben einer Grube sah (Die zwei Totenköpfe)

Beim Graben einer Grube sah Ein Totenkopf den anderen liegen Und rief: »Wer bist du, der so nah Sich darf zu meiner Gruft verfügen?« »Ich war«, sprach der, »ein Ruderknecht, Aß schwarzes Brot, trank aus den Flüssen, Schlief auf der Erde, lebte schlecht, An Schuhn und Kleidern abgerissen: Bis der erwünschte Tod mich fand, Den ich oft inniglich begehret, Der

| 1800




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