Fruh fruh des Morgens fruh

Fruh fruh des Morgens fruh

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Fruh, fruh, des Morgens fruh
hab ich schon kein Rast noch Ruh
Gleich wenn ich vom Schlaf erwach
lauf ich dem Wildbret nach
in den grünen Wald

Als ich in den Wald ’nein kam,
Stellt ich mich hintern Tannenbaum.
Kommt gleich ein Has daher,
Fragt, ob ich der Jäger war
in dem grünen Wald.

Ei, du mein lieber Has
Treib du mit mir keinen Spass
Denn ich hab mein eigen G’schütz
Eine nagelneue Kugelbüchs
Trifft als wie der Blitz

Und ich hab’s geschossen
Und ich hab’s getroffen
Ein Has, ein Hirschelein
Ein Reh, ein wildes Schwein
Soll verbleiben mein

Hoch auf der Felsenspitz
Da hab ich meinen Sitz
Zieh mein Waldhörnlein raus
Spiel viele Stücklein drauf
Dass es weithin schallt

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort III (1894, Nr. 1460 „Der eifrige Jäger)

Mehrfach mündlich. Aus von Arnims Nachlaß (vor 1806). Volkslied aus dem südwestlichen Schwarzwald.  Ob das Lied Bezug hat auf den „Bairischen Hiesel?“ — fragt Erk. (Der Bayrische Hiasl)

Liederthema: ,
Liederzeit: (1806)

Region:


Anmerkungen zu "Fruh fruh des Morgens fruh"

Anderer Schluß:

Und ich hab’s geschossen
und ich hab’s getroffen
jetzt ist mein Wildprett aus
und ich geh stracks nach Haus
mit meinem Schmauß

Ich liebe gern was Fein ist
wenn es auch nicht mein ist
wenn es auch nicht werden kann
hab ich doch meine Freud daran
meine Freud daran

Spielet auf ihr Musikanten
spielt mir ein schön Stück auf
spielet mir mein Leibstück auf
denn ich geh nach Haus

An der schönen Morgenröt
wo die goldne Sonn aufgeht
an der schönen Morgenröt
wo die goldne Sonn aufgeht
wo mein Schätzchen steht

Region Frankfurt a. M. — in: Die deutschen Volkslieder mit ihren Singweisen (1843) —

"Fruh fruh des Morgens fruh" in diesen Liederbüchern

Auch bei Mittler S. 906 (Hessen) — Meier S. 311. — Ditfurth II, Nr. 287. — Fink, S. 388. — Pröhle 70.  — Basler Singbuch – Melodie und Text mitgeteilt. 1843 bei Pocci u. Scherer, Jägerliederbuch Nr. 17. Auch aus dem Hessendarmstädtischen bei Erk I, 2 Nr. 52 und Liederhort Nr. 170; „Text dort verdorben und mit fremden Zusätzen“