Ich bin Kuckuck und bleib Kuckuck

Kuckucks Liebesleben

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Ich bin Kuckuck und bleib Kuckuck

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Ich bin Kuckuck und bleib Kuckuck
und tu mich Kuckuck nennen
Wer meinen Namen nicht merken kann
dem geb ich mich zu erkennen
Den Winter bin ich in dem Wald
den Sommer in grünen Auen
da hat mein Herz sein’n Aufenthalt
bei schönen Schäfers Frauen

Wenn meine Schäflein auf der Heid
Im grünen Tale grasen.
So hab ich meine Lust und Freud
Setz mich auf grünen Rasen
Und schrei mit heller Stimm: Kuckuck!
Dass’s in die Au erklinget
Und ruf der schönsten Schäfrin zu.
Dass sie mir eines singet

Mit einem Wort: es bleibt dabei
Kuckuck will ich verbleiben
Und will der Schäfrin meine Treu
In Lieb aufs Neu verschreiben
Bis endlich kommt der Vöglein Tod
Und stößt mir meine Glieder
Behüt dich Gott, meine Schäferin
Bis dass ich komme wieder!

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1897, Nr. 883)

Melodie und Text bei Erk II, 4/5, Nr. 59
Melodie und erste Textstrophe mündlich aus Franken und der Gegend von Gotha
Text teilweise nach einem fliegenden Blatte gedruckt zu Köln a. Rh. (wohl vor 1815). Derselbe Text bis auf einzelne Worte bei Simrock Nr. 121. Ein weniger guter Text im Wunderhorn I, 1845. S. 352 aus Arnim’s Nachlaß: „Bin ich ein Kuckuck, tu mich selbst Kuckuck nennen“ etc..

(Vergl. Schuré Geschichte des deutschen Liedes S. 97, wo das Liedchen zu den Zaubermärchen und Waldidyllen gerechnet und einem Schäfer in den Mund gelegt wird. – 2, 4 Wasen =Rasen)

Anmerkungen zu "Ich bin Kuckuck und bleib Kuckuck"

Der Anfang auch in „Der Kinder Lustfeld“ (1827):

Ich bin Kuckuck und heiß Kuckuck
und laß mich Kuckuck nennen
und wer den Namen nicht nennen kann
dem geb ich mich zu erkennen
Im Winter flieg ich in den Wald
im Sommer auf grüne Auen
so ist meins Lebens Aufenthalt
und das auch meiner Frauen

 

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