Ihr Brüder wenn ich nicht mehr trinke

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Ihr Brüder wenn ich nicht mehr trinke

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Ihr Brüder wenn ich nicht mehr trinke,
geplagt von Gicht und Podagra.
Wenn ich auf mein Sterbelager sinke
und glaub es sei mein Ende nah

Und sterb´ ich heute oder morgen,
so ist mein Testament gemacht.
Für das Begräbnis sollt ihr sorgen,
wohl ohne Glanz und ohne Pracht

Beim Sarge lasst es nur bewenden,
legt mich nur in ein Rheinweinfass.
statt der Zitronen in den Händen,
reicht mir ein volles Deckelglas.

Im Keller sollt ihr mich begraben,
wo ich so manches Fass geleert
Den Kopf will ich am Zapfen haben,
die Füsse nach der Wand gekehrt

Und wollt ihr mich zu Grab geleiten,
so folget alle Mann für Mann.
um Gotteswillen lasst das Läuten,
stosst lieber mit den Gläsern an

Auf meinen Grabstein schreibt die Worte:
Er ward geboren, wuchs und trank.
Jetzt ruht er hier an diesem Orte,
wo er gezecht sein Leben lang

Text: Verfasser unbekannt (vor 1767, „Von einem Offizier“)
Musik: Verfasser unbekannt (vor 1828)

Das Lied ist nicht von August Friedrich Ernst Langbein, sondern schon 1767 gedruckt, da war dieser erst zehn Jahre alt. Das Gedicht stehts erstmals in „Versuche in Scherzhaften und Moralischen Gedichten“, von einem Offizier ***, Celle, 1767. Erk druckt das Lied mit einer Volksweise 1810 in seinem Liederschatz II, daher hier. Ein andere Melodie im Allgemeinen Kommersbuch. (Angaben nach Volkstümliche Lieder der Deutschen, 1895, Nr. 352)

"Ihr Brüder wenn ich nicht mehr trinke" in diesen Liederbüchern

in Feuerwerker-Liederbuch (1883)– Deutsch-Österreichisches Studentenliederbuch (1888) — Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895) — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Des Rennsteigwanderers Liederbuch (1907) — Sport-Liederbuch (1921) — Wie´s klingt und singt (1936) — CC Liederbuch (1940) —

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