Liederlexikon: Pocci

| 1970

Franz Graf von Pocci, geboren am 7.3.1807 in München und gestorben am 5.7.1876 in München. Der Sohn eines aus Italien stammenden Offiziers und Beamten am bayerischen Hof und einer malenden Dresdner Baronin wurde nach dem Jurastudium 1830 Zeremonienmeister Ludwigs I., 1847 Hofmusikintendant, 1864 Oberkämmerer am Hofe Ludwigs II. Das Mitglied verschiedener Künstlergesellschaften verkehrte im Kreis von Joseph Görres und traf dort mit Brentano zusammen. Er wurde vor allem durch seine Werke für Kinder und als Illustrator bekannt; seine Versuche in der Volksdichtung waren weniger erfolgreich.




"Pocci" im Archiv:

Hab ich´s mir nicht längst gedacht

Hab ich´s mir nicht längst gedacht
sitz ich an der Wiegen
hab den Wedel in der Hand
wehr damit die Fliegen

wenn die Leut´ spazieren gehn
muß ich an der Wiege stehn
muß da machen: knick, knick, knack
schlaf, du kleiner Habersack

Text: Verfasser unbekannt, zuerst in „Des Knaben Wunderhorn“ 1808
u. a. bei Liederbuch des deutschen Volkes [...]

Da oben auf dem Berge da rauschet der Wind

Da oben auf dem Berge
da rauschet (sauset) der Wind
da sitzet Maria (Frau Zwerge?)
und wieget ihr Kind
sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand
und braucht dazu kein Wickelband

Diese Fassung aus Des Knaben Wunderhorn III. 1808 Anh. 60.

Daher Münstersche Geschichten und Simrock Nr. 243. Pocci und Raumer, Kinderlieder 29
mit dem Anfang „Draußen [...]

Buko von Halberstadt

Buko von Halberstadt
bring doch unserm Kindchen was
Was soll ich ihm denn bringen?
Paar rote Schuh mit Ringen
Paar rote Schuh mit Gold beschlagen
die soll unser Kindchen zu Tanze tragen

in: Deutsches Kinderlied und Kinderspiel Lewalter (1911, Nr. 6 „Wiegenliedchen, aber auch Schoß- und Tanzliedchen“)

Andere Fassung:

Buko von Halberstadt
bring min lütte Deren watt
en [...]


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